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Bevor sie die Bühne für ihr Konzert am Abend betraten, hatte die Band im gegenüberliegenden Silverwings noch eine ganz besondere Überraschung für einige wenige Fans. Zusammen mit MTV kamen 12 Gewinner in den ungewöhnlichen Genuß, Queens Of The Stone Age sehr hautnah in Unplugged-Atmosphäre erleben zu dürfen. In einer orientalisch eingerichteten Lounge voller Kissen und schummrigen Licht, das aus messingfarbenen Kerzenständern wimmerte, empfingen sie ihre Gäste. Mit dem Song "Broken Box" starteten QOSTA, wie bei MTV Unplugged Sessions üblich, ihr Konzert sitzenderweise. Das zirka einstündige Set hatte es echt in sich und ließ wenig Wünsche offen. Neben "No One Knows", der Hit des legendären Albums "Songs For The Death", das in der Visions zum Album des Jahres 2003 gewählt wurde, fanden vor allem die neuen Songs, allen voran "Little Sister" und "I Never Came", große Begeisterung beim Publikum. Beendet wurde die kleine Sensation mit "Go With The Flow". Sichtlich beeindruckt und komplett mitgenommen, von der Gelegenheit, die Queens mal proberaumähnlich sehr privat genießen zu dürfen, verließen ca. 30 Leute, denen man den Eindruck eines unvergesslichen Spektakels in den Augen ansehen konnte, das Silverwings.
Abends beim Konzert hatten die Queens Of The Stone Age dann Josh`s frühere Nebenband, für die er früher zu den Sticks griff, mit auf Tour. Die Eagles Of Death Metal eröffneten auf der kompletten Tour für die Queens und machten einen guten Job. Mit den Highlights vom letzten Album "Peace Love Death Metal" glühte die Formation das Publikum für den Mainact des Abends gut vor. "Kiss The Devil" und der letzte Song des Sets "Only Want You" schienen in Berlin besonders gut anzukommen. Nach einer guten 3/4 Stunde zog Frontmann Jesse Hughes mit seiner Band von Dannen und machte den Weg für seinen Exschlagzeuger frei.
Gegen 22.15 Uhr war es dann soweit. Zu dem selbsterklärenden Intro "Who’s Afraid Of The Big Bad Wolf" kamen die Musiker auf die Bühne, allen voran Josh Homme. Mit den Worten „I Missed You, I Really Missed You” begrüßte er seine Fans. Und ab dem ersten Song fuhren die Queens im gewohnt staubigen und gerölligen Sound voll auf die 12. Was an diesem Abend aus den Amplifiern gleich einer gewaltigen Lawine aus Staub und Stein gen Publikum wälzte, riss wirklich alles mit sich. Keiner, der auf diesem Konzert anwesend war, konnte dem entgehen und wurde komplett in den Bann der Musik gerissen. Highlights wie der Queens-Song "The Lost Art To Keep A Secret" oder "No One Knows" rockten so richtig los, und abwechselnd griffen Alain Johannes und Troy van Leeuven zu Bass und Gitarre. Das Bemerkenswerte daran: Der Bass war teilweise keyboard-ähnlich in der Horizontalen aufgebaut. Auch die russische Pianistin Natasha Shneider haute zu "Go With The Flow" oder "Medication" dermaßen in die Tasten und verstärkte den typisch freakigen QOTSA-Sound mit ihrem Klavier. Josh über sie: "Never Fuck With That Bitch". Drummer Joey Castillo(Ex-Danzig), der nach der Aufnahme von "Songs For The Deaf" Dave Grohl (Foo Figthers) am Schlagzeug zu ersetzen hatte, zugegeben keine leichte Aufgabe, machte an diesem Abend einen Superjob. Unglaublich energiegeladen und mit seinem Sticks nur so um sich wirbelnd verlieh er Stücken wie "Song For The Dead", das mit einem sehr coolen Schlagzeugsolo beginnt, schlagfertig seine persönlichen Akzente.
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