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BoySetsFire – Die Liebe zu deutschem Bier und der ewige Ärger mit George W. Bush

Selten versammelt sich eine Band so ausgelassen und sympathisch zum Interview im Tourbus. Mit den Worten: "Sprichst Du auch Deutsch" in bayrischem Akzent begrüßt mich Bassist Robert Ehrenbrand freundlich. Wir einigen uns dann aber doch darauf, das Interview auf Englisch zu führen. Bier wird in die Runde gereicht und los geht’s. Obwohl die Pizza noch schwer im Magen liegt und die Jungs nach einigem Businessstress einen anstrengenden Tag hatten, wirken sie gut gelaunt. In einer Schlagfertigkeit, die man im Zusammenspiel so nur von Bands wie Die Ärzte kennt, stehen sie Rede und Antwort.


Nach dem Erfolg ihrer letzten Platte "Tomorrow Come Today", mit der sie von den Medien als die neue Hardcore-Band gefeiert wurden, hat sich im Leben der Fünf nicht viel geändert. "Wenn ich die letzten 1 1/2 Jahre zurück blicke, ist trotz des unerwarteten Erfolgs alles beim Alten geblieben. Wir waren sehr viel auf Tour, hatten nicht viel Zeit für unsere Familien, da wir alle arbeiten mussten, aber immer wenn jemand zu mir sagte, dass ich nun ein Rockstar wäre, musste ich ziemlich lachen. Ich fühle mich nicht als typischer Rockstar. Mit den neuen Songs waren wir auch nicht unter irgendeiner bestimmten Musikrichtung einzuordnen. Die neuen Stücke klangen melodischer, chaotischer, und irgendwie auch gefährlicher," meint Robert. Josh Latshaw, einer der beiden Gitarristen, fügt an: "Es ist leichter für uns, über schlechte Zeiten zu schreiben, und das letzte Jahr war verdammt hart, nicht nur in persönlichen Dingen, wir hatten auch keine klare Ansage, wie es mit der Band weitergehen sollte." "Aber letztendlich, wenn man mal Bilanz zieht, hat sich nicht wirklich viel verändert," resümiert Robert. "Nein, nicht wirklich, wir trinken immer noch allzu gerne Bier und hassen George W. Bush" lacht Josh.

 

Aber so mancher Fan der ersten Stunde kam mit den neuen Songs überhaupt nicht klar. Des öfteren wurden BoySetsFire aus diesen Reihen mit dem Vorwurf, dass die neuen Stücke zu mainstreamig wären, konfrontiert. "Ich kann dies nur teilweise nachvollziehen. Wenn ich mich nach den Konzerten mit Fans unterhalten habe, meinten sie, der Sound sei zu poliert. Das überrascht mich doch sehr, denn wenn wir aufnehmen, stecken da meist keine teuren Musikproduktionen dahinter. Wir recorden schnell, da wir einfach nicht soviel Geld für die Studiomiete haben, und von daher sind es auch meist kleine Tonstudios, in denen wir die Alben aufnehmen," erklärt Josh. "Es kommt direkt aus dem Herzen, mit jeder Menge Energie, eigentlich die besten Vorraussetzungen dafür, dass es gerechtfertigt ist, Musik aufzunehmen," fügt Robert an. "Wir sind uns darüber bewusst und ich respektiere wirklich jegliche Meinung über die Art und Weise, wie sich unsere Band im Lauf der Jahre veränderte. Jeder sieht dies anders und ich kenne zu den gleichen Alben, nicht nur von BoySetsFire, die unterschiedlichsten Meinungen. Du kannst es nicht jedem recht machen. Und um ehrlich zu sein, am Ende des Tages müssen wir unsere Songs mögen und dahinterstehen. Nur so können wir uns selbst in die Augen sehen und Authentizität vermitteln. Sicherlich interessiert uns die Meinung unserer Fans, aber wir können auf der anderen Seite auch nicht zu viel Rücksicht auf jeden einzelnen nehmen." Daher kann man auch davon ausgehen, dass "Tomorrow Come Today" das Fanlager in gewisser Weise polarisiert hat. Robert hierzu: "Sicherlich haben wir das mit dem letzten Album erreicht. Aber ich sehe darin nichts negatives. Ganz im Gegenteil, ich finde es gut, wenn eine Platte so klar ist, dass man eindeutig Stellung dazu beziehen muss. Ich meine, dann hat die Band doch einen guten Job gemacht, oder?" "Die Art und Weise, wie ich die ganze Sache sehe, ist folgende: Die Leute sind zwanghaft darauf fixiert, jedes Album einer Band in eine bestimmte Schublade zu platzieren. Manchmal ist eine Band aber so vielseitig, dass auch die Möglichkeit haben muß, sich weiter zu entwickeln. Ich möchte BoySetsFire sicherlich nicht mit den Beatles vergleichen, aber jedes Album von denen hörte sich auch komplett anders an. Und für mich ist das einfach ein Indiz dafür, dass eine Band bereit ist, sich selbst zu reflektieren, um die Voraussetzung für neue Ideen zu schaffen," sagt Josh.

BoySetsFire – Die Liebe zu deutschem Bier und der ewige Ärger mit George W. Bush Seiten 1 2 3

 

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Marie
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