whiskey-soda Musikmagazin whiskey-soda Musikmagazin whiskey-soda Musikmagazin
Musikmagazin - Home whiskey-soda Musikmagazin
whiskey-soda Musikmagazin whiskey-soda Musikmagazin whiskey-soda Musikmagazin
whiskey-soda Musikmagazin zur Startseite whiskey-soda Musikmagazin zur Story Seite whiskey-soda Musikmagazin zur Rezensionen Seite whiskey-soda Musikmagazin Livekonzerte und -Interviews whiskey-soda Musikmagazin Community und Forum whiskey-soda Musikmagazin whiskey-soda Musikmagazin einfach mal suchen whiskey-soda Musikmagazin
News   
Reviews   
Stories   
Live (WS-TV)   
WS Präsentiert   
Forum   
Facebook   
Story-Archiv   
 

      registrieren  

Return From The Shadows
Within Silence
Return From The Shadows
(Metal)

Forn
Kaunan
Forn
(Mittelalter)

III
Makthaverskan
III
(Post-Rock)

Get Ready For The Getdown
Sweetkiss Momma
Get Ready For The Getdown
(Rock)

To The Gallows
Desecrator
To The Gallows
(Thrashmetal)

Emotional Tattoos
Premiata Forneria Marconi
Emotional Tattoos
(Pop)

Californisoul
Supersonic Blues Machine
Californisoul
(Rock)

Grau
Illegale Farben
Grau
(Punk)

In This Moment We Are Free
Vuur
In This Moment We Are Free
(Progressive Metal)

Live At The Hollywood Bowl
Jeff Beck
Live At The Hollywood Bowl
(Rock)



With Full Force 2005 - Sonne, Schweiß und Plastikbier

Eigentlich ist es doch jedes Jahr dasselbe; pralle Sonne, prasselnder Regen, warmes Bier aus Dosen oder Plastikflaschen, Fertigfutter bis zur Verweigerung, stinkende Dixi-Klos und vornehmlich Verstopfung oder Durchfall. Alles Gründe zu Hause zu bleiben und der heimischen Stereoanlage gröhlende Gesellschaft zu leisten? Wohl kaum! Denn auch, wenn jedes Festival etwas Vorhersehbares hat, so hat es doch mindestens auch genauso viel Unerwartetes zu bieten. Abwechslung und musikalische Querschnitte sind außerdem Markenzeichen des With Full Force Summer Open Airs, welches im Jahr 2005 nunmehr in die 12. Runde geht und auch diesmal auf dem Flugplatz Roitzschjora in Löbniz bei Leipzig mehr als 20.000 Metalnasen das erste Juli-Wochenende versüßt. Mehr als 60 Bands an drei Tagen, Headliner wie Iron Maiden, Slayer, Motörhead, Anthrax, In Flames und Killswitch Engage, ein Skateparcour und eine Metal-Karaoke-Bühne sorgen zudem für starkes Interesse an der sächsischen Landluft.

Freitag

Um 15.30 Uhr fällt der Startschuss auf der Mainstage. Doch auch halb vier am Nachmittag ist noch reichlich früh für eine unausgeschlafene Metalgemeinde. Denn eine aufs Zelt knallende Sonne, die damit verbundene hohe Zelt-Innenraum-Temperatur und ein aromatischer Bier-Schweiß-Duft im Zelt drängte schon früh viele Metalnasen an die frische Luft.Die Berliner von Spawn müssen das nun am eigenen Leibe spüren. Denn das inzwischen diesig-regnerische Wetter und das nicht gerade zahlreich vorhandene Publikum machen es dem Eröffnungs-Act nicht einfacher Stimmung zu erzeugen. Auch der matschige Sound will nicht recht aufmuntern. Aufmunternd ist aber etwas ganz anderes. Es gibt eine Neuerung an der Mainstage: eine ca. drei mal vier Meter große LCD Leinwand zur Live-Übertragung der auf der Hauptbühne spielenden Acts! Welch wunderbare, aber wohl auch teure Idee, denn während jeder Umbaupause muss man das Gegröhle von Dave Grohl und seinen Foo Fighters genauso ertragen, wie das Geblubber von Lemmy über seine schicke neue Motörhead DVD. Das kann schon nerven, aber super ist die Leinwand trotzdem!

Wer glaubte Mastodon sei nur die Bezeichnung für einen prähistorischen Verwandten des gängigen Mammuts, der irrt. Mastodon ist auch der Name einer aus Atlanta stammenden Band, die ähnlich wie das namensgebende Urzeitvieh so ziemlich alles platt walzt, was nicht bei zweieinhalb auf den Bäumen, oder in diesem Fall in den Zelten, ist. Bäume sind auf einem Flugplatz nämlich Mangelware, das erklärt auch das häufig auftauchende Symptom des Sonnenbrands im Verlaufe des Festivals. Während Mastodon noch wüten, suchen einige das erste mal den beliebten Langòs und den ebenfalls beliebten Bier-Stand auf. Andere sehen sich an den zahlreich vorhandenen Merchandise-Ständen um. Geschockt muss manch einer ertragen, dass der überdachte Metalmarkt nunmehr zwei Euro Eintritt kostet! Eine Frechheit! Nicht nur, dass Pressevertreter in diesem Jahr auch für dieses kleine Vergnügen zahlen müssen, der Preis wurde auch noch von einem Euro, auf zwei angehoben! Da überlegt man sich doch zwei mal, ob man da hinein möchte!

In bester Feierlaune zeigt sich das nun zahlreichere Publikum von Obituary. Ihr gerade erschienenes Werk "Frozen In Time" scheint schon zahlreiche Anhänger gefunden zu haben, die sich gegen das Mitgröhlen und Schwingen ihrer Matte nicht wehren können. Nach vierzig Minuten Death, folgen bald schon vierzig Minuten Punk à la Anti Flag, was nicht jedermanns Sache zu sein scheint. So verlassen viele langhaarige Festivalkollegen das Areal vor der Bühne und machen Platz für viele kurz- und bunthaarige Zeitgenossen.

Als ersten sogenannten "Main-Act" könnte man die nächste Band bezeichnen. Die aus Massachusettes stammende Band ist seit jeher bekannt für ihre verblüffende Mischung aus Hardcore und Melodic Death. Vor allem sie prägten den Begriff der New Wave Of American Heavy Metal (NWOAHM) und des Metalcore. Gemeint sind natürlich Killswitch Engage. Dass die Band zahlreiche Anhänger im Gepäck hat, spürt man deutlich, als die Songs "When Darkness Falls" und "A Bit Farewell" enthusiastisch gefeiert werden. Ein riesiger und schnell-wütender Mosh-Pit macht die riesige Anhängerschaft von Hardcore-Fans (schmerzhaft) deutlich. Die moshende Melodic-Death-Gemeinde zieht sich an die Publikumsränder zurück. Fast eine ganze Stunde feiern die Amis sich selbst und ihr tobendes Publikum, bis sie von einem noch größeren Act übertrumpht werden.

 

"In Flames! In Flames!", ruft es schon seit Minuten, das metal-hungrige und bei ziemlich sonnigem Wetter sicherlich auch durstige Publikum. Und um 21.10 Uhr geschieht es dann, die Metal-Legende erstürmt die Mainstage. Mit einem lauten Knall und buntem Feuerwerk legen die Schweden los. Erbarmungslos, aggressiv, voll Spielfreude und Energie. Mit "Cloud Connected", "Graveland", "Trigger", "Bullet Ride", "The Quiet Place", "My Sweet Shadow", "Only For The Weak", "Morphing Into Primal" und "Touch Of Red" zeigen die Schweden eine bunte Mischung aus altem und neuerem Material. Zudem spielen sie einen brandneuen, noch unveröffentlichten, Song. Was für ein Fest! Was für eine Show! In Flames machen ihrem Namen alle Ehre, denn in jedem Song wird die Bühne mit pyrotechnischen Lichtern erhellt. Die enorme Spielpräzision, die die Musiker erreichen müssen um die volle Wirkung der Feuerspielereien zu erzielen, ist enorm. Anders Fridén baut außerdem fast spielerisch eine wunderbar freundschaftliche Beziehung zum Publikum auf, die von Dankbarkeit und Freude an der Musik geprägt ist. Genial!

Dass jeder zweite besoffene Mann auf einem Festival sich irgendwann so sehr erniedrigt, besoffen "Slayer!" zu rufen, ist fast schon so normal wie zugeschissene Dixi-Klos. Diesmal aber könnte man die schwarzen Saufbolde sogar als Propheten bezeichnen, denn die steinalte Thrash-Legende sollte an diesem Abend wirklich die Mainstage entern. Um 22.40 Uhr ist dann der freitägliche Höhepunkt auf der Mainstage erreicht, Slayer betreten die Bühne. In 75 Minuten walzen die Kalifornier alles nieder, was nicht schnell genug entfliehen kann. Mit "Fight Till Death", "Dead Skin Mask", "Hell Awaits", "Raining Blood" und vielen anderen Thrash-Klassikern, war für jeden Fan was dabei. Legendär wie Slayer ist aber auch die nun folgende alljährliche WFF Knüppelnacht.

Knüppelnacht

Eröffnen dürfen das diesjährige Knüppelspektakel die Herren von Unleashed. Zu Recht ziehen sie wohl an diesem Abend die meisten Zuschauer vor die Zeltbühne. Geschmiedet wird feinster schwedischer Death Metal und das schon seit 1991. Viele bangende Köpfe, mitwippende Füße und klatschende Hände beweisen, dass es sich lohnt Unleashed live gesehen zu haben. Eine Bombenstimmung und ein fetter Sound begleiten den vierzigminütigen Auftritt der Schweden auf der Tentstage, welcher mit "Death Metal Victory" einen gelungenen Höhepunkt findet.
Lag es am dürftigen Sound, an der Musik an sich oder daran, dass die eben erreichte Stimmung zu kippen drohte, dass der Auftritt von Gorgoroth nicht so richtig überzeugen konnte? Eine der dienstältesten norwegischen Black Metal Bands verirrte sich auf der sächsischen Tentstage in Roitzschjora, spielte wackere vierzig Minuten im schicken Corpsepaint, erfreute sich an sich selbst und den doch zahlreichen Anhängern und verschwand daraufhin wieder in der Dunkelheit.

With Full Force 2005 - Sonne, Schweiß und Plastikbier Seiten 1 2 3

 

auf Facebook empfehlen/teilen       Artikel drucken

Espirita
© 07/2005 whiskey-soda.de
 


Kurzinfos: With Full Force

Homepage:
- With Full Force Festival 2004

Artikel:
- With Full Force Festival 2004 - Ein Wechselbad der Gefühle (Teil 1)
- With Full Force Festival 2004 - Ein Wechselbad der Gefühle (Teil 2)
- With Full Force Festival 2004 - Ein Wechselbad der Gefühle (Teil 3)
- With Full Force Summer Open Air - Klappe die Zwölfte
- With Full Force 2005 - Sonne, Schweiß und Plastikbier
- With Full Force 2006 - Der heftigste Acker Deutschlands
- With Full Force 2006 - Laut, dreckig und viel zu heiß
- With Full Force XIV - Alle Jahre wieder, Stagehopping, harte Mukke und viel Spaß
- With Full Force 2007 - We celebrate our life (Teil I)
- With Full Force 2007 - We celebrate our life (Teil II)
- With Full Force – Ein Fünf-Sterne Jubiläums-Menü
- With Full Force 2008 - Do you feel free? (Freitag)
- With Full Force 2008 - Do you feel free? (Samstag)
- With Full Force 2008 - Do you feel free? (Sonntag)
- With Full Force - Das Festival der harten Töne
- With Full Force 2009 - von jungen Hüpfern & alten Säcken (Tag 1)
- With Full Force 2009 - von jungen Hüpfern & alten Säcken (Tag 2)
- With Full Force 2009 - von jungen Hüpfern & alten Säcken (Tag 3)
- With Full Force XVII - Mal wieder richtig die Ohren durchpusten lassen
- With Full Force 2010 - Hitze, harte Klänge & Fußballverzückung (Part I)
- With Full Force 2010 - Hitze, harte Klänge & Fußballverzückung (Part II)

Kurzinfos: Amulet_alt

Rezensionen:
- The Burning Sphere
- Daggers & Dynamite

Kurzinfos: Anthrax

Homepage:
- Anthrax

Rezensionen:
- Return of the Killer A's
- vol. 8 - the threat is real
- We've Come For You All
- Worship Music
- Anthems
- For All Kings

Kurzinfos: Beatsteaks

Homepage:
- Beatsteaks

Artikel:
- Beatsteaks - Sympathische Rockhelden erobern die Welt
- Beatsteaks - Deftiges in Konzertformat
- Beatsteaks - Das Wohnzimmerkonzert 2003
- Beatsteaks kommen mit einem Knall zurück
- Beatsteaks - Ich als Fan würde bei der Stange bleiben

Rezensionen:
- Launched
- Living Targets
- Wohnzimmer EP
- Smack Smash
- Limbo Messiah
- Boombox
- Muffensausen
- Beatsteaks
- Live EP

Mediathek:
- Hand In Hand

Kurzinfos: Bon Jovi

Homepage:
- Bon Jovi

Artikel:
- Gotthard - Bon Jovi für die Schweiz
- Bon Jovi - Perfektes Entertainment in Düsseldorf

Rezensionen:
- The Circle
- Slippery When Wet (Special Edition)
- Keep The Faith (Special Edition)
- New Jersey (Limited Super Deluxe Edition)

Mediathek:
- Misunderstood


whiskey-soda RSS Feed

FACEBOOK

YOUTUBE

CD des Monats 09/17
Walter Trout - We're All In This Together

Walter Trout - We're All In This Together


alle Reviews hier



   
Seite/ Inhalt gefällt mir
whiskey-soda als Bookmark bei: Mr. Wong whiskey-soda als Bookmark bei: Webnews whiskey-soda als Bookmark bei: Facebook whiskey-soda als Bookmark bei: Icio whiskey-soda als Bookmark bei: Linkarena whiskey-soda als Bookmark bei: Favoriten whiskey-soda als Bookmark bei: BoniTrust whiskey-soda als Bookmark bei: Favit whiskey-soda als Bookmark bei: Linksilo whiskey-soda als Bookmark bei: Readster whiskey-soda als Bookmark bei: Folkd whiskey-soda als Bookmark bei: Yigg whiskey-soda als Bookmark bei: Digg whiskey-soda als Bookmark bei: Del.icio.us whiskey-soda als Bookmark bei: Reddit whiskey-soda als Bookmark bei: StumbleUpon whiskey-soda als Bookmark bei: Blinklist whiskey-soda als Bookmark bei: Technorati whiskey-soda als Bookmark bei: Newsvine Information

Home | News | Stories | Reviews | Live | Forum | Community | Impressum | B2B | Newsarchiv | Storyarchiv | Reviewarchiv | 1995-2016 © whiskey-soda.de