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Roskilde 2005 - Interpol, And You Will Know Us By The Trail Of Dead, The Futureheads

Die Zeit vergeht unglaublich schnell und zu meiner größten Überraschung ist heute bereits der letzte Tag des diesjährigen Roskilde-Festivals; immer noch keine Spur von Regen! Ein Teil der Leute reist bereits heute ab, da morgen schließlich Montag ist und die Arbeitswoche beginnt, jedes Mal, wenn man nun auf den Campingplatz kommt hat er sich verändert, die Zelt werden konstant weniger. Würden heute nicht The Futureheads, And You Will Know Us By The Trail Of Dead und Interpol spielen (ganz zu schweigen von Turbonegro und Bloc Party!), wäre ich vielleicht auch in Versuchung, so habe ich kaum eine andere Wahl!

Roskilde hat außerdem die nette Tradition an diesem letzten Tag Bürger, die älter als 50 Jahre alt sind, kostenlos reinzulassen, so dass sich zwischen den üblichen Festival-Besuchern, heute massig Rentner drängen, was dem ganzen Event noch eine bizarrere Note verleiht.

Um 14 Uhr spielen im Odeon The Futureheads, es ist extrem voll, der Name "Futureheads" fiel einfach in letzter Zeit so oft, dass eine Menge Menschen neugierig geworden ist. Die Band gibt offen zu, dass sie nervös ist, zieht das Publikum dann aber schnell mit schönen, rotzigen Versionen der Songs ihres Debuts auf ihre Seite. Die mehrstimmigen Gesangs-Passagen kommen live sehr gut, bei dem Kate Bush-Cover "Hounds Of Love" wird das Publikum in der Mitte geteilt und muß beim Gesang aushelfen, was den Leuten sichtlich Spaß macht.

 

Ein großer roter Plastikball wird permanent zwischen The Futureheads und dem "Odeon" hin und her geworfen, was dem Konzert etwas spielerisches verleiht und eine nette Kommunikation zwischen Band und Menge aufbaut, die weit über das hinausgeht, was man sonst so erlebt! Vielleicht sollte man Mike Patton ganz viele rote Plastikbälle schenken. Über die Tatsache, dass im Publikum Menschen sind, die ihre Songs kennen, ist wiederum die Band ernsthaft irritiert und erfreut ("Oh – you know it?") – vielleicht sollten sie sich besser daran gewöhnen, denn das werden bald deutlich mehr werden.

Aus der Ferne sehe ich mir danach Turbonegro an und es ist so Ordnung, wie man als Rockband in der Mittagshitze auf einer Riesen-Bühne sein kann. Um 17 Uhr steht dann die schwerste Entscheidung des ganzen Festivals bevor: And You Will Know Us By The Trail Of Dead oder Bloc Party.
... Trail Of Dead springen als Vertretung der erkrankten The Mars Volta ein und finden sich so auf "Orange"-Stage
wieder, eine Dimension, die sie nicht gewöhnt sind und mit der gerade eben auch die deutlich offensiveren Turbonegro zu kämpfen hatten. Trotzdem hoffe ich darauf, dass diese Größenordnung ... Trail Of Dead zu einer ihrer berüchtigten Instrumente-Zerstörungs-Orgien in großem Stil animiert und gehe dort hin und nicht zu Bloc Party!
Leider nicht die beste Entscheidung, technische Probleme verzögern den Auftritt und als es dann los geht, wirkt die Band etwas verloren, was an zwei Punkten liegt: Da ist zum Einen die Größe der Bühne, zum Anderen die Tatsache, dass die Show im hellsten Sonnenlicht stattfindet und die Light-Show ebenso nutzlos ist, wie der Nebel, den der Wind immer wieder wegbläst.

And You Will Know Us By The Trail Of Dead sind also völlig nackt, richtige Atmosphäre kommt nicht auf, selbst als die Band sich dann warm gespielt hat, die zwei Schlagzeuger machen trotzdem ziemliche Power. Die Areale vor der Bühne sind leidlich gefüllt, eine Oma mit Gehhilfe läuft umher und schaut zur Gruppe hoch, da ich kein Dänisch kann, kann ich leider nicht herausfinden, was sie gerade denkt! Und zum Ende wird dann tatsächlich randaliert, zunächst tritt der Bassist den Ständer mit dem Gong um, diesen nimmt er und wirft ihn kurzerhand in den Fotografengraben, was vom Publikum begeistert beklatscht wird. Dann knöpfen sich Schlagzeuger und Gitarrist den beiden Drum-Kits vor, welche sie zusammentreten und dann verläßt die Gruppe nach 50 Minuten die Bühne und kommt auch nicht wieder, was rein technisch schon schwer gewesen wäre, da es ewig dauert, ein Schlagzeug neu aufzubauen. Ärgerlicherweise müßen Bloc Party zeitgleich im kleinen "Odeon" toll gewesen sein.

Es bleiben noch knapp zwei Stunden bis zu meinem letzten Konzert (Interpol) und da ich weder Brian Wilson, noch Bright Eyes sehen möchte, recherchiere ich lieber noch etwas auf den Campingplätzen. Der Zustand ist kriminell, viele Leute haben Sachen zurückgelassen, ein halb umgestürzter Camping-Pavillon steht verwaist, an seiner Seite hat jemand ein Leintuch mit einem überdimensionalen Liam Gallagher- Gesicht befestigt, welches nun in der Brise sanft auf- und ab weht.
Das wäre ein tolles Photo! Ansonsten siehtn man überall Müll, durch die Hitze der letzten Tage begünstigt riecht es seltsam, Menschen machen sich zur Heimreise fertig, andere sitzen beim Bier zusammen und lassen es langsam ausklingen. Andere checken die Überbleibsel nach Flaschen oder Bechern für die sie Pfand bekommen können. Und überall Musik.

 

Dann ein letztes Mal in die – erneut total volle – "Arena", pünktlich um 20.45 Uhr geht der Vorhang hoch und Interpol fangen mit "Next Exit" an. Als gleich darauf "Slow Hands" kommt, rastet die Menge total aus – wie gewohnt bei Interpol geschieht auf der Bühne kaum mehr, als das Sänger Paul Banks sich eine Zigarette ansteckt, die Band wirkt in erster Linie über ihre Musik und eine hervorragende, suggestiv ausgeklügelte Light-Show. Selbst als seine Gitarre keinen Ton mehr von sich gibt, fühlt niemand sich genötigt, den Pausenfüller zu geben.
"My guitar doesn't work" ist alles, was er dazu sagt, dann warten Band und Publikum gemeinsam, bis der Defekt behoben ist. In ihre Songs steigern sie sich allerdings komplett hinein und bringen sie in hypnotischen Versionen auf die Bühne, während sie selbst abwechselnd nur als Silhouetten oder in gedämpfter, wechselnder Beleuchtung zu sehen sind. Und manchmal ist die Bühne in ein sehr helles, weißes Licht getaucht, wie von einer fremden, seltsamen Sonne!

 

Ein magischer Auftritt, ebenso aufpeitschend, wie beruhigend, Interpol sind selbst mitgerissen, als Banks am Ende ganz alleine auf der Bühne steht, sagt er: "That is an amazing atmosphere, you've got in here!"
Schon richtig, nur, wer hat sie denn erzeugt? Die Band kommt zurück und spielt als Zugabe "Obstacle1" – eine sehr gute Live-Band sind sie immer, aber dieser Auftritt war etwas Besonderes und damit ein schöner Schlußpunkt für Roskilde 2005!

Nicht dass es ein Schlußpunkt für alle war, ein Teil der Leute macht diese Nacht noch richtig Party, auf den Campingplätzen hat die Security alle Hände voll damit zu tun, Feuer zu löschen. In Anbetracht der Tatsache, dass ich morgen jedoch um sechs Uhr aufstehen und ein Zelt abbauen muss, um den ersten Zug nach Kopenhagen zu bekommen, entschließe ich mich zu einem letzten, kurzen Rundgang auf dem deutlich leereren Festival-Gelände, um Interpol nachwirken zu lassen. Dann ziehe ich mich zurück!

Fazit: 65 000 zahlende Besucher (so wenige waren seit 2001, dem Jahr nach dem Unglück, als viele weg blieben, nicht mehr da), ein deutlicher Einbruch, speziell verglichen mit letztem Jahr, als Roskilde trotz vier Tagen Regen mit 76000 Leuten ausverkauf war.

Um Euch einen Eindruck zu geben: Die Stadt Roskilde hat 51000 Einwohner. 76 000 Besucher zahlten 2005, auf dem Gelände waren jedoch 106 000 Menschen – 30 000 waren nämlich angetreten um zu arbeiteten! Was nun die Konsequenz aus dem Fehlen von knapp 10 000 Besuchern ist, steht noch nicht fest. Weniger Bands? Weniger Tage? Der Eintrittspreis ist mit 170 Euro auch nicht gerade ohne. Fest steht nur das Datum: 29. Juni bis 2. Juli 2006!


 

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© 07/2005 whiskey-soda.de
 


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