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Wie konnten die Jungs also so schnell neues Material ranschaffen? Christian Olde Wolbers, der ehemalige Bassist der Band, der für den ausgestiegenen Dino Cazares die Gitarre übernahm, stand mir in einem Kölner Hotel Rede und Antwort.
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"Das neue Material entstand vorwiegend während der Archetype-Tour, Raymond (Anm. des Verfassers: Raymond Herrera, Schlagzeug) und ich hatten viele Ideen während der Tour und entwickelten die meisten Songs bereits im Tourbus. Als wir dann zuhause waren dachten ich: 'Wow, wir haben ja schon eine halbe Platte', wir setzten noch ein paar Songs drauf und der größte Teil der Arbeit war erledigt," erzählt er verschmitzt, während er im sonnigen Innenhof des Hotels sitzt. Die Atmosphäre ist entspannt, dennoch ist er sichtlich mitgenommen vom gestrigen Ausflug ins Kölner Nachtleben. Nach den wohl anstrengenden Aufnahmen hatte er sich auch ein wenig Freizeit verdient.
"Die Aufnahmen liefen gut, wir standen aber unter Zeitdruck, da wir die Platte im Juli fertig haben wollten. Roadrunner wollte das Album im August anstatt im Herbst rausbringen um nicht mit anderen Veröffentlichungen konkurrieren zu müssen, die um Weihnachten alle rauskommen. Deshalb haben wir die Scheibe innerhalb nur eines Monats aufgenommen."
Er hat offensichtlich Lust zu reden und erzählt gleich im Anschluss auf was für eine interessante Weise sie zu ihrem neuen Produzenten Toby Wright gekommen sind.
"Raymond wollte jemanden haben, der sich gut mit Drums auskennt und wusste auch das Toby der richtige Mann dafür sein könnte. Also sprach er ihn an, fragte was er gerade so treibt.
Toby hatte gerade nur ein paar kleinere Sachen am laufen und so fragte Ray ihn, ob er ein paar Schlagzeug-Aufnahmen für das kommende Fear Factory-Album machen könnte. Toby war sofort begeistert und sagte: 'Yeah Fuck Yeah, kann ich auch die ganze Platte machen?'. Wir berieten uns kurz und sagten: Lass es uns ausprobieren!"
Von "Ausprobieren" ist auch der neue Sound geprägt. Bei der Listeningsession vor dem Interview war aufgefallen, dass das neue Album deutlich in Richtung Trash-Metal tendiert und die elektronischen Einflüsse zurückgefahren wurden:
"Wir sind auf jeden Fall eine Metal Band! Ich denke wir haben uns schon immer wie eine angehört, doch da die Keyboards nicht so dominant sind und Gitarren und Schlagzeug im Vordergrund stehen, erinnert es ein wenig an Slayer, obwohl Slayer keine gewöhnliche Trash-Band ist, ist sie schon dem Genre zugehörig. Im Gegensatz zu Dino, bin ich auch mehr Trash Metal-Gitarrist. In meiner Jugend hörte ich viel Hardcore, als ich mit Gitarre anfing waren es Metallica, Exodus und Violence die für mich wichtig waren. So prägten sie auch meinen Gitarren-Stil. Es ist auf jedenfall ein 'Trash-Style of playing'. Wir haben vorher einfach viel um die Songs drumherum gebaut, die es weniger trashig machten, wie die Keyboards. Das neue Album geht auf jeden Fall nach vorne!"
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