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So sieht man den Boogieman des Stoner-Rocks vor dem Konzert, locker in der Holywood-Schaukel im Garten des Clubs sitzen. Auch wenn der ein oder andere Freund seiner Musik ein Wort mit ihm wechseln möchte oder ihn bittet die neue CD zu signieren, bleibt Brant cool und gelassen, als könne nichts auf dieser Welt ihn aus der Ruhe bringen. Äußerst nahbar saß er da, am Tisch mit Freunden und Band, die Reststrahlen der untergehenden Sonne am Horizont über der Spree genießend. Auch die Tatsache, dass Brant mit seinen Soloprojekten nicht wie sein ehemaliger Bandkollege Josh Homme die Columbia Halle füllen kann, sondern trotz eigenem Plattenlabel und einer festen Fangemeinde immer noch in 200-500er Clubs in Berlin spielt, scheint dem Sohn der Wüste egal. Er geht weder mit seinem Namen noch mit den wirklich großartigen Bands, in denen er gespielt hat, hausieren. Auch bei Mondo Generator, der jetzigen Band von Ex-Kyuss Kollege Nick Oliveri oder bei dem letzten Album von Melisa Auf der Maur hatte Brant seine Finger mit im Spiel. In seinen eigenen Projekten steht seine Musik völlig im Vordergrund und es scheint, als zerschmelze er förmlich bei seinen Konzerten mit dem anwesenden Publikum, als sei man eingeladen, Zeuge eines ganz merkwürdigen und schwer definierbaren Erlebnisses zu werden. Eine seltsame Magie umgibt den Mann mit den großen, braunen Augen. Ein undefinierbarer Blick, der dem gegenüber signalisiert, schon eine Menge gesehen zu haben, und das Vermögen, die Bedeutung eines Augenblicks durch Musik zu definieren. Denn eines bleibt festzuhalten, wer einmal die Gelegenheit hatte, ein Brant Bjork Konzert live zu sehen, wird es für sein Leben nicht mehr vergessen.
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Erst letztes Jahr veröffentliche der Mann, der aus dem Songschreiben nicht mehr rauszukommen scheint, das grandiose Album "Local Angel". Brant’s Inspirationsreichtum für neue Stücke steht gerade wohl unter einem besonders günstigen Stern. Anders ist die Tatsache, dass mit "Saved By Magic" nun auch noch eine Doppelscheibe erscheint, bei der man aus dem Staunen und Hören nicht mehr herauskommt, nicht zu erklären. Und was Brant mit seiner Band am 14.Juli im Berliner Rosis auf die Bühne zauberte, sucht wirklich seines gleichen. Aber greifen wir nicht zu eilig auf das ca. dreistündige Konzert des Meisters, der den unvergesslichen Drive von Hendrix Gitarren auch heute noch zu zelebrieren weiß, vor. Zuerst Bühne frei für die Vorband.
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