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Die Band bezeichnet ihn als "Mischung verschiedener Rock'n'Roll-Richtungen". Und tatsächlich, da gibt es 70er-Rock, 80er-Rock, Punk, ein paar Elemente aus dem Nu Metal. "Es wird bestimmt nicht langweilig, das Zeug live zu spielen", freut sich Mitgründer Tracii. Dem Album habe es zudem besonders gut getan, dass es nicht in Eile entstanden ist. "Wir hatten dieses Mal genug Zeit, uns nicht nur auf die Songs zu konzentrieren, sondern auch auf den Sound, den Rhythmus und das ganze Drumherum, naja, Du weißt schon." Zugegeben, das klingt alles nicht schlecht. Einen Haken gibt es dennoch ...
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Die tatsächlich "weggelaufene" Braut ist nämlich ungünstigerweise der zu Mötley Crüe zurückgekehrte Nikki Sixx. "Als er die Band verließ, waren wir alle total enttäuscht. Es ist ja nicht so, dass wir nicht damit gerechnet hatten, die Crüe-Reunion kam bloß zu früh", erklärt Tracii. "Es war echt traurig, Mann, aber jetzt hat es sich relativ gut entwickelt." Der neue Mann neben Tracii, Scott Corgan und London LeGrand heißt Scott Sorry. Sorry ihn dabei zu haben ist aber niemand. Tracii stellt den neuen Mann vor: "Scott ist ein Troubadour, er bringt die Elemente der Straße mit, weil er früher nur umhergezogen ist. Er hat massenweise Ideen und ist ein echt talentierter Songwriter." Trotzdem wiegt der Verlust von Sixx schwer, stellenweise zeigen sich bei "Runaway Brides" sogar kleine Schwächen im Songwriting, es fehlt der sixx'sche "Bubblegum-Faktor". Positiv hingegen hat sich die hierarchische Situation in der Band verändert. Früher waren Sixx und Guns die Chefs, inzwischen gibt es eine flache Hierarchie.
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Und was ist da mit Ginger von den Wildhearts gelaufen? Er wurde in der Entstehungsphase des Albums als weiteres neues Mitglied vorgestellt und taucht quasi auf dem fertigen Produkt nicht mehr auf. "Das war eigentlich eine wirklich traurige Geschichte", erinnert sich ein sichtlich geknickter Tracii. "Ginger ist ein Freund von Scott Sorry und hatte Lust mitzumachen. Klar, waren wir von der Idee begeistert." Aber die Sache verlief nicht nach Plan. Die Unberechenbarkeit Gingers wurde zum Problem. "Plötzlich ist der Typ abgedreht, er war nicht mehr derselbe. Sowas hab ich gar nicht für möglich gehalten", erzählt der Gitarrist. "Diese Band wurde in Freundschaft gegründet und soll in erster Linie Spaß machen. Auf so einen Stress kann und will ich mich nicht mehr einlassen." Schließlich überbrachte Tracii dem schwierigen Mastermind die unangenehme Nachricht. Trotzdem schätzt er sich stolz, mit ihm gearbeitet zu haben, und Gingers Ideen stecken in der neuen Brides-Scheibe mit drin. Er selbst äußerte sich auf seiner Website enttäuscht und verbittert, gab aber auch zu: "Es hat wohl nicht gepasst."
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