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Opeth - Da scheiden sich die Geister oder sie träumen nur...

Einfach ist es nicht, in einer Metalwelt voller Trendreiter und Modeerscheinungen wirkliche Band-Ausnahmen zu finden, die eine Geschichte von über 15 Jahren schreiben und es dabei schaffen, sich weder zu verraten, noch zu wiederholen, und stattdessen den Worten Spiel- und Experimentierfreude in der metallischen Klangwelt eine ganz neue Bedeutung geben. Opeth gehören zu diesen seltenen Ausnahmen und haben uns am 16. September 2005 vor ihrem Gig in den Berlin einen kleinen Einblick in ihre Welt gegeben und viele Fragen beantwortet.

In Berlin ist es zu der fast noch spätsommerlichen Jahreszeit erschreckend kühl. Umso besser, dass einem beim betreten der Backstage-Räumlichkeiten des Columbia Clubs sofort warm wird, und das nicht nur aufgrund des bevorstehenden Interviews mit Opeth, sondern auch wegen der vorgeheizten Bandräume. Zum Vorteil gereichte dies sicher auch unserem Gesprächspartner, Mikael Akerfeldt, da dieser mit frisch gewaschenen – und teilweise in ein Handtuch-Turban gewickelten – Haaren im Backstage Bereich sitzt. "Ach, mir geht's nicht allzu gut.", antwortet er ehrlich, aber lächelnd auf die Frage der allgemeinen Befindlichkeit. "Ich bin erkältet und habe ein bisschen Angst, dass meine Stimme heut Abend nicht mitmacht.", gibt er zu. "Aber, wenn ich schlecht singe, versuche ich umso besser Gitarre zu spielen. Und, wenn ich schlecht spiele, versuche ich umso besser zu singen!" Na, das ist ein guter Kompromiss, aber "Du kannst gar nicht singen!", lacht Bassist Martin Mendez von der gegenüberliegenden Couch. Wenn er sich da mal nicht täuscht...


Wie alles anfing

Ungeachtet jeglicher Trends und unausgesprochener "Metal Laws" beschreiten die Schweden von Opeth seit nunmehr über 15 Jahren ihren ganz eigenen Weg. Begonnen hatte für den heutigen Frontmann, Gitarrist, Songschreiber und Sänger Mikael Akerfeldt alles 1988 mit einer Band namens "Eruption", die sich anfänglich noch mit Coverversionen von verschiedenen Black- und Death-Metal-Bands wie Death, Bathory und anderen beschäftigte. Später wanderte Akerfeldts musikalische Energie in eine Band namens "Mefisto", die neben harten Vocals und anspruchsvollen Soli auch erstmals akustische Passagen in ihre Musik einbaute, und so zu einem großen Einfluss für Mikael wurde. Gegründet wurde Opeth um 1990, aber nicht von Mikael, der damals als Bassist zur Band stieß, sondern von seinem damaligen Kumpel David Isberg. "Ja, er lebt heute noch in Stockholm und kann den weiteren Werdegang 'seines Kindes' nur bestaunen.", grinst Mikael. Der Name Opeth widerum ist von einem Buch des Autors Wilbur Smith abgeleitet, in welchem "Opeth" die Stadt auf dem Mond ist.

Seit ihrem fulminanten Debut, "Orchid" (1995), das damals schon Kreativität, Komplexität und Atmosphäre zu verbinden vermochte, hat es die Gruppe, trotz ständiger Line-Up-Wechsel, geschafft, mit jedem Folge-Werk ("Morningrise" (1996), "My Arms, You Hearse" (1998), "Still Life" (1999), "Blackwater Park" (2001), "Deliverance"(2002) und "Damnation" (2003)) kunstvolle und epische Musik zu schreiben, und dabei die scheinbar feststehenden Grenzen der verschiedensten Musikstilrichtungen zu überspringen, abzuschaffen oder zu verwischen. Im Kontext des Deathmetal, entwarfen Opeth mit Elementen des Gothic, Seventies- und Prog-Rock, Folk, Jazz und Klassik einen Klangkosmos, der bis heute seine Einzigartigkeit bewahren konnte. "Ehrlich gesagt, kann ich selbst nicht so genau beschreiben, was für eine Art Musik wir machen. Wir wurden ja sogar schon eine Blues-Band genannt.", lacht Mikael.


Mikael über das neue Album "Ghost Reveries"

Auch das neueste Werk, "Ghost Reveries", der fünf Musiker Mikael Åkerfeldt (Guitars, Vocals), Peter Lindgren (Guitars), Martin Lopez (Drums), Martin Mendez (Bass) und Per Wiberg (Keyboard) zeigt sich gezeichnet von vielerlei Einflüssen. Dennoch sind Bezüge aus älteren Opeth-Alben deutlich rauszuhören, manch einer mochte "Ghost Reveries" sogar als eine Synthese der beiden Vorgängeralben "Deliverance" (rauer Deathmetal) und "Damnation" (zarte und balladeske Akkustikklänge) beschreiben. "'Ghost Reveries' reflektiert sehr gut, die Art von Musik, die wir zur Zeit machen und machen wollen.", holt Mikael aus. "Und das ist wohl eine Kombination aus den älteren Platten mit dem Einfluss neuer Sounds. Das ist ja auch das was wir wollten, eine Art neuen Sound entwickeln." Generell bleibt aber klar, dass eine Definition dieses Sounds genauso unmöglich wie überflüssig zu sein scheint. "Naja, man kann sagen, wir sind eine sehr dynamische Band. Wir verbinden sehr viele Stimmungen, von sehr ruhig und sanft bis hin zu sehr explosiv, extrem und aggressiv.", versucht es der Mann mit den frisch gewaschenen und noch feuchten Haaren zu umschreiben. "Es gibt ja einige Songs auf der Platte, die mit Metal eigentlich gar nichts mehr zu tun haben! Wir fingen aber definitiv als Deathmetal Band an. Das sind auch immer noch unsere Roots, denke ich. Wir machen immer noch Metal. Das neue Album ist aber wirklich sehr schwer zu kategorisieren. Begriffe wie 'Heavy Metal' oder 'Deathmetal' wirken in dem Zusammenhang befremdlich und unpassend. Es ist eine progressive Mischung aus verschiedenen Musikstilarten, würde ich sagen."

Irgendwie logisch und dennoch irgendwie faszinierend mit welcher Selbstsicherheit und Selbstverständlichkeit die Musiker, und vor allem Mikael, an ihre Musik herangehen und mit ihr umgehen. Da stellt sich die Frage der Zufriedenheit mit dem neuen Werk doch glatt als eine rhetorische Frage heraus. "Ich bin sehr zufrieden mit dem neuen Album, weil ich aber auch dafür sorge, das dem so ist! Mit dem aktuellen Album bin ich vielleicht auch noch zufriedener als in der Vergangenheit. Wir haben zwar immer Qualität herausgebracht, bei diesem Album haben wir allerdings viel härter an den einzelnen Songs gearbeitet. Wir wollten sie für diesen Moment einfach perfekt machen. Und ich bin sehr glücklich darüber, wie sie nun schlussendlich klingen." In der Entstehungszeit von "Ghost Reveries" erblickte das erste Kind von Mikael Akerfeldt und seiner Frau das Licht der Welt. Ein Kind ist als Inspirationsquelle und Gestaltungsfaktor also durchaus nicht auszuschließen. "Manche Leute sagten mir, dass es einige Passagen gibt, die sehr hoffnungsvoll wirken, Kraft spenden und unglaublich positiv klingen. Vielleicht liegt das daran, dass ich Vater geworden bin. Dieser Moment hat mich im Innersten stark erfüllt."

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© 10/2005 whiskey-soda.de
 


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