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Steve Vai - Live weit mehr als nur ein Gitarren-Akrobat

Berlin, Montagabend. Einer DER Gitarristen des Planeten hat geladen und die Fraktion von Anhängern ausufernder Soli und abgefahrenen Geräuschen aus der Sechssaitigen folgte. Das Ergebnis: Der Columbia-Club ausverkauft, jede Menge Musikerprominenz aus Berlin und Umgebung ebenso wartend im Publikum und alle gierten danach, Steve Vai, unseren Mann für kosmische Melodielinien und der die Rückkopplungseffekte zur Kunst erhebt, zu erleben. Enttäuscht wurde niemand und so mancher Besucher überlegte sich nach dem dreistündigen Auftritt, sich selbst eine Gitarre zuzulegen.

Für eine Vorband ist es sicherlich schwer, für einen Gitarrengott zu eröffnen und sich nicht selbst als technischen Stümper zu präsentieren… Im direkten Vergleich schneidet der Durchschnittsgitarrist eh schlechter ab, doch das Trio um Frontmann Eric Sardinas überzeugten mit ihrer Eröffnung auf ganzer Linie. Das Country-Outfit harmonierte hervorragend mit dem Blues-orientierten Gitarren-Showdown, der sehr von den Steel Guitar-Einlagen lebte. Angenehm rauer Gesang, abwechslungsreiche, ausufernde Kompositionen mit ellenlangen Soli und eine intensive Bühnenshow, die im Beweis gipfelte, dass man selbst mit einem Becks technisch anspruchsvolle Melodielinien realisieren kann, stimmten auf den Meister ein.

 

Wer mit Mr. Vai auf einer Bühne stehen darf, der muss musikalisch eine Menge auf der Pfanne haben und so präsentierten sich auch seine Mitstreiter, die erfreulicherweise nicht zu Statisten des sympathischen New Yorkers verkamen. Die beiden zusätzlichen Gitarristen Tony MacAlpine (Keyboards, Gitarre) und Dave Weiner (Rhythmus-Gitarre). und Schlagwerker ) Jeremy Colson sind ebenso Meister ihres Fachs und wurden mit ausführlichen Solo-Passagen, in denen sie ihre Fertigkeiten unter Beweis stellen konnten bedacht, Bassist Billy Sheehan demonstrierte Hochgeschwindigkeitsbassspiel an seinem Instrument, dass vielen die Kinnlade nach unten klappte. Ja und der Meister, er zelebriert sein Spiel, suchte ausführlich den Fankontakt, bei jeder gespielten Note verzog er orgiastisch sein Gesicht und schenkte wirklich jedem einzelnen Fan im ausverkauften Haus seinen persönlichen Blick.

Im Gegensatz zu vielen anderen Gitarren-Helden hat Mr. Vai den Vorteil, dass seine Kompositionen sehr abwechslungsreich ausfallen, die von Lichtgeschwindigkeit-Speed-Orgien über astrale Melodielinien reichen und in wunderschönen emotionalen Songs enden. Den Beweis, dass Steve Vai auch ohne oder nur mit wenig Strom funktioniert erbrachte er beim viel umjubelten Akkustik-Teil des Sets, welches wirklich keinen Moment lange Weile aufkommen ließ. Mal unterhielt Steve Vai das Publikum mit witzigen Anekdoten aus der Vergangenheit, mal mit kleinen Geschichtchen über seine Bandmitglieder. Wechselnde Bühnenoutfits und die aus den Fingern schießende Laser, die einmal mehr in der Dunkelheit effektvoll verdeutlichten, wie sehr der Mann mit seiner Gitarre verwachsen ist, zeugten davon, dass Steve Vai nicht nur einer der besten Gitarristen ist, sondern auch weiß, wie man das Publikum mit ganz großem Entertainment begeistert.

 

So gerieten nicht nur seine Kompositionen im glasklaren Sound zum Genuss (seien es die Stücke vom aktuellen Album, die er darbrachte oder die zahlreichen Klassiker, die in den gut drei Stunden zelebriert wurden), es war ein wahrhafter Augenschmaus zu sehen, mit welcher Hingabe die Rückkopplungseffekte zur Kunst erhoben wurden, die Windmaschine unaufhörlich blies und fast schon heroisch die Haare des Meisters zerzauste oder der Nebel passend zu den abgehobenen Klängen die Bühne sanft einhüllte. Doch bei aller technischen Perfektion sei eins hervorzuheben: Die Band, die da auf der Bühne stand hatte einfach nur Spaß! So bewunderte man gegenseitig und mit viel Lachen die Kabinettstückchen der anderen, spielte nebenbei das Instrument des Nachbarn oder genoss sichtlich das Posen in der Viererkette mit Bundgreifen beim Nebenmann.

Nach drei Stunden verließen dann unsere Helden die Bühne, doch hatte man den Verdacht, dass die Band noch stundenlang weiter hätte musizieren können. So blieb ein restlos zufriedenes Publikum zurück und die Erkenntnis, dass dieses trotz Ausverkaufs familiäre Konzert wohl zu den besten des Jahres gehören wird. Denn für eines steht Steve Vai: Für ganz großes Kino!


 

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Ingo
© 10/2005 whiskey-soda.de
 


Kurzinfos: Steve Vai

Homepage:
- Steve Vai

Artikel:
- Steve Vai - Live weit mehr als nur ein Gitarren-Akrobat

Rezensionen:
- Where The Wild Things Are

Kurzinfos: Tony MacAlpine

Kurzinfos: Billy Sheehan

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- Billy Sheehan


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