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Katatonia - Genau das richtige Ambiente im K17?

Katatonia live - im K 17, da fragt man sich, ob das von Größe und Ambiente die richtige Location ist. Das Ganze fand dann auch noch während der weltgrößten Musikmesse Popkomm statt, so daß man mit dem schlimmsten - nämlich irgendetwas um die 50 Zuschauer - erwarten mußte. Das war zum Glück nicht Fall, ganz im Gegenteil, das K17 war eigentlich gut gefüllt.

Während die Vorband Splinter, offensichtlich Local Heroes aus Deutschland, mit ihrem Gothic-Alternative überzeugen wußte, füllte sich das K 17 trotz der parallel stattfindenden Popkomm mit ihren hunderten von Veranstaltungen recht zügig. Der Frontmann der Vorband, Lookalike zum Placebo-Sänger, wußte bei hohen Gesangslinien mit seiner Stimme voll zu überzeugen, bei den tieferen Passage zitterte die Stimme ein wenig. Mit einer guten Coverversion von "Major Tom" beschlossen sie ihren Set.

Währenddessen war die Uhrzeit bereits recht fortgeschritten, und ein Großteil des Publikums schien zu meinen, es nötig zu haben, die Joints auszupacken und das K 17 zuzukiffen. Da anscheinend kaum jemand etwas dagegen hatte, war das K 17 mit einem süßlich stinkenden Nebel gefüllt, als Katatonia gegen 23.50 Uhr doch noch den Weg zur Bühne gefunden hatten.

Offensichtlich schienen sich die Schweden vom Kiffen angesteckt zu fühlen, da bei den ersten beiden Songs extrem wenig zusammenpaßte. Als man dann Soundprobleme und Timing der Band einigermaßen hinbekommen hatte, erblickte die zweite Runde Joints das Nachtleben, und der Dunst wurde aufgrund der extrem mangelhaften Lüftung (insbesondere für Allergiker wie dem Rezensenten) eigentlich unerträglich.

 

Unter Applaus des Publikums mühten sich Katatonia redlich, eben dieses mitzureißen. Kiffselig und musikbegeistert wurde dann auch jeder Song frenetisch beschrien. Die ersten vier Reihen bestanden zu 90% aus Mädchen und Damen zwischen 18 und 24, und es schien, als wären Katatonia so etwas ähnliches wie die Backstreet Boys. Da wurde gekreischt und gejuchzt wie in der Babyklappe.

Etwas nüchterner betrachtet schafften Katatonia es leider nur phasenweise, mit der Livevariante ihrer Musik zu überzeugen. Ohnehin ist Katatonia - ähnlich wie die stilistische Verwandtschaft von Anathema - eigentlich keine wirklich gute Livemusik. Es gibt auf jedem Album drei, vier absolute Hits und dazu jede Menge ganz gutes Füllmaterial. Wenn Katatonia die Hits auspacken - und das taten sie an diesem Abend nicht zu knapp - können sie live überzeugen, auch wenn nicht jeder Ton an der Stelle ist, wo er hingehört.
Insbesondere der Backgroundgesang war stellenweise um gleich mehrere Töne falsch. Während das Gekreische, wie zum Beispiel beim trotz Soundprobleme überragenden "Ghost Of The Sun", aggressiv und gut herüberkam, war die cleane Begleitstimme eine Katastrophe.
Dennoch wurden nacheinander Klassiker wie "Criminals"/i], "Evidence", "Teargas", "Tonight's Decision" oder "Sweet Nurse" herausgehauen, und alle waren begeistert.
Gegen 1 Uhr morgens war zunächst einmal Schluß, und der Konzertgänger war durch laute Musik, Bierkonsum und stinkende Drogenschwaden so in Mitleidenschaft gezogen, daß nur noch unartikuliert nach mehr gegrölt wurde.

Eigentlich ist es schade, daß man ewig warten muß, bis der eigentliche Headliner des Abends den Weg auf die Bühne findet, und es auch niemanden gibt, der etwas gegen stinkende, stehende, schweißgesättigte Luft unternimmt.
Grundsätzlich hätte mit mehr Hingabe und mehr Präzision der Band auch Katatonia die Möglichkeit, schwierig umzusetzende Musik live gut zu präsentieren. Wer schon einmal auf einem Anathema-Konzert war, der weiß, wie das geht, und auch Autumnblaze am folgenden Abend bei der Prophecy-Konzertnacht wußten diese schwierige, emotionale Musik weitaus gekonnter umzusetzen, als Katatonia an diesem Abend dazu in der Lage war.

Während die Band sowohl von der Location ("This is exactly the right place for our kind of Music") als auch vom Publikum ("This is the best audience we ever had in Berlin") begeistert war, mußte man annehmen, daß die vielen kreischenden Mädchen wohl von ihrem Hostessenjob bei der Popkomm kamen, und ursprünglich nicht aus Berlin, sondern aus kleineren Orten in ganz Deutschland stammten, denn das Publikum in Berlin ist üblicherweise extrem kritisch und beifalls- sowie tanzfaul.
Das war bei Katatonia an diesem Abend in keiner Weise der Fall, so daß sich der Großteil des Publikums extrem gut amüsierte.

Lediglich der enttäuschte Rezensent machte sich frustriert von dannen.


 

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The Wendigo
© 10/2004 whiskey-soda.de
 


Kurzinfos: Katatonia

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