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Nightwish - Nach dem Rauswurf: Rechtfertigungen von Tarja Turunen

Nach dem Heimspiel für Nightwish am 21. Oktober in Helsinki platzte eine Bombe: Keyboarder und Bandkopf Tuomas Holopainen und Co. feuerten ihre Sängerin Tarja Turunen. Das letzte Konzert vor der angekündigten zweijährigen Pause, passender Weise auch als Konzert-DVD mit dem vielsagenden Titel „The End Of An Era“ mitgeschnitten, wurde so zum Abschiedsauftritt der zum Aushängeschild der Band avancierten Sängerin. Nach der Kündigung, die die Sängerin per Brief nach dem Konzert erhielt, reiste Tarja sofort mit Ehemann Marcelo nach Argentinien ab. Am Montag stellte sie sich in Berlin der hiesigen Presse, um ihre Sicht der Dinge kundzutun. Kollege Uraniumstaub (Dank an dieser Stelle für die Vertretung!) hielt der Dame das Mikro unter die hübsche Nase, um alles Wissenswerte aus ihrer Position zu erfahren.

In dem offenen Brief, den Bandkopf Tuomas nach der Trennung von seiner Sängerin veröffentlichte war zu lesen, dass er aufgrund der gestörten Kommunikation nur zwei Auswahlmöglichkeiten hatte: Entweder Nightwish aufzulösen oder das Risiko einzugehen und seine Sängerin zu feuern. Viele Fans reagierten geschockt und erbost auf die Vorgehensweise des verbliebenen Vierers, sich von ihrer langjährigen Frontfrau zu trennen, doch konnte man zwischen den Zeilen lesen, dass Tuomas einen Großteil der Schuld auch ihrem Ehemann und Manager gab, der sie von „lieben Mädchen“ zur „Diva“ verändert habe. Fakt ist, dass Tarja mit fadenscheinigen Begründungen den ausverkauften Gig in Oslo absagte (laut Tuomas um für ihre Solokonzerte zu üben, Freunde zu treffen und ins Kino zu gehen), weder bei Bandproben, Soundchecks und Fantreffen anwesend war und auch nichts zum kreativen Prozess der Band beitrug. Tarja sträubte sich gegen Touren durch die USA und Australien aufgrund zu geringer Hallengrößen und zu niedrigen Gagen, auch wehrte sie sich gegen Touransetzungen, die über zwei Wochen geplant waren. Das Fass zum überlaufen brachte der Kommentar von Tarja zu Tuomas auf dem Rückflug aus Toronto: “Ich brauche Nightwish nicht mehr!“ und “Bedenke Tuomas, dass ich diese Band mit nur einem Tag Vorwarnung verlassen könnte!“. So zog der Keyboarder die Reißleine, um sein künstlerisches Werk der letzten Dekade weiter fortsetzen zu können.

Tarja Turunen reagierte mit einem öffentlichen Antwortschreiben, in dem sie angab, sich in dem veröffentlichten Brief mit ihrer Kündigung nicht wiedererkannt zu haben, ebenso verurteilte sie die Tatsache, dass Ehemann und Manager in die Affäre als Grund einbezogen wurden. “Ich danke erst einmal allen, die hierher gekommen sind, auch wenn es eine Situation für mich ist, in der ich lieber nicht sein würde. Das wird das erste und letzte Mal sein, dass ich über all diese Dinge reden werde. Das ist alles sehr schwer für mich, es ist ein sensibles Thema... Ich mache das nicht aus Promotion...“ kämpft Tarja mit den Tränen und spielt dabei auf ihre Solo-Tour an, bei der es Weihnachtslieder, klassische Stücke und Popsongs zu hören geben wird (Berlin, 9.12.). “Ich bekam den Brief von der Band in einer Art, von der ich denke, es hätte viele andere und bessere Wege gegeben. In den letzten drei Wochen musste ich verstehen und akzeptieren, dass ich nicht mehr die Sängerin der Band bin. Der Weg, wie die Band alles gemacht hat, war ein Schock! Eines Tages wird es sicherlich den Moment geben, wo ich mir sage: Ok, das ist jetzt nicht das Ende der Welt, aber das ist etwas, was ich niemals von den Leuten erwartet hätte, mit denen ich neun Jahre lang zusammen gearbeitet habe. Ich werde das niemals vergessen. Vielleicht hätte man nach „Wishmaster“ alles anders machen sollen, seit diesem Moment gab es viele Probleme.“ blickt Tarja mit zittriger Stimme zurück. Wir erinnern uns: Nach „Wishmaster“ löste Tuomas die Band bereits kurzfristig aufgrund dieser Probleme auf, schließlich raufte man sich wieder zusammen und nahm das dunkle „Century Child“ auf, welches Nightwish die nächste Stufe des Erfolges nehmen ließ.

 

“Als Tuomas die Band auflöste, habe ich gerade in Kassel studiert, als man mich anrief und erzählte, dass die Band nicht mehr existiert. Für mich war das keine Überraschung, ich erwartete das. Die ganze Band war ausgebrannt, wir konnten mit den Problemen nicht umgehen. Für mich war es schwer zu realisieren, dass ich nicht aus der Rockszene komme, sondern aus der klassischen Ecke, ich war durch die Touren oft krank und somit waren die langen Touren und Busfahrten, der Schlafmangel sehr schwer für mich. Die ganze Band litt darunter und dann waren da noch all die persönlichen Probleme zwischen uns über die wir nie gesprochen haben. Dass wir nie über die Probleme gesprochen haben war und ist immer noch das größte Manko. Ich kann nicht sagen, dass es nur daran liegt, dass wir Finnen sind. Es gibt immer einen Weg, über alles zu diskutieren. Ich versuchte es oft, aber es war ein stummer Versuch durch einen Mangel an Kommunikation und Information. Ich selbst wusste nie, wohin sich die Band entwickelt, die Informationen kamen nie bei mir an, wenn man Touren plante.“ erinnert sich die Sängerin.

“Nach dem Split kamen wir wieder zusammen, weil wir uns an die großartige Musik erinnerten, die wir zusammen gemacht hatten, wir viel Unterstützung von den Fans erhielte, was wirklich einmalig war. Tuomas wollte sich auch von niemandem helfen lassen, nur von einem Freund, der das Management übernahm, damit er sich vollkommen auf die Musik konzentrieren kann. Ich sagte ihm, dass wir uns treffen und über alles ein für allemal reden sollten. Wir trafen uns in unserer Heimatstadt, mein Mann, Tuomas und ich, er erzählte mir von den Änderungen, die er vorgenommen hatte. Ich sagte ihm, dass ich aufgrund dieses Informationsmangels jemanden brauchte, der mir hilft. Deshalb wurde Marcelo mein Manager. Es wäre eine Chance gewesen für Tuomas, doch er akzeptierte das nicht. Wir einigten u.a. uns, keine langen Touren mehr zu machen, um meine Stimme zu schonen.“ blickt die Finnin zurück. “Wir nahmen „Century Child“ auf, welches ein sehr dunkles Album mit vielen negativen Emotionen war. Das war Tuomas Weg, alles zu verarbeiten, doch kurze Zeit später waren wir wieder in der gleichen Situation wie vorher, ich kam wieder und fragte: „Warum habt ihr mir nicht gesagt, dass wir eine Tour machen? Warum habe ich diese Informationen nicht bekommen? Warum ist die Tour länger als wir das besprochen haben?“ Doch schließlich willigte ich entgegen unserer Vereinbarung ein und ging auf diese lange Tour mit, weil wir es tun mussten. Nach drei Tagen im Bus, wo ich nicht schlafen konnte und auch von der Klimaanlage angegriffen war, wurde ich krank. Wir haben drei Gigs in den neun Jahren gecancelt, alle weil ich krank war. Ich hatte keine Ahnung wie mein Körper auf so eine Belastung reagierte, ich konnte es nicht erklären. Die Leute konnten sehen, dass es für mich nicht ok war. Ich lernte, nicht mehr auf der Bühne zu schreien.“ kämpft Tarja mit ihrer Stimme gegen erneut aufkommende Tränen.

Nightwish - Nach dem Rauswurf: Rechtfertigungen von Tarja Turunen Seiten 1 2

 

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Ingo
© 11/2005 whiskey-soda.de
 


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