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Corvus Corax - Geburtstagsparty mit alten Freunden

Geburtstag, Geburtstag, Geburtstag! Die "Könige der Spielleute" sind 15 Jahre alt geworden, Tippelklimper (die alte Band von Casuts und Wim) 20 Jahre und Potentia Animi 444 Tage! Bessere Gründe um gemeinsam zu feiern gab es in dieser vorletzten Aprilwoche in Potsdam wohl nicht. Gemeinsam mit den tschechischen Psalteria wurde auf wundersame, mittelalterliche Art und Weise der Lindenpark in Potsdam gerockt und mit den Fans zusammen bis in den nächsten Tag hinein gefeiert was das Zeug hielt. Eine bunte Mischung aus europäischen Musiktraditionen und modernen Elementen hinterliess ihre Wirkung auf das begeisterte Publikum, dass am 23.4.2004 die weite Reise nach Potsdam auf sich genommen hat, um dieses Mittelalterspektakel der besonderen Art mitzuerleben.

Der Abend begann ganz volkstümlich mit einem Auftritt von Tippelklimper. Quer durch ihr Repertoire spielte sich die Band, selbstgeschriebene und traditionelle Stücke wurden dargeboten. Hier konnte man eine Band sehen, die sich musikalisch entwickelt, ihren alten "Marktcharakter" dabei aber durchaus behalten hat. Die Instrumente waren fein säuberlich gestimmt – was auch die längeren Pausen zwischen den Liedern erklären sollte – und die Spielmänner waren selbst mit viel Spass bei der Sache. Als "Bonbon" trat eine Bauchtänzerin auf, die auf witzige Art das in einen Tanz umwandelte, was die Mittelalterurgesteine aufspielten. Natürlich durften bereits hier auch Wim und Castus nicht fehlen, hatten sie mit Tippelklimper in den 80ern in der DDR doch eine aufregende Zeit erlebt. Bereits gut angeheitert spielten die beiden mit ihren alten Musikkumpanen, und um das ganze "authentischer" zu gestalten, zog sich Wim eine Faschings-Indianer-Langhaarperücke über und rief: "So sah ich damals aus!" Der Gag gelang, Teile des Publikums lachten und warteten voller Vorfreude auf den Auftritt der beiden Kolkraben mit dem Rest ihrer heutigen Meute.



 

Dieser sollte aber noch eine Weile auf sich warten lassen – war es doch zunächst an der Bruderschaft der Potentia Animi für gute Laune und Unterhaltung zu sorgen. So kamen vier skurrile Mönche mit Kutten und Latexmasken auf die Bühne und erfreuten die Zuschauer mit ihrer "schweinepriesterischen" Art auf ganz besondere Weise. Dass im Kloster nicht alles ganz sauber zugeht, und dass auch Mönche ihre Schwächen haben, sind die laut vertretenen Thesen der Bruderschaft, die – oftmals mit einem lauten "Halleluja!" von "Bruder Schaft" – von den vier Mönchen unter das Volk gebracht wurden. Die Band hatte hier auch einen Neuzugang vorzustellen: Neben "Bruder Schaft", dem Frontmann und Begründer "Bruder Nachtfraß" und "Bruder Liebe" (a.k.a. Titus Jani, Schlagzeuger bei den Inchtabokatables) steht nun auch der "elektronische Bruder Moeh" als Bassist und Produzent des ersten Gebetes mit auf den Brettern, die die Welt bewegen. Potentia Animi lieferten eine schmutzig-amüsante Show und brachten letzlich auch die Zuschauer dazu, bereits zu früher Stunde nach einer Zugabe zu rufen.



Was nun folgte, dürfte besonders den Herren der Schöpfung gefallen haben (zumindest nach den "Ausziehen!" – Rufen nach dem ersten Lied zu urteilen...). Mit Psalteria kamen vier junge Tschechinnen ins Programm, die anmutig und traditionell gekleidet – angepriesen als weibliches Gegenstück zu Corvus Corax – das Liedgut aus der europäischen Renaissance und Gotik auf ihren zahlreichen historischen Instrumenten präsentierten. Die vier Frauen zeigten ihre musikalische Begabung und verstanden es, einen Grossteil des Publikums in ihren Bann zu ziehen – auch wenn sie nicht ganz so charismatisch daherkamen, wie die Könige der Spielleute. Spannend an diesem Auftritt war aber auf jeden Fall, manch gängige Lieder mal in ganz anderer Interpretation vorgestellt zu bekommen.



Corvus Corax bildeten – wie könnte es auch anders sein – natürlich den Höhepunkt des Abends. Vielleicht noch ein bisschen heiterer als sonst kamen sie auf die Bühne und gaben in bombastischer Lautstärke einen Querschnitt durch ihr Repertoire zum Besten. Anders als die vorherigen Bands durften sich die Bandmitglieder auch über eine gute Lichtshow freuen – Potentia Animi zum Beispiel hatte sich eine Weile zuvor im von "Bruder Schaft" deutlich beklagten hellen "Stasi-Verhör-Licht" auf der Bühne eher unwohl gefühlt. Die Show lief gut, das Publikum war begeistert und ließ auch die üblichen "Mitschrei-Spielchen" seitens der Künstler über sich ergehen.


 

Als Zugabe bot sich im Postdamer Lindenpark ein ganz besonderes Bild: Alle Musiker des Abends kamen dicht gedrängt auf der Bühne zusammen und spielten gemeinsam. Nie zuvor konnte man so hautnah erleben, wieviel Lärm zehn Dudelsäcke, diverse Flöten und zahlreiches Schlagwerk auf einmal veranstalten können. An dieser Stelle ein Hoch auch auf den Soundmischer.


Whiskey-Soda wünscht allen Bands nochmal nachträglich alles Gute und viel Erfolg und Glück in der musikalischen Mittelalter-Zukunft!


 

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TheBanshee
© 05/2004 whiskey-soda.de
 


Kurzinfos: Corvus Corax

Homepage:
- Corvus Corax

Artikel:
- Corvus Corax - Der Aufmarsch Der Spielleute
- Corvus Corax - Seikilos Tourauftakt in Berlin
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- Corvus Corax - Geburtstagsparty mit alten Freunden
- Corvus Corax - Carmina Burana: der Countdown läuft!
- Corvus Corax spucken ganz neue Töne – Klappstuhl statt Couch!

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