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Bauhaus – Nerves Like Nylon, Nerves Like Steel

Mag sein, dass sie niemals ein einzelnes Album von der Brillanz eines "Unknown Pleasures" (Joy Division) aufgenommen, nicht den genre-übergreifenden globalen Einfluss von New Order oder die Langlebigkeit von Siouxsie And The Banshees haben, aber die Zeit arbeitete eindeutig für diese vier Männer. Posen, welche man 1982 noch für kokett oder aufgesetzt halten konnte, strahlen nach knapp 25 Jahren etwas Anderes aus. Und während New Order – bei aller Liebe - mittlerweile erschreckend alt und grau wirken, sind die Herren Murphy, Ash, Jay und Haskins charismatisch und auch körperlich in bester Verfassung, . Sie zogen sich an, stiessen sich ab und haben sich nun endgültig reformiert: Sie sind Bauhaus, 2006 vielleicht sogar mehr denn je!

Freitag 10. Februar 2006, kurz vor 20 Uhr: Die Berliner Columbia-Halle arbeitet zwar hart daran, "Deutschlands erste rauchfreie Halle" zu werden, die an diesem Abend überall ausgehängten Verbotsschilder werden vom Publikum trotzdem dezent ignoriert und während vom Band Dub-Reggae läuft, füllen sich die Luft mit "Holy Smoke" und die Halle mit Menschen. Mit sehr vielen Menschen, denn es ist ausverkauft und so strömt es ohne Ende, bevorzugt in Schwarz und gerne auch jenseits der 40, da man Menschen in diesem Alter nicht überfordern soll und sie ohnehin nur aus einem einzigen Grund hier sind, stört keine Vorband, sondern es geht direkt los:
Verstörende elektronische Geräusche vom Band, dann erklimmt Daniel Ash (* 13. Juli 1957) ganz alleine die Bühne und stellt das Riff von "Burning From The Inside" minutenlang in den Raum, bis seine Kollegen Bassist David J. (* 24.April 1957) und Schlagzeuger Kevin Haskins (* 19. Juli 1960) einsteigen und schliesslich Peter Murphy (* 11. Juli 1957) auf die Boxen neben den Drums klettert und – gehüllt in seltsame Lichtdome – den Text vorträgt: "I open my eyes and look at the floor // I can't see you anymore!". Dann geht es Schlag auf Schlag: "In The Flat Field", "A God In An Alcove", "Terror Couple Kill Colonel", "In Fear Of Fear", "She's In Parties" usw. Bemerkenswert ist die Euphorie, die Bauhaus dabei bei den Zuschauern freisetzt, selbst abseitige Album-Tracks werden nach wenigen Sekunden erkannt und beklatscht, der Betreiber eines Wave-Clubs in der Dunckerstrasse – jahrelang niemals durch öffentliche Ausbrüche von Emotionen auffällig geworden – wird gesichtet, wie er auf fremden Schultern über der Menge thronend "Kick In The Eye" mitgröhlt, die Faust dabei schön gen Bühne gestreckt!

 

Aber man muss weder Fan sein, noch textsicher, um von der hypnotischen, fast schon magischen Atmosphäre absorbiert zu werden, welche diese alte Band im Hier und Jetzt ausstrahlt. Das Tour-Motto "Near The Atmosphere" wird perfekt umgesetzt. Ein Album mit komplett neuem Material ist geplant, ob dieses Experiment funktioniert steht in den Sternen, aber noch leben Bauhaus von / in der Vergangenheit und das ziemlich faszinierend. Immer wieder streut Murphy Rosen auf Ash, während jener auf der Bühne nach dem richtigen Winkel sucht, um seiner Gitarre den exakten Feedback-Sound zu entlocken, Jay und Haskins spielen dazu mesmerisierende Rhythmus-Muster. Aber wehe, man versucht als Fremder den Vortrag zu unterbrechen; gewaltsam in Bauhaus einzudringen; als ein Gegenstand auf die Bühne geworfen wird, unterbricht Murphy umgehend und wirft einen seiner eisigsten Blicke in die Menge: "If you don't stop throwing things up here, I'm going to bloody kill you!". Überflüssig zu sagen, dass es daraufhin bei diesem einen Versuch blieb.

Nach zwei Stunden ist Schluss, im Zugabenblock covert man überraschenderweise, noch dazu völlig unpeinlich "Transmission" von Joy Division, schliesslich zwei Songs aus dem Jahr 1972, welche die Band als Teenager so schwer beeindruckt haben, dass sie sie später selbst als Single veröffentlichten: "Ziggy Stardust" (David Bowie) und "Telegram Sam" (T.Rex). Die letzte Zugabe schliesst dann den Kreis endgültig: "Bela Lugosi's Dead" war im August 1979 nicht nur der allererste Bauhaus-Song, welcher jemals auf die Öffentlichkeit losgelassen wurde, sondern gab ihnen 1982 auch die Gelegenheit sich mit ihrem Idol zu verewigen, als sie den Song in dem Film "The Hunger" mit David Bowie und Catherine Deneuve spielen durften. Danach geht gar nichts mehr, die Massen strömen zum Ausgang, zur Garderobe, auf die Toilette, an die Bar, ein paar Unentwegte warten tatsächlich an der Backstage-Ausfahrt mit Postern in der Hoffnung auf ein Autogramm. Ob sie es wohl jemals bekommen haben?


Hier die Setlist, wenn ich mich nicht sehr verhört habe:
Burning from the Inside
In the Flat Field
A God in an Alcove
In Fear of Fear
Terror Couple Kill Colonel
Swing the Heartache
She's in Parties
The Passion of Lovers
Silent Hedges
Kick in the eye
Hollow Hills
Rosegarden Funeral of Sores
Stigmata Martyr
Hair of the Dog
Dark Entries

Erste Zugabe:
All We Ever Wanted
Severance
Transmission

Zweite Zugabe:
Telegram Sam
Ziggy Stardust

Dritte Zugabe:
Ziggy Stardust (wird zuende gespielt!)
Bela Lugosi's Dead


 

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