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Vom lausigen Aprilwetter getrieben, kamen viele schon eine halbe Stunde vor dem Konzertbeginn im Tommy-Haus an. Dadurch hatte man noch etwas Zeit mit alten Bekannten zu klönen und den reichhaltigen Merchandise abzuchecken. Gegen 21 Uhr ging es dann los und es sollte ein denkwürdiges Konzert werden, ganz im Gegensatz zum grauen und verregneten Wetter vor der Tür. Als erste Band des Abends präsentierten Deathlike Exist aus Prenzlau ihren melodischen Deathcore vor anfänglich 50 Zuschauern. Trotz der sehr tighten Spielweise der
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Instrumental-Fraktion und des heldenhaften Engagements des Sängers, wurde das Publikum nur langsam warm und empfänglich für die Musik. Der Berlin-typische Halbkreis vor der Bühne ließ dem Fronter jede Menge Platz für seine ausschweifenden Interaktionen, die stellenweise an ein gefährliches Tier erinnerten, das einzig vom Microkabel gehalten wurde. Als dann die Band-eigene Hymne "Personification Of Death" gespielt wurde, wurden die Leute doch, wenn sie schon nicht tanzten, mit ihrem Applaus etwas freigiebiger. Alles in allem war der Gig der fünf Uckermärker ein sehr ordentlicher Start des Konzertes und ließ einen guten Ausblick zu, auf das was noch kommen sollte.
Nach 20 Minuten Umbaupause ging es stilistisch dann völlig anders weiter. Something Inside aus Senftenberg waren die nächsten und zeigten uns, wie man blüten-reinen Old-School-Hardcore größtenteils im Mid- und Up-Tempo-Bereich celebriert. Mit den ersten Akkorden brach sofort der Sturm im Pit los. Es wurde getanzt, gemosht, von der Bühne gesprungen und ge-circle-pitet was das Zeug hält. Das "Tanz-Ensemble", dass aus 5-6 agilen Moshern bestand, schien den ganzen Saal in den Bann zu ziehen und teilweise sogar die Aufmerksamkeit
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von der Band wegzuleiten. Das honorierten die Jungs auf der Bühne dann mit noch energetischerem Einsatz als zuvor. Sänger Mike brüllte sich die Seele aus dem Leib und führte damit den Metalcore-Spezialisten im Publikum vor, wie aggressiv Gesang sein kann, auch wenn er nicht gegrunzt, oder gekreischt wird. Die Gitarren und das Schlagzeug hasteten sich durch das Set, als gäbe es kein Morgen und auch die Message kam nicht zu kurz. Die Straight-Edge-Band war sehr diplomatisch und legte dem Publikum nahe, doch mal darüber nachzudenken ihren Lebensstil zu ändern, bevor sie den Project X-Klassiker "Straight Edge Revenge" in die Menge bliesen. Damit endete dann der Old-School-Teil des Abends und die Erwartung, die neuen Alithia-Songs endlich hören zu können, trieb manchen fast in den Wahnsinn.
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