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Subway to Sally - Auf neuen Pfaden in Hamburg

"Nackt!", so nennt sich die Akustik-Tour, mit der Subway to Sally momentan durchs Land reisen. Im Hamburger "Grünspan" auf der sündigen Reeperbahn stellten die Mittelalterrocker unter Beweis, das sie auch auf einer Akustik-Tour wirklich hervorragende Livequalitäten haben.

20 Uhr, Hamburger Reeperbahn. Die Schlange vor der supergemütlichen Szene- und Konzertlocation "Grünspan" reicht um die Ecke bis zum nächsten Häuserblock. Das Konzert ist ausverkauft, und überall stehen Fans, die noch verzweifelt versuchen, Karten zu ergattern. Die Stimmung ist auch beim Anstehen schon der absolute Wahnsinn; die Fans wärmen sich draußen mit Bier, Met, Absinth und Tee auf und gröhlen dabei schon mal "Blut, Blut, Räuber saufen Blut".

 

Endlich im Konzertsaal angekommen, konnten sich die Fans die Zeit bis zum Start damit vertreiben, das wunderschöne Bühnenbild zu bewundern. Acht hölzerne Lehnstühle, die dunkel an Throne erinnern, standen dort für die Musiker bereit, alle mit Efeuranken dekoriert und im Hintergrund ein großer Wandteppich mit gotischen Bögen. Kaum das sich die 800 Zuschauer in die recht kleine Location gequetscht haben (wer zuletzt kommt, darf oben drauf sitzen?), betreten Subway to Sally auch schon nach und nach - allesamt in schwarzes Leder gekleidet - die Bühne und lassen sich mit fürstlichem Applaus belohnen. Auf eine Vorband verzichten die Mittelalterrocker auf dieser Tour ganz, insofern legten sie gleich mit dem Klassiker "Böses Erwachen" los. Leider gab es da die erste technische Panne, da das Micro von Frontman Eric Fish nicht richtig funktionierte und der Song so die erste Hälfte ohne seinen Gesang auskommen musste.

Aber von solchen Pannen lässt sich eine Band mit 14jähriger Bühnenerfahrung ja bekanntlich nicht aufhalten, und so ging es munter weiter im Programm. Auffällig war, das vom Album "Engelskrieger" kein einziger Song gespielt wurde und Subway to Sally sich stattdessen eher an die älteren Werke hielten. Von "Liebeszauber", "Mephisto", "Sag dem Teufel" bis hin zu "Kleid aus Rosen" und "Element des Verbrechens" war alles dabei. Die Band wirkte gut gelaunt und Eric, Bodenski und Simon spielten sich mit den Ansagen prima die Bälle zu und brachten das Publikum mit vielen Kommentaren zum Lachen. Das lange Sitzen schien für die Band ungewohnt zu sein, und so hatte man gerade bei Eric Fish oft das Gefühl, das er sich richtiggehend an seinem Stuhl festhalten musste, um nicht aufzuspringen und loszurocken. Nach zwei Stunden neigte sich das Konzert dem Ende zu, aber die Fans forderten so oft "Zugabe!", dass Subway to Sally insgesamt noch vier Mal die Bühne betraten und weiterspielten. Bei der vierten und letzten Zugabe gab es dann auch endlich das oft geforderte "Julia und die Räuber", das Eric mit seinem Dudelsack begleitete.

 

Alles in allem bewiesen sich Subway to Sally als eine lebens- und spielfreudige Band, die trotz ihrer langen Bühnenerfahrung immer noch zu überraschen weiß. Und das die Jungs echt auf dem Teppich geblieben sind, zeigte sich auch daran, das sie ziemlich direkt nach dem Konzert noch beim Merchandise erschienen, sich ausführlich mit den wartenden Fans unterhielten und fleißig alles signierten, was ihnen vor die Nase gehalten wurde. Zusammenfassend war es einfach ein wunderschöner Abend mit einer echt großartigen Band!


 

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