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Belle & Sebastian - The Life Pursuit ohne Vorspiel

Ein warmer sonniger Freitag. Auf der Reeperbahn tummeln sich Spaziergänger: Touristen bestaunen verschämt-neugierig die Auslagen der einschlägigen Schaufenster. Eilig daherlaufende Männer in Nylonblousons müssen sich in der Davidstraße die wartenden Mädel vom Leib halten, die sich nicht zu schade sind, potentielle Kunden aufdringlich am Ärmel zu ziehen. Kiezbewohner sind auf dem Heimweg in die diversen Parallelstraßen um die Ecke und schnacken noch kurz mit dem Penner neben der U-Bahn St. Pauli, der heute seinen Hund gar nicht dabei hat. Erwartungsvolle Konzertbesucher gönnen sich ein Eis in der Sonne, und weil der Abend noch früh ist - eigentlich ist es ja noch Nachmittag - schaut man auch noch mal bei der befreundeten Männer-WG vorbei, um vielleicht ein kühles Getränk und ein bisschen zeittotschlagende Unterhaltung abzustauben.

"Belle & Sebastian, The Life Pursuit-Tour 2006, Große Freiheit 36, Freitag 19:00 Uhr" steht auf dem Ticket, und in der WG spekulieren Gastgeber und Besucher, wie der Abend zeitlich wohl ablaufen wird. 19 Uhr Einlass, dann fängt sicher so gegen acht die Vorband an, und der Hauptact ist nicht vor 21 Uhr zu erwarten. Na, dann ist jetzt ja noch genug Zeit für einen Kaffee.

Kurz nach 20h dann vor der Großen Freiheit: Keine Schlange vorm Eingang, komisch. Eine Minute später ist der Grund bekannt, denn die sind alle schon längst drin! Der Gegensatz ist wirklich krass: draußen ein sonnig-heller lauer Frühlingsabend, hier drinnen plötzlich düsterer Massenauflauf, gefühlte 50 Grad und sieben rockende Leute auf der Bühne, die mitnichten nach Supportband aussehen. Tatsächlich sind da bereits Belle & Sebastian in voller Action, und das schwitzende Publikum steht ihnen in nichts nach.
Passend zum Sixties-Sound der Musik sind viele Leute im Saal gekleidet, besonders die weiblichen: Kleider mit tapetenartigen Grafikmustern, psychedelisch spiralig, kariert, gepunktet, gestreift ... sorgfältig behaarreift, bezopft, be-Blumen-im-Haar-t. Bei den Herren sind Hornbrillen angesagt sowie lässig sitzende Sakkos zur Wuschelfrisur. Und alle haben sie gute Laune und ordentlich Schweißperlen auf der Stirn.

INTERLUDIUM I - Um herauszufinden, wer eigentlich die Vorband war, werden die Leute rechts und links im Publikum befragt, doch keiner kann Auskunft geben; kaum jemand war rechtzeitig hier.

 

Angesichts der umfangreichen Diskografie dieser schottischen Band ist es gar nicht so leicht, jedes Lied zu identifizieren. Immerhin haben Belle & Sebastian im Laufe ihrer zehnjährigen Bandgeschichte schon sieben Alben veröffentlicht. Bei Hits wie "Your Cover's Blown" springt der Funke aber sofort über, und auch auf der Bühne tanzt Sänger Stuart Murdoch ausgelassen, während seine Bandkollegen eher entspannt mitmischen. Das Programm ist abwechslungsreich - auch Gitarrist Stevie Jackson übernimmt für einen Song das Mikro, und zwischendurch gibt es sogar ein kleines Blockflötenintermezzo mit den ersten Takten von "Greensleeves".

INTERLUDIUM II - Kleines Interview auf dem Damenklo: "Sag mal, seit wann spielen die denn?" "Seit sieben!" "Oh, dann gab's gar keine Vorband?" "Doch, um 18h war ja schon Einlass. Das ist heute ein Frühkonzert." Ach, ein Frühkonzert. Auch nach Dekaden redseliger Lebenserfahrung kann man also seinem Wortschatz noch immer neue Vokabeln hinzufügen.

Schnell wieder in den Saal zurück, und da passiert es auch schon: Um zehn vor neun muss man hören, wie Belle & Sebastian den letzten Song ankündigen. Und das nach nur einem einzigen Becher Wodka-O (sonst schafft man mindestens drei pro Konzert)! "Judy And The Dream Of Horses" zieht das Publikum wieder richtig mit; die Band lässt sich danach auch nicht lang bitten und kommt für einen (tatsächlich nur einen) Zugabensong, nämlich "The State I Am In", noch mal auf die Bühne: "Such a funny thing, going off and coming on again!".

INTERLUDIUM III - Beim Rausgehen ein letzter Versuch (diesmal mit der Kassenfrau): "Entschuldigung, können Sie mir sagen, wer heute als Vorband gespielt hat?" Antwort: "Nee, tut mir leid, aber das weiß ich auch nicht."

Tja, schade, das war's. Ein Frühkonzert, kurz und gut. Aber wenn wir geduldig warten, kommen Belle & Sebastian eines Tages wieder und spielen uns richtige Disco-Songs. Haben sie versprochen, und alle haben es gehört!

FINALE - Die Info, die jetzt noch aussteht, findet sich übrigens am Tag danach im Internet: Die Vorband war tatsächlich Gravenhurst ... Da hätte man auf Eis und Kaffee lieber verzichten und pünktlich in der Großen Freiheit erscheinen sollen, denn wer Gravenhurst verpasst hat, der hat was verpasst!


 

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kilda73
© 05/2006 whiskey-soda.de
 


Kurzinfos: Belle & Sebastian

Homepage:
- Belle & Sebastian

Artikel:
- Belle & Sebastian - The Life Pursuit ohne Vorspiel

Rezensionen:
- Push Barman To Open Old Wounds
- The Life Pursuit by

Kurzinfos: Gravenhurst

Artikel:
- Gravenhurst - Tiefenrausch mit Suchtgefahr


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