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Finntroll - Live Polka mit mehr Finn als Troll

Gesättigt von Vorfreude auf ein Konzert voller Hymnen machte sich eine nicht ganz unbedeutende Schar von Trollen auf ins Berliner Halford, um den Klängen der Polka-Metaller von Finntroll zu lauschen. Zwischen kühlem Finn und herumspringdem Troll geben die Jungs dem Fan des melodischen Black Metals alles, was er so braucht. An diesem Abend allerdings gab es mehr kühlen Finn als heißen Troll.

Überraschenderweise war die Halle sehr gut gefüllt, da man eigentlich hätte meinen können, daß ein Konzert mit einem einigermaßen etablierten Headliner und zwei nicht wirklich bekannten Vorbands eine Menge von höchstens 150 Leuten ziehen würde...aber falsch gedacht. Das Halford war mit ungefähr doppelt so vielen Leuten gut gefüllt.

Leider verpaßte der Rezensent die erste Vorband The Wake aufgrund der Aufstockung des Alkoholpegels und tischfußballtechnischen Revanchegelüsten. Allerdings war die einhellige Meinung im Publikum eher banal-positiv, der typisch skandinavische Death Metal von The Wake riß wohl niemanden wirklich vom Hocker, schlecht muß er aber auch nicht gewesen sein.

Danach waren Ensiferum allerdings von einem ganz anderen Kaliber. Ensiferum paßten musiktechnisch hervorranged zu Finntroll, da auch sie eine sehr publikumswirksame Variante des Black-Death Metals spielen. Man kann das fast Happy Metal nennen, häufig rasend schnelle, hochmelodische Mitgröl-Nummern mit cleanem Gesang der Männer an den Brettern, sowie typischem Gekreische vom Frontmann. Die Gitarren jagten sich gegenseitig in Melodie und Tempo, der Drummer malträtierte seinen Doublebass mit höchster Präzision, so daß sogar der (leider wie immer im Halford) miserable Sound dem Ganzen nicht die Freude zu verderben wußte.

 

Ganz im Gegenteil, die Jungs von Ensiferum hatten unglaublich viel Spaß, versprühten Spielwitz und Leidenschaft, und es dauerte keine zwei Songs, bis das Publikum komplett auf ihrer Seite war. Danach war Party, alles klatschte, schrie und sprang, der Funke war intensivst übergesprungen. Zwischen die Songs des großartigen Debutalbums "Ensiferum" mischte die Band diverse Songs des demnächst erscheinenden zweiten Werkes. Überraschenderweise schienen die ersten Reihen jeden Song des Debuts mitsingen zu können, und so war es kein Wunder, daß auch die neuen Songs mit gleichem Enthusiasmus aufgenommen wurden. Nach einer knappen Stunde hatten die Fans das eigentlich überraschende Highlight des Abends schon hinter sich.

Nachdem Ensiferum die Menge also bereits richtig aufgeheizt hatte, waren die Voraussetzungen für Finntroll eigentlich wie geschaffen, dem Publikum den kompletten tänzerischen Garaus zu machen. Alkoholpegel, Lautstärke, Vorbereitung durch die Vorband, Atmosphäre und Vorfreude vermengt gierte die Menge nach noch mehr Spaß.

Leider konnten Finntroll den Level allerhöchstens halten, auf gar keinen Fall allerdings verbessern. Der Sound war auch bei Finntroll reichlich bescheiden, den Sänger verstand man häufig so gut wie überhaupt nicht, das Keyboard wankte zwischen dominant und unhörbar hin-und her. Natürlich hatten die spaßigen Nordmänner alles im Programm, was polkatechnisch auf ihren Alben vorhanden ist, von "Slaget vid blodsälv" über "Rivfader" von den alten Scheiben, bis zum kompleten neuen Album, von dem besonders das genial kurze Freudenhaus "Ursvamp" sowie "Trollhammaren" hervorstachen, da bei diesen beiden Songs der Sänger vom reinen Gegrunze ins schunkelnde Gegröle überdriftete, was dem ganzen sehr gut zu Gesicht stand.

Allerdings war das Stageacting der Band so dermaßen hölzern, daß von der Bühne überhaupt nichts herüberkam. Man hatte das Gefühl, Finntroll würden ihr Programm herunterspielen, ohne wirklich richtig viel Spaß zu haben. Eigentlich war das Stageacting nicht einmal hölzern, sondern gar nicht vorhanden.
Bei der Mitgröl-Mitspring-Musik aus den nordischen Wäldern könnte man meinen, daß die Band mit Tonkrügen, Met, Helmen mit Hörner und Fellmontur auf die Bühne kommen, richtig Show machen, und selber herumspringen wie die Teufel. Leider war dem halt nicht so, so daß Finntroll live auch nur noch eine von vielen Black Metal Bands mit guten Keyboards war. Musikalisch ist Finntroll ja über jeden Zweifel erhaben, an ihrer Bühnenshow müssen die Jungs aber dringend feilen.

Nicht, daß das Publikum keinen Spaß hatte, aber da die Band seltsam reserviert war, konnte die Musik eben nicht den letzten Grad an Energie im Publikum freisetzen. Dadurch wirkte der Auftritt insbesondere im Vergleich zu Ensiferum seltsam blutleer und wenig enthusiastisch. Nach 80 Minuten inklusive Zugabe war Schluß. Die meisten der Anwesenden wankten danach bierselig nach Hause, aber einigen dürfte ein schaler Geschmack im Mund geblieben sein, der nicht nur vom Bier gekommen sein dürfte.

Desweiteren wäre es eigentlich auch in diesem Bereich möglich, einige der ausgefallen Instrumente nicht ausschließlich vom Keyboard kopieren zu lassen. Subway To Sally haben schließlich auch echte Dudelsäcke und echte Flöten auf der Bühne. Wie wäre es denn, wenn Finntroll mal mit echten Geigen und vor allen Dingen einem echten Akkordeon auf der Bühne stehen würden? Es gäbe dann noch viel mehr zu gucken, das Polkafeeling wäre noch größer, und sowohl Publikum als auch Band könnten noch viel mehr Blödsinn verzapfen. Vielleicht ja beim nächsten Mal.

Solange sollte man sich an der überragenden Scheibe "Nattfödd" freuen. Die Tatsache, daß Finntroll nach all den Schicksalsschlägen überhaupt noch da sind, ist ihnen so dermaßen hoch anzurechnen, daß sich harsche Kritik ohnehin von selbst verbietet. Fazit: Toller Live- Black Metal, ohne allerdings die ganz intensiven Humppa-Melodien, die man auf Platte so schätzt.


 

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The Wendigo
© 04/2004 whiskey-soda.de
 


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