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The Futureheads - Led Zeppelin ohne Gitarren-Soli?

Der Ort ist einer dieser postmodernen Hotelbauten, wie man sie in Berlin dutzendweise findet, ein kühler Klotz, in dessen Innerem ich mit den vier Futureheads in einem komplett verglasten Aufzug stehe und nach oben fahre. Die Türe öffnet sich und gibt den Blick auf einen Korridor frei, der mit seinen blinkenden Lichtern mehr nach dem Gang eines Raumschiffes aussieht, als nach einem Hotel und ich kann mir es nicht verkneifen, den neben mir laufenden Sänger und Gitarristen Barry zu fragen, wann er zuletzt Stanley Kubricks "2001- A Space Oddissey" gesehen hat, er lacht: "Du solltest erstmal unsere Duschkabine sehen, Star Trek ist nichts dagegen!". Kaum im Zimmer zerrt er mich in ein absurdes Gerät, welches durchaus auch eine neue Generation von Mikrowellenherd sein könnte, Gitarrist Ross gesellt sich zu uns und ist ebenfalls begeistert: "Das Ding sieht doch aus, wie der Orgasmatron in diesem alten Woody Allen-Film, wer weiss, wozu das fähig ist!"

Das neue, gediegenere Umfeld scheint den Futurheads sichtlich zuzusagen, was sich auf dem neuen Album "Signs And Tributes" leider nicht unbedingt positiv niedergeschlagen hat. Ein Umstand, den ich auf jeden Fall thematisiert hätte, wenn ich vor unserem Gespräch Gelegenheit gehabt hätte, es zu hören. Leider wird die Politik gewisser Labels zunehmend rigider, als Onliner hat man einen noch schwereren Stand und so kommt alles zusammen. Aber dafür kann die Band nichts - diese agiert in bester Absicht, wie ihr Euch gleich selbst überzeugen könnt, nur wenn Kate Bush am Telefon ist, gehen sie nicht ran!

Als ich The Futureheads das letzte Mal sah, war das in Roskilde 2005 und die Band schien sichtlich überrascht, dass das Publikum alle Songs kennt - Barry:"Das hat uns wirklich schockiert, weil wir mit sowas niemals gerechnet haben, zumindest nicht an einem Ort, an dem wir noch nie waren. Wir haben in England ziemlich gekämpft, um die Leute von unserer Musik und dem Debut zu überzeugen, das war 'ne Menge Arbeit und dann fährst Du auf eine Wiese in ..." Gerät ins Stocken "Ähhh ... Norwegen?" Nein, Dänemark! "Also, ans Ende der Welt und die Menschen kennen plötzlich deine Songs und singen mit. Das hätten wir nie erwartet!" Und mit einem Lachen fügt er an:"Wir sind ziemlich pessimistische Typen! Aber es ist schön zu sehen, dass gewisse Musik sich auch ohne Hype ausbreitet." Naja ... ein Hype setzt die Anwesenheit des Künstlers voraus, The Futureheads dagegen wurden jedoch das erste und letzte Mal im Dezember 2004 auf deutschen Bühnen gesichtet, selbst als die CD im Juli 2005 mit knapp einem Jahr Verspätung erschien, bemühten sie sich nicht nach Berlin, Hamburg oder Köln. Wieso haben sie eigentlich nichts getan, um ihr erstes Album bei uns ordentlich zu promoten? "Wir haben einfach eine Menge Zeit in Amerika verbracht, rückblickend wahrscheinlich sogar ein bisschen zu viel, als wir zurück waren tourten wir ausgiebig durch England und schon war das Jahr um. Wir haben leider keinen Einfluss darauf, wo wir als nächstes auftreten, seltsamerweise scheinen das eine Menge Leute zu denken, so nach dem Motto: 'Aaaah'," Er lehnt sich zurück und verstellt die Stimme und muss selber über die Vorstellung lachen "Also heute möchten wir gerne in Paris spielen, dann für zwei Gigs nach Neuseeland und im Anschluss vielleicht noch eine Prise Rom!' Wäre ja schön, wenn es tatsächlich so abliefe, aber es gibt eben Menschen, die Touren organisieren und manchmal liegen die leider zeitlich nicht ganz im Einklang mit den Veröffentlichungsterminen der einzelnen Länder. Aber wir holen das nach, 2006 werden wir auf jeden Fall mehr Zeit in Europa verbringen, da macht das Touren auch viel mehr Spaß als in Amerika, die Länder sind so nah beieinander und trotzdem so unterschiedlich, was einfach befriedigender ist, als ständig ewige Distanzen zurückzulegen und trotzdem immer noch im selben Land zu sein. Aber wie gesagt: Wir sind ja noch jung und holen das nach!" Auffällig an The Futureheads ist, dass die Cover all ihrer Singles und des ersten Albums allesamt ausgeschnittene Photos zeigen und so eine Einheit bilden, werden sie daran festhalten?"Das neue Artwork wird weniger graphisch ausfallen, dafür aber verspielter, wir wollten uns nicht wiederholen, sondern die Dinge ein wenig vermischen. Das Komplizierte an Covern ist, dass sie zwar das letzte Bausteinchen bei der Produktion eines Albums sind, gleichzeitig aber das Erste, was der Hörer davon sieht und es ist immer schwer, ein Motiv zu finden, welches ansprechend ist und gleichzeitig den Inhalt widerspiegelt. Die Musik auf unserem neuen Album ist ziemlich mühelos entstanden, schwierig wurde es erst danach, da musst Du Dir nämlich überlegen, wie Du sie verpacken möchtest, wie Du sie live präsentierst und was Du als Single auskoppelst!"

 

Es gab Gerüchte, dass die Band bei den Aufnahmen von "Signs And Tributes" im Studio viel Fleetwood Mac gehört hat? Barry lacht:"Auch wenn es nicht gerade hip sein mag, das öffentlich zuzugeben, ich steh dazu: 'Rumours' ist ein fantastisches Album, die Produktion ist unglaublich, alles klingt klar wie Kristall und genau darum ging es uns; eine Platte zu machen, die mehr Raum hat und die entwickelter klingt als unser Debut, wo wir einfach die Gitarren einstöpselten und loslegten, lediglich 'Danger Of The Water' sticht mit seinem sparsamen Arrangement heraus!" Dann klingt das neue Album wie dieses Stück? Barry denkt kurz nach:"Lass es mich so formulieren, es gibt neuerdings mehr Nummern, die diese Weite ausstrahlen, wobei andere Stücke intensiver sind, als alles, was auf dem Ersten darauf ist. Wir wollten einfach ein echtes Album machen und nicht nur eine Ansammlung von Songs, was leider das generelle Problem bei Debuts ist, Du schreibst ein Lied nach dem anderen und bist Dir überhaupt nicht darüber im klaren, dass Du gerade an Deiner ersten LP arbeitest. Irgendwann hast Du dann genug Material zusammen, nimmst es auf und es wird veröffentlicht. Dieses Mal war uns jedoch von Anfang an klar, dass das, woran wir gerade arbeiten, eines Tages von Fremden als Gesamtwerk angehört wird und deshalb gingen wir auf eine ganz andere Art und Weise an die Aufnahmen heran, achteten mehr auf das Klangbild und die Instrumentierung. Bevor wir ein Stück aufnahmen, hatten wir ganz genau darüber nachgedacht, wie wir es spielen und arrangieren, das alles stand bereits vorher fest, während wir früher einfach aufnahmen, die Rohmixe anhörten und dann begannen, Dinge zu verändern. Diese neue Arbeitsweise ist sehr inspirierend, Du merkst sofort, ob ein Song gut ist, anstatt ihn immer und immer wieder neu aufzunehmen. Und schneller bist Du auch, denn wir haben das gesamte Werk in fünf Wochen fertig gehabt, fünf entspannte Wochen übrigens, während es beim ersten Mal ewig dauerte, weil wir während der Aufnahme immer wieder Konzerttermine hatten." Könnte man also sagen, dass sich "News And Tributes" zum Erstling in etwa so verhält wie die zweite Wire-LP "Chairs Missing" zu deren Debut "Pink Flag"? Jetzt grinst Barry, gitarrenorientierte britische Musik der Siebziger Jahre kennt der Mann natürlich aus dem FF und setzt sogar noch einen drauf: "Hey! Das ist eine sehr gute Analogie, wobei wir natürlich keinen Post-Punk spielen. Unser erstes Album ist einfach mehr eine Rock-Platte, die Neue klingt dagegen wie Led Zeppelin ohne die Gitarren-Soli, ein Song wie 'Return Of The Berserker' hat sogar etwas wikingerhaftes!"

The Futureheads - Led Zeppelin ohne Gitarren-Soli? Seiten 1 2

 

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