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Dass das neue Album "Out Of The Angeles" seinen im Alleingang eingespielten Vorgänger zum Demo degradiert, möchte er allerdings nicht uneingeschränkt gelten lassen: "Also ich glaube nicht, dass es wie eine Demo im eigentlichen Sinn dieses Wortes klingt, es ist schon wirklich gut aufgenommen, gleichzeitig ist das, was Du hörst eben keine 'echte' Band, sondern mehr eine Art Demo für das, was noch kommen wird. Ich hab es damals alleine in einem kleinen Studio in Nottingham mit Dan aufgenommen, der mittlerweile fest als Gitarrist eingestiegen ist und bin auf jeden Fall immer noch sehr stolz darauf, die Aufnahmen haben nicht besonders viel Geld gekostet, da ich alles alleine gespielt hatte, aber wenn Du es mit dem neuen Album vergleichst sind die Strukturen, die Songs und die Art und Weise wie sich die Stücke entfalten mittlerweile einfach viel entwickelter, von daher könnte man 'Out Of The Angeles' vielleicht wirklich als unser erstes 'richtiges' Album betrachten. Beim ersten Mal war ich 18, jetzt bin ich eben 21 und diese paar Jahre machen schon einen Unterschied!" Bei letzterem Satz muss Michael selbst lachen, angesichts der Tatsache, dass er trotz allem immer noch sehr jung ist. Hat der Einsatz einer kompletten Band einen gravierenden Einfluss auf den Kompositionsprozess gehabt? "Naja ... ich schreibe immer noch sehr viel, allerdings kann ich mir die Schlagzeugpassagen und die zusätzlichen Gitarreneinschübe mittlerweile sparen, die erarbeiten wir gemeinsam. Ein paar der neuen Stücke haben wir sogar als Band zusammen im Studio oder im Proberaum verfasst, aber der Großteil entstand genau so wie früher, indem ich mich zu Hause oder bei einem Freund mit der akustischen Gitarre hinsetze. Wobei es auf keinen Fall so abläuft, dass ich mir vorher fest vornehme jetzt fünf Songs oder so zu schreiben, es passiert einfach, ich nehme mir Zeit und versuche nichts zu erzwingen. Und das ist genau derselbe Prozeß wie beim ersten Album!"
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Das Album wurde überraschenderweise nicht in England, sondern in Island aufgenommen und das nicht ohne Grund: "Es ging uns um ein Studio, welches einerseits ein gutes Mischpult und einen guten Live.Sound bietet, andererseits aber auch weit genug von der Musikindustrie und von den Vertretern des Plattenlabels entfernt ist, so dass wir wirklich ganz alleine waren und exakt das tun konnten, was wir wollten. Außerdem war uns diese gewisse magische Atmosphäre wichtig, denn Island strahlt ein enormes Gefühl aus und das wiederum hat die Platte stark beeinflusst, es war so etwas wie das letzte Steinchen im Mosaik, wir befanden uns irgendwo im Nirgendwo und konnten während der ganzen Produktion die Nordlichter sehen. Das war sehr schön, hätten wir dagegen in einem professionellen Studio in London aufgenommen, wäre das eher deprimierend ausgefallen!" Trotz dieser träumerischen Atmosphäre drücken die rockigen Songs den Hörer dieses Mal wirklich an die Wand: "Yeah! Es ging mir bzw. uns natürlich schon darum aufregende Musik zu machen. Es gibt zwar ruhige Passagen, aber ich mochte den schweren Rockstoff schon immer sehr gerne und das kann man nun eben hören!"
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