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Die Band Sunnshine gründete sich 1994. In den zehn Jahren ihres Bestehens gaben sich sogar ehemalige Mitglieder von Bands wie Buzz-Oven und Alabama Thunderpussy die Probenraumklinke in die Hand um fortan bei Sunnshine ihre musikalische Erfüllung zu finden. Nach mehreren aufgenommenen und veröffentlichten EPs, etlichen Touren quer über den nordamerikanischen Kontinent unter anderem mit den Labelkollegen Throttlerod, einem für Undergroundverhältnisse großen Fanpublikum und jahrelangen, Kräftezehrenden Anstrengungen den Durchbruch auch bei einem breiteren Publikum zu schaffen, entschlossen sich die fünf Mitglieder Joe Deleon (Gesang), Jeff Srsic (Gitarre), Josh Kayer (Bass), Chris Mcphereson (Gitarre), Kevin White (Schlagzeug) im Jahr 2002 die Band Sunnshine an den Nagel zu hängen.
Posthum sozusagen, veröffentlichte man dann auf Anregung von Jochen Böllath, Chef des deutschen Labels Daredevil Records sowie unter der Flagge des Labels Swellcreek Records "No More Forever" das Meisterstück und gleichzeitig Abschiedsgruß der US Band Sunnshine ist. Das Interview mit dem Sunnshine-Gitarristen Jeff Srsic gibt Aufschluss über die Vergangenheit Sunnshines, die Gründe die zur Trennung führten und das Leben nach Sunnshine.
Die Trennung verlief nicht einvernehmlich und noch weniger harmonisch aber dennoch hält jedes Ende auch die Möglichkeit eines Neubeginns bereit: "Josh und ich haben immer noch Kontakt zueinander, wir reden jeden Tag miteinander, nicht zu letzt, da wir gemeinsam in einer neuen Band spielen. Mit unseren früheren Weggefährten von der Band Throttlerod wird mich immer eine enge Freundschaft verbinden."
Ein ähnliches Schicksal in punkto Besetzungskarussell teilt auch die ebenfalls mit freundschaftlichen Gefühlen verbundene Band Alabama Thunderpussy, deren Gründungsmitglied und Sänger Johnny Throckmorton, nach seinem Weggang von Alabama Thunderpussy für kurze Zeit beim Sunnshine-Nachfolger Last Crash mitwirkte. "Er ist eine unglaubliche Persönlichkeit und ebenfalls ein enger Freund von uns. Zurzeit nimmt er seine Solosachen auf und spielt ab und an Unplugged-Konzerte mit Robbie von der Band Ann Beretta."
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Zu Last Crash schien Throckmorton jedenfalls keine tiefere Beziehung entwickeln zu können, dauerte sein Gastspiel dort doch nicht allzu lange. Dies kann aber auch an der sehr eingängigen und melodischen Seite des Sunnshine-Nachfolgers liegen, zu deren Sound, Throckmortons raubeinige Stimme schwerlich vorstellbar ist. "Last Crash ist in jeder Hinsicht anders als Sunnshine. Deshalb sind alle Vergleiche mit unserer alten Band auf musikalischer Ebene zum Scheitern verurteilt und jeder Sunnshine-Fan, der in Last Crash Sunnshine-Elemente sucht, wäre schwer enttäuscht. Wir alle wollten was komplett anderes machen als in unseren vorherigen Bands. Wir haben eine Sängerin, die richtig singen kann und wir schreiben Songs die Du vermutlich im Radio hören könntest."
Aber zurück zu Sunnshine: versucht man Informationen über diese legendäre Band zu finden, gestaltet sich das schwieriger als einer Nadel im Heuhaufen beizukommen. "Ich denke der beste Ort um sich heutzutage über eine Band zu informieren ist das Internet." Es gibt zwar keine Sunnshine-Homepage aber "wir haben eine kleine Seite auf MySpace.com. Dort gibt es Infos und Songs. Wenn jemand noch nicht mit Myspace.com vertraut ist - das ist ein großartiger Platz um neue Bands und Menschen mit gleichen Interessen kennen zulernen und sich mit ihnen kurzzuschließen."
Die derzeitige Modeerscheinung und über alle Maßen gelobte myspace.com kann jedoch nicht über zwei wichtige Komponenten der Musik hinwegtäuschen - Qualitiät und Eigenständigkeit. Was würdest Du heutzutage also einer jungen und ambitionierten Band empfehlen um ihre musikalische Karriere richtig zu starten? "Große Musik zu schreiben und viel zu touren! Das war für uns immer ein Problem, da wir nie in der glücklichen Lage waren soviel zu touren wie für die Musik notwendig gewesen wäre. Du musst Deine Musik raus zu den Leuten bringen, Dich mit ihnen verbinden. Das Internet ist eine Möglichkeit um auf Deine Musik aufmerksam zu machen und sie an den Mann zu bringen." Selbst nach dieser Reflektion und unter Würdigung der heutzutage einsetzbaren Medien für Promotionzwecke, schaut Jeff nicht argwöhnig zurück. "Ich glaube nicht, dass irgendjemand von uns die letzten zehn Jahre bereut oder irgendeiner Sache nachtrauert. Wir haben unser bestes gegeben und es sollte eben einfach nicht sein. Warum auch sollte man seine Zeit damit verschwenden die Vergangenheit zu betrauern, wenn man gute Energie in die Zukunft stecken kann?"
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Dennoch hoffen viele Eurer Fans auf eine mögliche Reunion, wie realistisch sind die Chancen und wie kam es eigentlich zur Auflösung von Sunnshine? "Na ja, wir hatten Probleme mit einigen Bandmitgliedern, die nicht mehr zu den Bandproben erschienen. Ich glaube nach all den anstrengenden Jahren setzte bei einigen von uns das Burn-Out-Syndrom ein. Dazu kam, dass Kevin, der zu dieser Zeit sowohl bei Sunnshine als auch bei Throttlerod Schlagzeug spielte, die Band verließ, da er feststellte, dass wir nichts mehr unternahmen um einen Schritt vorwärts zu kommen. Wir besorgten uns also einen neuen Schlagzeuger und fingen wieder mit regelmäßigen Proben an, zu dieser Zeit tauchte unser Sänger Joe dann nicht mehr bei den Proben auf, aus welchen Gründen auch immer und so verließ Chris (2. Gitarre) die Band. Also waren nur noch Josh und ich in der Band und entschlossen uns kurzerhand es ganz sein zu lassen. Wir gründeten stattdessen eine neue Band innerhalb kürzester Zeit stieg Johnny von Alabama Thunderpussy ein. Es war also kein abruptes Ende, sondern eher eine schleichende Auflösung. Eine Reunion sehe ich in absehbarer Zukunft nicht. Ich würde niemals nie sagen - aber ich kann garantieren, dass dies nicht in naher Zukunft sein wird."
"Danke für das Interview und vielen Dank an Daredevil Records und Sweelcreek dafür, dass sie das Material einer Band veröffentlicht haben, die nicht mehr existierte. Das ist, insbesondere heutzutage, ein großes Risiko und ich hoffe sie wissen wie sehr wir das zu schätzen wissen."
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