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"Letztes Jahr waren wir froh, wenn 200 Leute zu unseren Shows kamen. Auf unserer Tour durch England waren dann abends meistens zwischen 500 und 1400 Leuten da. Es ist also schon mehr geworden. Aber diese gigantischen Stadien - das ist ein echter Schock!" Als Vorband eines so berühmten Künstlers hat man natürlich nicht gerade einen leichten Stand. Jason ist sich bewusst, dass "diese Leute da sind, um Robbie zu sehen. Unser Job ist es also das Publikum sozusagen aufzuwärmen." Dennoch verkennt er nicht die unglaubliche Werbewirkung dieses Jobs. Von 50.000 Robbie-Fans lässt sich sicher der ein oder andere zu mitreißenden Songs von Orson bekehren, zumal zwischen Williams und Orsons Powerpop auch keine unüberwindbare Kluft liegt.
Trotz des unglaublichen Erfolgs wirkt Jason keineswegs überheblich oder genervt. Man kann ihn sich als typisch-kalifornischen Sunnyboy vorstellen, der einfach großen Spaß daran hat, der Welt seine kleine Band zu präsentieren. Wir sprechen über die Anfänge der Band. Jason zeigt sich nicht allzu begeistert von diesem Thema, was daran liegen mag, dass er dieses Kapitel der Bandgeschichte in den letzten Tagen - ja, wahrscheinlich sogar den letzten Stunden - unzähligen Journalisten aus aller Welt dargelegt hat. "Ich schaltete eine Anzeige in einem Musikmagazin, in der ich einen Sänger suchte und lernte so George kennen, unseren heutigen Gitarristen. Das war vor ungefähr acht Jahren." Seitdem schreibt das Duo zusammen Songs und teilt die gleichen musikalischen Ideen und Vorstellungen. Die eigentliche Bandgeschichte Orsons beginnt jedoch im Jahr 2001. Jason und George entdeckten die Band American Pearl und ganz besonders deren Rhythmusgruppe für sich, laut Jason "die beste der ganzen Welt". Man traf und verstand sich und als American Pearl schließlich auseinander brach, nahmen Pläne einer gemeinsamen musikalischen Zukunft Gestalt an. Nach ein paar gemeinsamen Proben stand es fest: Kevin, Johnny und Chris stießen zu dem Duo aus Jason und George. Orson war geboren.
Doch wie entsteht diese unglaublich positive und mitreißende Musik? Orson haben sich in Hollywood gefunden und genauso klingt "Bright Idea" auch. Sonnig, warm und fröhlich. Reiner Zufall, oder macht man in sonniger Umgebung tatsächlich auch "sonnige" Musik? "Ganz sicher kein Zufall", stellt Jason fest. "Ich denke, dass Menschen, die in einem so warmen Klima aufwachsen und zudem umgeben sind von der Filmindustrie wie wir definitiv andere Musik machen, als zum Beispiel Menschen aus Seattle, wo es in einer Tour regnet. Kein Wunder, dass da der Grunge herkam!" Ein weiterer Faktor ist der Einfluss anderer Bands aus Kalifornien, "einige unserer Lieblingsbands", wie Jason betont. Dazu zählt er unter anderem Van Halen, Guns n'Roses oder die Red Hot Chili Peppers. "Diese Bands verbindet eine gewisse 'sonnige' Grundeinstellung".
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Was sein Songwriting betrifft, sieht sich Jason jedoch besonders von Elvis Costello beeinflusst. "Ich bin sehr beeindruckt von seiner Fähigkeit aus alltäglichen Geschichten grandiose Songs zu machen. Besonders, wenn er zum Beispiel aus einer sehr traurigen Geschichte einen fröhliche Song entwirft oder andersherum." Konkret auf das Album "Bright Idea" bezogen kann Jason jedoch keinen besonderen Einfluss nennen. "Wenn wir nur kopieren würden, was wir irgendwo aufschnappen, wären das nicht wir selber. Selbstverständlich wurden und werden wir durch einige der bereits genannten Bands und vielen mehr stark beeinflusst, aber dennoch war uns für 'Bright Idea' das Songwriting und unsere Freude an der Musik um einiges wichtiger."
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