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Roskilde 2006 - Festival der Legenden

Mit roten Wangen und frechem Grinsen im Gesicht steht ein dänisches Pärchen am Eingang zum Gelände des größten Festivals Nordeuropas. Eine Umarmung für Jeden. Bei rund 100.000 Festivalgängern, die in der Zeit vom 29. Juni - 02. Juli 2006 durch diesen Eingang stürmten, dürfte dieses Willkommens-Ritual bald seinen Reiz verloren haben.

Rote Wangen waren dieses Jahr kein Einzelfall. Das mag verschiedene Ursachen gehabt haben. Eine davon war sicher die etwas chaotische Organisation. So standen die schwer beladenen Festivalgänger eine Stunde am Bahnhof von Roskilde in einem hilflos überfülltem Zug, um 10 Minuten zum Festivalgelände gefahren zu werden. Fünf Tage vor Beginn eingetroffen hatten sich die eingesessenen Roskilde-Veteranen bereits die besten Zeltplätze gesichert. Ein Flaggenmeer über den Zeltdächern, Roskilde-T-Shirts aller Generationen und Bändchensammlungen an den Handgelenken, markieren die geübten Festivalgänger. Partyzelte halten die Leute seit Tagen bei Laune. Sichtlich erfolgreich, denn trotz umgerechnet 5,- Euro pro Bier und eisiger Kälte, in der nie wirklich dunkel werdenden Nacht, war die Stimmung umwerfend.

Eine gelungene, musikalische Entjungferung des Festivals lieferten die Editors am Donnerstag Nachmittag und ließen die partyfreudigen Fans nach einer Stunde zu der Metalfraktion Bullet For My Valentine ziehen. Nach dem Metal-Rausch verließen nur die Wenigsten den, per Ampel geregelten Bereich vor der Bühne, da sich der erste Höhepunkt des Festivals anbahnte: Guns n' Roses. Diese treuen Fans mussten jedoch statt den kalkulierten zwei, geschlagene drei Stunden warten.

 

55 Minuten um genau zu sein. Was die buhende Masse zu dem Zeitpunkt nicht wusste war, dass selbst wenn er gewollt hätte, wäre Axel Rose nicht früher erschienen. Die Nacht zuvor hatte der Guns n' Roses-Frontmann in einer schwedischen Ausnüchterungszelle verbracht, nachdem er in einem Hotel randaliert und einen Wachmann gebissen hatte. Roskilde bekam davon nichts mit und selbst das letzte Buhen verstummte spätestens bei Klassikern wie "Welcome To The Jungle", "Paradise City" oder "Knockin' On Heaven's Door".
Der 44 Jährige und seine Band servierten eine fantastische Best-of-Show und begeisterten mit ihrem Mix aus Axel-Hüftschwung und langen Gitarrensoli, selbst die letzte Reihe. Fazit: Guns n' Roses muss man gesehen haben.

Die Nacht wurde kalt und umso mehr Menschen drängten sich in die Verstaubten Partyzelte um dem nächsten Tag entgegenzufeiern. Freitag konnte man ausschlafen, denn die ersten nennenswerten Künstler des Tages fand man erst ab 17 Uhr im Programmheft: Kaiserz Orchestra, gefolgt von Morrissey, JR Ewing und Rufus Wainwright. Jeden Künstler konnte man nicht wahrnehmen, denn Bob Dylan bahnte sich erst um halb Zehn Uhr Abends an. Wie es sich später herausstellte, war dieser Gedanke ein Fehler denn, wenn man es nicht in die vorderen Reihen geschafft hatte, hätte man ebenso gut eine Live-CD von Bob Dylan anhören können. Zur Enttäuschung der Massen versteckte sich das Idol der heutigen Musikszene hinter einem Videoverbot und seinem Hut. So bekam der Zuschauer hinten nur eine Fernaufnahme der Bühne auf die Bildschirme übertragen.

Der Sieg Deutschlands am nächsten Tag, bei der Fußballweltmeisterschaft gegen Argentinien wurde genau wie alle anderen Spiele vor Ort übertragen und gebührend von den deutschen Patrioten bei Wir sind Helden gefeiert. Wer vor hatte im Anschluss zu The Streets zu gehen, hatte schlechte Karten, denn das kleine Arena-Zelt war hoffnungslos überfüllt. Vor Einblicken geschützt mussten viele enttäuscht zuhören oder aufgeben. Ein pompöses Highlight fand schließlich um ein Uhr morgens statt, als die Damen und Herren der New Yorker Scissor Sisters die Massen in eine einmalige Lichtshow tauchten und einen Hauch von Musical verbreiteten.

Einen roten Schimmer im Gesicht bekamen am Folgetag auch die Fans der Beliner Lokalpatrioten Seeed. Die Elf Mann stürmten die Arena-Bühne und heizten den Fans mit englischen Versionen ihrer neuen und alten Songs ein.
Nachmittags wurde aus dem Schimmer ein Sonnenbrand, verursacht durch die brennende Sonne über den Deftones-Fans. Das Wetter und die Musik regten die Endorphinproduktion an. Ohne dieses Glückshormon wären später am Tag mehr Fans verärgert gewesen. Tool versteckten sich bei düsterem Licht auf der Bühne vor Nahaufnahmen. Sänger Maynard James Keenan agierte ausschließlich im Hintergrund. Tool soll man wohl besser hören, anstatt sehen. Eine willkommene Sitzpause für schmerzende Füße.


Wer nicht genug von seinem Schmerz bekam, ging um zwei Uhr Nachts zu HIM in die Arena. Ein düster-romantisches Bühnendesign aus Kronleuchtern und Nebelschwaden versetze die müden Zuschauer in die nötige Heartagram-Stimmung. Ein schönes Konzert wäre es gewesen, hätte Ville Vallo nicht 20 Minuten lang versucht die müde Masse "Black Sabbath" im Kreis schreien zu lassen. Als er merkte, dass keiner so recht mitmachen wollte und auf seine Frage "Seit ihr Led Zeppelin-Fans oder was!?" viele Zuschauer entschieden mit "Ja" antworteten, schleuderte er sein Mikrofon in die Ecke und beendete das Konzert abrupt. Dem verdutzten Publikum blieb nur noch der Weg zurück in ihr Zelt.

Als ein deutlicher organisatorischer Nachteil, stellte sich die Verteilung der Künstler des gleichen Genres im Programm heraus. Nicht selten musste man sich zähneknirschend zwischen seinen Lieblingskünstlern entscheiden, die zugleich auf verschiedenen Bühnen spielten. Am schlimmsten war dieser Zustand am letzten Tag des Festivals. Freunde der schnellen Offbeats zog es zunächst zu den kanadischen Mad Caddies. Später wurden sie jedoch von dem bekanntesten Marley-Sohn Damian JR. Gong Marley versetzt. Alternative Ströme gab es zunächst sehr stark aus Richtung der Arctic Monkeys, die ein wenig verkatert schienen und eher zu einer späteren Zeit hätten spielen sollen.
Die Orange Bühne lud kurz danach zu den The Strokes ein, die wesentlich beweglicher einen unglaublichen Charme versprühten. Placebo Fans bekamen davon jedoch nichts mit, denn sie standen seit Stunden vor der Ampel der Arena um etwas sehen zu k�nnen. Franz Ferdinand lösten währenddessen The Strokes ab und freuten sich sichtlich, über die zu Herzchen zusammengehaltenen Hände der ersten Reihen. Wasserschlachten, mit den in Massen verteilten Bechern, hielten den Kreislauf der Fans auf Touren und so zog man an den müden Placebo-Fans vorbei zu der staubigen Arena-Bühne, wo die Kaiser Chiefs trotz technischer Probleme zum Tanz aufforderten.

Im Anschluss kam der erschöpfte Festivalbesucher im krönenden Finale des Festivals an. Pink Floyd Gründer Roger Waters performte "The Dark Side Of The Moon" fast drei Stunden lang mit allen Hits der Pink Floyd Ära und entlies feierlich 100.000 rote Wangen bis zum nächsten Jahr in Roskilde, wenn wieder Legenden der Musikkultur auf uns warten.


 

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© 08/2006 whiskey-soda.de
 


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