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Ben Kweller - Der City-Folk will zurück auf's Land

Irgendwie sehnt sich doch jeder nach großartigen Leistungen, möchte sich - wenn schon für einen selbst die Spitzen von Sport, Musik oder Wissenschaft unerreichbar sind - faszinieren lassen von Menschen mit außergewöhnlichen Fähigkeiten. So wundert es nicht, dass der texanische Singer/Songwriter mit Wohnsitz in Brooklyn, New York City Ben Kweller von den Medien gerne als Wunderkind dargestellt wird.


Bereits mit sieben Jahren lernte er von seinem Vater das Schlagzeugspielen, mit Neun schrieb er die ersten eigenen Songs auf dem Klavier und mit Elf bekam er seine erster Gitarre. Da wundert es nicht, dass Ben Kweller bereits als Teenager mehrere Bands am Start hatte und mit "Radish" sogar einen Major Deal bekam. Er verließ mit 15 Jahren die Highschool, um sein Leben voll und ganz dem Rock'n'Roll zu widmen. Aber macht ihn diese Biographie gleich zum Wunderkind a la Mozart oder hat er einfach nur verdammt früh mit der Musik angefangen, was den späteren Lebensweg vorbestimmt hat? whiskey-soda.de (namentlich Kollege Oliver alias Uraniumstaub und ich) trafen den frisch gebackenen Vater im Rahmen einer Promo-Tour im Berliner Hauptquartier von Red Ink/Sony und plauderten mit ihm über Rauchen, New York, den Nachwuchs, natürlich über das neue Album, Anti-Folk und einiges mehr.

Ben Kweller (entschuldigt sich für's Rauchen, Oliver hält den Aschenbecher und schnorrt eine Zigarette von Ben): Eigentlich hatte ich mit dem Rauchen ja schon aufgehört. Touren durch Frankreich und Deutschland sind ungesund. Das Essen ist zu gut und die ganze Zeit ist man am Rauchen und Trinken. Ein gutes Leben.

WS: Wie ist es denn, in Deutschland auf die Bühne zu gehen? Alle sind am Rauchen. Siehst du da überhaupt was?

BK: Es ist wie eine permanente Nebelmaschine. Es erinnert mich an die alten Zeiten in Amerika... verrauchte Bars. Mittlerweile bevorzuge ich das Rauchverbot in Amerika, weil die Kleidung hinterher nicht so stinkt.

WS: Und wie ist es mit Rauchen auf der Bühne? Oder ist das auch verboten?

BK: Wer möchte kann auf der Bühne rauchen. Es hängt davon ab, wie sehr man ein Rock-Star sein möchte. Ich hab es definitiv schon gemacht, The Strokes machen es, die Kings Of Leon... aber es ist nicht nett, weil da eine Menge Kids sind, die auch dringend eine Zigarette wollen.

WS: Als ich The Libertines in New York gesehen habe, hatte ich schon den Eindruck, dass es schwer war die Leute in Stimmung zu bringen. Es ist kühl wegen der Klimaanlage, es ist rauchfrei...

BK: ... es ist anti-climactic. Es ist definitive nicht das CBGBs von 1997. Diese Zeiten sind vorbei.

WS: Europäer fühlen sich wie im Museum bei Konzerten in den Staaten.

BK: Kann ich mir vorstellen, aber ich denke ihr werdet euch daran gewöhnen.

Nachdem wir den Jim Jarmusch-Teil des Interviews gleich zu beginn abgehakt hatten, kamen wir auf das Thema Land versus Großstadt und die Musik zu sprechen.

BK: Ich bin fast ausschließlich in Großstädten und nur selten auf dem Land. Ich lebe immer noch in New York, würde aber gerne auf's Land ziehen. Ich habe das viel zu selten.

WS: Vielleicht Vermont oder Connecticut?

BK: Ja, Connecticut. Da kommt meine Frau her (er ist seit 2003 mit seiner langjährigen Freundin Lizzy verheiratet). Wir lebten dort eine Weile und ich habe dort ein paar gute Songs geschrieben. Dann zogen wir nach New York und am Anfang war ich von der Stadt wirklich inspiriert. Ich schrieb dort "Sha Sha" und mein erstes Album (noch ohne Plattenvertrag) "Freak out... It's Ben Kweller". Die Platten hatten ein wirkliches New York-Feeling und selbst "On My Way" mit Songs wie "My Appartment" hatte eine Menge New York-Referenzen. Aber jetzt habe ich dort schon so lange gelebt, dass es sich ein bisschen abgenutzt hat.

WS: Du wohnst aber noch in Brooklyn, oder? Die Gegend ist ja gerade wieder ziemlich angesagt mit Bands wie We Are Scientists oder Radio 4.

BK: Da ich ziemlich viele Konzerte spiele, habe ich kaum die Möglichkeit selbst welche anzuschauen. Am Anfang habe ich mir ständig Konzerte angeschaut, aber wenn man erstmal selbst mit dem Touren anfängt, geht das nicht mehr. Das ist das Problem, wenn man selbst Musiker ist. Und wenn ich zu Hause bin, möchte ich drinnen bleiben. Ich bin dann erschöpft davon ständig Leute zu sehen, erschöpft vom Reden, vom Singen. Meine Kenntnisse von Bands sind etwa fünf Jahre alt. Ich bin auf dem Stand von Moldy Peaches, The Strokes oder Mooney Suzuki. Ihr könnt mir wahrscheinlich mehr über neue, coole Bands aus New York erzählen als ich euch.

So so. Der gute Ben Kweller ist also schon in jungen Jahren eine Couch Potato, wenn er gerade nicht auf Tour ist. Weniger überraschend war, dass ein Beatles- und Bob Dylan-geprägter Singer/Songwriter wie er nicht unbedingt auf der Höhe des Geschehens ist, was junge, gehypete Bands angeht. Was man nicht vergessen darf: Seit dem Mai ist Ben Familienvater.

WS: Herzlichen Glückwunsch zu deinem Nachwuchs. Wie geht es Dorian?

BK: Oh Mann er ist wunderbar. Er ist die coolste kleine Person überhaupt. Ich bin sooo fasziniert von ihm. Ich gebe ihm sogar schon Piano-Stunden. Ich schwöre, das wird ein verdammter Mozart. Er sitzt auf meinem Schoß und ich spiele eine Note. Ding. Damit er sehen kann, das ein Ton entsteht. Und er schaut dann einfach darauf. Ding. Er starrt auf die Taste. Fantastisch. Und ich spiele Songs für ihn. (singt)"Lean on me/when you're not strong/and I'll be your friend...." (lacht). Ich spiele Kinderlieder. Oder "Yellow Submarine" (singt wieder). Er mag das.

WS: Also wird er genau wie du mit Musik im ganzen Haus aufwachsen?

BK: Ich habe so eine Befürchtung, dass er Musik vielleicht hassen wird. Es wird sein Leben sein. Er wird in einem Tour-Bus aufwachsen. Flugzeuge, Konzerthallen, Hotels.

WS: Ist er jetzt auch dabei?

BK: Nein, die Promo-Tour ist zu hektisch. Liz und er sind bei meinen Eltern in Texas. Aber auf der dreiwöchigen US-Tour wird er dabei sein und wenn wir im November nach Europa kommen auch. Frankreich und U.K. Leider nur zwei Shows in Deutschland. Ich bin deswegen ziemlich angepisst, denn wir spielen nur München und Köln. In 2007 gibt es aber noch eine richtige Tour. Ich würde gerne auch hier den Durchbruch schaffen und für die Leute spielen.

WS: Im Zusammenhang mit dir fällt öfter mal der Begriff "Anti-Folk". Was ist das eigentlich und existiert es noch?

BK: Ich denke schon, dass es noch existiert. Ich bin da irgendwie raus, aber als ich nach New York kam war mein erste Freund Adam Green. Wir trafen uns in der Mercury Lounge und wir spielten beide Akustikgitarren. Wir gehörten wohl beide zu der Gruppe von Leuten, die wir als "Anti-Folk" bezeichnen würden. Ich denke es handelt sich dabei um Folk-Musik einer neuen Generation mit Punk-Rock-Wurzeln anstelle von Beatniks oder richtigen Folkies oder was auch immer. Vielleicht so eine Art urbaner Folk oder City-Folk. Ja, City-Folk! (ist begeistert von dem neuen Begriff) Das kommt sicher nicht von Kids, die auf einer Farm aufgewachsen sind.

Ben Kweller - Der City-Folk will zurück auf's Land Seiten 1 2

 

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Tobiohnebo
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