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Virgin Steele – Big Trouble in Little Paradise

25 Jahre nach Gründung der Band im Big Apple steht nun das elfte Epos ins Haus, welches erneut beweist, das Romantic Barbaric Power Metal angesagter denn je ist. Fünf Jahre nach dem 20-jährigen Jubiläum stellt sich Mastermind David DeFeis erneut zum Gespräch, um die Intention seines ambitionierten Werkes "Visions Of Eden" nahezubringen.

Die Erfolgsgeschichte von Virgin Steele begann 1981 in New York. Drei Wochen lang zimmert eine junge, dem Power Metal mit klassischen Einflüssen verschriebene Band im winzigen Studio 3973 ein vom Taschengeld finanziertes Demo zusammen. Schon damals war David DeFeis der Kreativpol der Band, dessen Philosophie er selbst gerne als "romantischen, symphonischen, expressionistischen Barbaric Metal" bezeichnet. "Virgin Steele I" vertreibt der sympathische Amerikaner unermüdlich an Pressevertreter und Labels oder verkauft aus dem Kofferraum heraus Kopien an Konzertbesucher und Ladenbesitzer. Einige Alben später und einen Labeldeal in der Tasche bezeichnet der dritte Longplayer "Noble Savage" (1986) den Wendepunkt in der Karriere der Band: Klassik und Metal, Bombast und Melodie, aber auch Härte und eine gute Portion Prog werden gemischt und führen Gitarrist Jack Starr ein, der mitkomponiert und so bis heute zum Erfolg von Virgin Steele beiträgt. Neben einigen Quelerein mit Management und Labeln sowie einer resultierenden mehrjährige Pause als auch weiteren positiven Alben folgen mit "The Marriage Of Heaven And Hell Part I" (1994) und "Part II" (1995) fantastische Epen und manifestieren so die Vormachtstellung der Band im anspruchsvollen Metal-Zirkus.

Würden diese Werke bereits für andere die Kreativität mehrerer Musikerleben bedeuten, erschuf David DeFeis zusätzlich zwei erfolgreiche True Metal-Opern. "Klytaimnestra" oder der "Fluch der Atriden" (basierend auf den beiden Alben "The House Of Atreus – Act I & II") wurden auf der Bühne dargeboten, das darauf folgende Epos "Die Rebellen" wird ebenso in Deutschland uraufgeführt und in aufwendigen Tourneen inszeniert. David DeFeis ist damit wie kein zweiter mit antiken Themenkreisen und Power Metal verbunden.

 

25 Jahre nach Gründung der Band im Big Apple steht nun das elfte Epos ins Haus: "Visions Of Eden – The Lilith Project – A Barbaric Romantic Movie Of The Mind". Der Titel verheißt, anders als man vermuten könnte, keine paradiesischen Geschichten, auch wenn die Instrumentierung mal wieder üppig und voller metallischer Kreativität ausfällt und die kompositorischen Stärke der Band erneut unter Beweis gestellt wird. Zum Inhalt und Konzept des Albums äußert sich Meister DeFeis nämlich wie folgt: "Visions Of Eden" ist Chaos, Zerstörung, einfach ein dunkles Album. Es geht um die Zerstörung des menschlichen Gedankengutes. Meine Visionen Edens handeln nicht von Friede, Freude und beschaulicher Ruhe, sondern beschreiben ein unheilvolles Szenario voller Zerstörung und kämpferischen Chaos. Es geht um die Vernichtung des Paganismus, des Gnostizismus, also der Ausrottung der Götterordnung, an dessen Stelle das monotheistische Gottvater-Prinzip sowie die Entwicklung organisierter Religionen traten. Hauptfigur in Visions Of Eden ist Lilith, die erste Frau Adams und eine Art weiblicher Prometheus, deren Ursprung in den alten sumerischen Mythen zu finden ist. Dies hat nichts mit der biblischen Adam und Eva-, Schlange-, Feigenblatt- oder Rippen-Propaganda zu tun. Zudem sehe ich starke Bezüge zur modernen Gesellschaft, in der wir heute leben.".

Dementsprechend ist "Visions Of Eden" ein wundervolles, ambitioniertes Projekt, welches nicht würdiger für die Silberhochzeit der Band hätte ausfallen können. "Wenn ich ein Album mache, denke ich nicht darüber nach, ob es für eine solchen Anlass passend sein könnte, ich bin einfach zufrieden mit dem Ergebnis, welches sehr dramatisch ausgefallen ist." so der Meister. Die Inspirationen für seine Vorliebe für die großen Themen bezieht David aus seinem Studium des Paganismus und des frühen Christenstums. "Ich blicke auf all die Probleme in der Welt, zwischen Mann und Frau, die kultureller Natur geworden sind. Die Ursachen liegen in der frühen Geschichte, es gibt jedoch bis heute keine Resultate oder Lösungen." beschreibt der schwarzhaarige Sänger. In "Visions Of Eden" wird dieser Konflikt zwischen Mann und Frau durch Lilith verkörpert, die stark und unabhängig ist und die sich der Herrschaft Adams, dem Patriarchat, nicht unterwerfen wollte. Adam versäumte es, eine fruchtbare, gleichberechtigte Beziehung zu dieser göttliche Lebenskraft verkörpernden Frau einzugehen. "Adam möchte immer ‚on the top’ sein – sexuell wie auch in allen anderen Belangen – und die leidvolle Reise entlang der elf Songs von Visions Of Eden beginnt." ergänzt David.

Warum der kreative Geist der Band die Vision Edens in der dunklen Perspektive, also im Metal-Weg, beschreibt, erklärt der New Yorker wie folgt: "Die biblische Geschichte ist voller Leid und Massenmorden wie z.B. in Jericho, wo 45.000 Menschen abgeschlachtet wurden. Die Christen fordern Liebe, doch warum haben wir immer noch keinen Frieden? Wir leben nicht in Eden..." Das fordert natürlich die Frage nach einer Lösung des ewig schwelenden Konfliktes der Menschheit heraus. "Es gibt natürlich keinen Masterplan zum Frieden, doch wichtig ist es 1. Dialoge zu führen und 2. die Freiheit der Rede. Einzig allein ein wahrer Dialog kann helfen. Musik kann vielleicht soweit zur Lösung beitragen, die andere Position aufzuführen und eine Reaktion zu provozieren." glaubt David an die Macht der Töne.
Seine Macht der Komposition war sogar ursprünglich größer angelegt. "Eigentlich wollte ich "Visions Of Eden" als 3-fach-Cd veröffentlichen, dann als Doppel-Cd, doch dem Label war das zu heftig. So wurde es eine normale Cd. Aber die Ende der Geschichte ist noch nicht erreicht." orakelt der US-Amerikaner, der das atmosphärische Cover-Artwork in Ostberlin schießen ließ. "Wir haben ein Probeshooting in Ostberlin gemacht für die Promo-Fotos und der Hintergrund des Fotos war genauso düster wie das, was ich gesehen habe als ich die Songs schrieb. Eigentlich darf es keiner wissen, doch ich habe es auch auf dem Desktop meines Laptops... Es ist ein sehr persönliches Bild für mich." beendet der Meister seine Ausführungen. Nun gut, David, dann hören wir uns spätestens wieder zum 30. Geburtstag der Band!


 

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Ingo
© 09/2006 whiskey-soda.de
 


Kurzinfos: Virgin Steele

Homepage:
- Virgin Steele

Artikel:
- Virgin Steele - Happy Birthday, David!
- Virgin Steele – Big Trouble in Little Paradise

Rezensionen:
- The Book Of Burning
- Virgin Steele I / Guardians Of The Flame
- Visions Of Eden (The Lilith Project – A Barbaric Romantic Movie Of The Mind)
- The Black Light Bacchanalia


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