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My Dying Bride - Die Könige bewahren ihre Mystik

My Dying Bride haben Vorbildfunktion. Sie haben eine musikalische Stilrichtung begründet. Doom gab es zwar schon vorher, aber die Vermischung von Doom, Death und gothischen Motiven war neu. Hinzu kommen Besonderheiten wie Violine und die Epik der Tracks, die niemand besser beherrscht als My Dying Bride. Doch My Dying Bride wären nicht sie selbst, wenn immer zu den überraschendsten Zeitpunkten Neuerungen eingeführt worden wären. So wurde plötzlich auf die Growls verzichtet. Kurz danach entfiel noch die Violine, nur um darauf ein extrem experimentelles Album mit fast elektronischen Einflüssen zu veröffentlichen. Als niemand mehr damit gerechnet hätte, wurde der Death Metal wieder eingeführt, und die Growls waren finsterer und härter denn je.

Kein Wunder also, dass auf dem neuen Album "A Line Of Deathless Kings" wieder eine Veränderung ansteht. Die Growls sind wieder weg - aber nicht ganz. Die letzten 10 Sekunden des abschliessenden "The Blood, The Wine, The Roses" sind purer Grindcore. Das ist natürlich Absicht. "Insgesamt ist das neue Album weit weniger aggressiv. Die Melancholie steht im Vordergrund. Aber wir wollten allen zeigen, dass da noch was kommt. Wir haben noch jede Menge auf Lager!" Ein Appetithäppchen sozusagen, und vielleicht ein versteckter Hinweis auf die Ausrichtung des nächsten Albums? Man soll zwar nie "sicher" sagen, aber...

"Die Growls am Ende sind schon eine Art Fingerzeig was da noch kommt. Aber irgendwie waren die Lyrics auf dem neuen Album weit weniger finster und aggressiv als auf den beiden Vorgängern. Und man sollte so etwas nicht nur um seiner selbst Willen hineinzwängen. Es gibt keinen Masterplan, der uns verpflichtet, zu grunzen. Wir entwickeln die Stücke langsam, und wenn die Aggressivität mal keinen Platz hat, dann muss man sie nicht unnötig erzwingen." Es scheint so, als hätte sich die gesammelte Melancholie aufgestaut und würde dann durch ein Ventil abgelassen, um nicht komplett zu überwältigen. Aaron sieht das auch so. "Es war gut, da noch mal was loszulassen am Ende. Ich weiss, das nächste Album wird weit aggressiver als dieses. Ich finde übrigens, dass "A Line Of Deathless Kings" relativ schwer zu beschreiben ist. Es ist weit zugänglicher und einfacher anzuhören als der Vorgänger, aber es ist immer noch sehr sehr düster. Aber das passierte eben so. Wir müssen uns nicht beweisen, allen zeigen, wie clever wir sind und alle Alben überladen. Nach 16 Jahren hat man mehr Ruhe gefunden." Dennoch wirkt auch das neue Album, wie alle My Dying Bride – Alben, extrem gut strukturiert und sehr durchdacht. Ganz so leicht, wie Aaron es zunächst dargestellt hat, ist es natürlich doch nicht. "Abwechslung ist wichtig. Natürlich müssen wir nichts zwingen, aber wir haben schon unglaublich viel Zeit für die Konstruktion und die Struktur des neuen Albums aufgewendet."

 

Bei all der Komplexität und dem Aufwand fällt eines auf: Vor Jahren wurde die Violine abeschafft. Die Grunts kamen und gingen und kamen wieder, aber die Violine ist nicht wiedergekommen, auch auf dem neuen Album nicht. Dennoch hat Aaron dazu etwas zu erzählen, das all die Freunde von Alben wie "Turn Loose The Swans" freuen wird. "Wir suchen nicht aktiv nach einem Violinisten. Aber wir haben auch festgestellt, dass es mal wieder ganz nett wäre, einen zu haben. Martin, unser früherer Geiger stieg ja aus, und wir haben ihn nicht ersetzt. Er hat es nicht mehr geschafft, seinen Teil dazu beizutragen. Keine Zwänge, weisst Du noch? Aber Martin ist irgendwie immer noch ein gewisser Teil von My Dying Bride. Er hat sogar an den Songs von "A Line Of Deathless Kings" mitgeschrieben, es gab auch Violinenparts. Aber dann hatte er leider leider nicht die Zeit, sie tatsächlich einzuspielen. Für das nächste Album ist neben den Grunts auch die Violine ganz oben auf der Liste, und wir würden es grossartig finden, wenn wir ihn als vollwertiges Mitglied zurückgewinnen könnten!"

Wir wissen nun schon einiges über das nächste Album, also sollten wir auch mal was über dieses Album erfahren. My Dying Bride lassen sich nicht zwingen, nicht beeinflussen – und geben nichts auf aufstrebende Konkurrenz. "Wir haben nur ganz geringe Überzeugungen, was das Tun der Anderen angeht. Ich mag Nick Cave, ja, aber sonst ist die Musik, die ich höre eine vollkommen andere. Bands aus dem Genre von My Dying Bride interessieren mich überhaupt nicht. Versteh das jetzt bitte nicht falsch, was ich sage. Wir lassen uns nichts von anderen Bands oder den Fans oktroyieren. Wir absorbieren nichts von dem, was sie uns auf unserer Seite eintragen. Weder das Schlechte noch das Gute. Natürlich freuen wir uns, wenn uns jemand mag, aber im Endeffekt machen wir was wir wollen, und nicht was die Fans wollen." Das klingt jetzt relativ hart, aber wenn man Aarons Stimme gehört hat, wie er das sagt, dann weiss man, dass das niemals böse gemeint ist. Genauso bat er beim folgenden Kommentar klar und deutlich zu machen, dass zwischen Stolz und Arroganz ein extremer Unterschied besteht. Dabei ging es um die Frage nach dem Sinn des Albumtitels "A Line Of Deathless Kings". Wenn man das hört und das Coverartwork sieht, könnte einem da womöglich "Der Herr Der Ringe" einfallen. "Wir lieben die Herr Der Ringe – Filme. Absolut bombastisch. Perfekt gecastete Schauspieler und was für Locations. Es kann gut sein, das das in unserem Unterbewusstsein eine tragende Rolle gespielt hat. Wir sind alle ganz große Fans von diesen Filmen und der Welt von Tolkien. Aber für mich gilt: – und bitte, bitte verstehe das nicht falsch – diese Linie der unsterblichen Könige, das sind unsere Alben. Die My Dying Bride – Alben. Das hat mit Arroganz nichts zu tun, aber wir sind wirklich sehr stolz auf das, was wir in den Jahren so erreicht haben. Denn jedes Stück Musik ist nunmal unsterblich! Unsere ersten Stücke sind für mich fast wie Kinder. Du siehst, wir identifizieren uns mit dem, was wir tun!" Das kann man wohl sagen (und hören), denn....

My Dying Bride - Die Könige bewahren ihre Mystik Seiten 1 2

 

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