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Da kann man die Band eigentlich nur beglückwünschen, nun mit InsideOut sicherlich das Label mit den meisten Erfahrungen auf dem Prog-Rock-Sektor für sich gefunden zu haben. Und somit ist auch die "Stille" vorerst gebannt. Wie jedoch die textlichen Ergüsse zu dem Albumtitel "Silence" und dieser wiederum zum Albumcover passen, beschreiben Jerry und Herman folgendermaßen.
"Zunächst dachten wir an den Aspekt, dass man sehr lange nichts von uns gehört hat. Immerhin drei Jahre waren seit dem Release von 'Last Epic' verstrichen. Wir fanden, das 'Silence' schon aus diesem Grunde als Titel passend wäre. Eine weitere, sehr abstrakte Idee war einfach, ein Audio-Produkt 'Silence' zu taufen - das ist doch sehr freaky", lacht Jerry. "Mit den beiden Mädchen auf dem Cover dachten wir an diese drei Affen - hear no evil, see no evil, speak no evil". "Die Fans haben uns geschrieben, warum es so lange so ruhig um uns geworden war", berichtet Herman, "das fällt dir innerhalb der Band gar nicht auf, da du ständig mit dem Songwriting und allem beschäftigt bist. Aber für jemand Außenstehenden sind drei Jahre dann doch eine sehr lange Zeit, da er ja nicht mitbekommt, was hinter den Kulissen von A.C.T abläuft. Somit machte für uns der Titel in vielerlei Hinsicht extrem Sinn".
Wie man mittlerweile von A.C.T schon fast gewohnt ist, darf auch auf "Silence" ein Konzept-Track natürlich nicht fehlen. Der Song mit dem Titel "The Long One - Consequences" ist ein aus neun Einzeltracks bestehendes, 21-minütiges Epos - mit einem sehr dramatischen, traurigen Text.
"Es gibt drei kleine Geschichten innerhalb des Songs 'Consequences'", fängt Herman, der seines Zeichens Haupt-Texter der Band ist, an zu erzählen. "Der Titel steht dabei als Erläuterung dafür, welche Konsequenzen manche Entscheidungen, die man im Leben trifft, oder Ereignisse die im Leben geschehen, nach sich ziehen können. Zunächst geht es um einen Typ, der zum Millionär wird, diese Tatsache jedoch nicht wirklich verarbeiten kann. Es stellt sich für ihn heraus, dass sich das Reichsein nicht so entwickelt, wie er es sich vorher vorgestellt hatte. Die zweite Geschichte geht um ein Mädchen namens Joanna, das einen schlimmen Streit mit ihrem Freund hat. Kurz darauf wird sie von einem betrunkenen Autofahrer überfahren. Diese Geschichte wandelt sich dann, und man erfährt den Fortgang aus der Sicht des Freundes und aus Sicht des Autofahrers - und zu letzt aus Sicht der toten Joanna. Die dritte Geschichte geht ebenfalls über ein Mädchen - ein junges Mädchen, das ein Tagebuch führt und aufschreibt, dass Sie ein gleichaltriges Mädchen getötet hat. Ihr Vater liest in dem Tagebuch und kann nicht glauben, was sein über alles geliebtes Mädchen getan hat. Der Song zeigt also einige Möglichkeiten dafür auf, dass vieles, was man glaubt im Leben unter Kontrolle zu haben, recht schnell entgleisen und nicht vorhersehbare Konsequenzen haben kann", geht Herman zusammenfassend auf den groben Inhalt des Titels ein. "Allerdings ist dieser lange Song sowohl vom Text als auch von der Musik her ein für A.C.T-Verhältnisse sehr düsterer Song", fügt er noch hinzu.
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Dem Quintett fällt es jedoch wesentlich leichter, eben solche ausschweifenden Epics zu schreiben, als kurze Songs.
"In einem solch langen Song kann man einfach eine viel größere Bandbreite verarbeiten. Es ist auch viel interessanter Musik zu schreiben, wenn du weißt, es ist Teil eines sehr langen Songs", fährt Jerry fort. "Uns ist es damit möglich, sowohl dramatische und düstere Passagen einzubauen sowie auch Comedy- Elemente. Beinahe wie in einem Film. Allerdings ist in 'Consequences' kein Comedy", lacht Jerry. "Naja, ein klein wenig schon", fällt ihm Herman ins Wort. "Allerdings ist der Song für A.C.T-Verhältnisse wirklich sehr seriös und ernst gemeint".
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