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Born From Pain - Die Wiederentdeckung der Attitüde

Wenn rebellische Musikstile einem größerem Publikum durch großen Erfolg einiger der Bands zugänglich werden, tritt meist eine Kommerzialisierung auf und einst groß geschriebene Werte und Normen werden bis zur Unkenntlichkeit verzerrt. Das ist auch das Phänomen, dass seit einigen Jahren im Bereich Hardcore/Metalcore zu beobachten ist. Es geht nur noch um Klamotten, Frisuren und Schuhe. In all diesem verloren geglaubten Paradies gibt es aber dennoch einige Bands, die die Fahne der Rebellion und der sozialkritischen Ideale hochhalten. Eine dieser Bands ist Born From Pain aus den Niederlanden. Das neue Album "War" schlägt bereits im Vorfeld hohe Wellen und wird von den meisten schon sehnsüchtigst erwartet.

Dies allein ist eigentlich schon Grund genug für ein Gespräch unter vier Augen. Dazu traf ich mich mit dem Gitarristen Dominik Stammen an einem sonnigen Herbsttag im SO 36. Nachdem sich die Suche nach einem ruhigen Platz für das Interview als recht beschwerlich herausstellte, da im Laden die Vorbereitungen inklusive Soundcheck im vollen Gange waren, nahmen wir uns zwei Stühle und machten es uns im Herbst-warmen Innenhof gemütlich. Was dann folgte war eine sehr angeregte Unterhaltung über Musik, Politik und einige Probleme, die das Leben einer Tour-freudigen Band wie Born From Pain so mit sich bringt.

Auf so einer Tour können viele kleine Probleme auftauchen. Manche kann man schnell beheben und es geht alles nochmal gut, andere können dann aber auch Konsequenzen für die Spielfähigkeit der einzelnen Bands mit sich bringen. Bei der folgenden führt das Happy-End zu einem wahren Erfolgserlebnis: "Bradford hat mich total überrascht.

Wir hatten einen verdammt langen Weg, weil der Bus kaputt war und weil noch ein paar blöde Sachen passiert sind. Wir haben letztlich für den Weg, den man in acht Stunden fahren kann, 21 Stunden gebraucht und wir hätten beinahe die Show nicht mehr spielen können, weil es schon richtig spät wurde. Und dann haben wir doch wirklich aus dem Bus ausgeladen uns auf die Bühne gestellt und angefangen zu spielen. Total Stress gehabt und dann ist es noch ne richtig coole Show geworden. Das war eigentlich bis jetzt so das Highlight, wo man halt fast nichts mehr erwartet hat und es dann doch noch cool geworden ist."

Auch zum neuen Album "War" wird es wieder ausschweifende Live-Tätigkeiten geben. Ein interessanter Aspekt ist dann auch der inhaltliche Standpunkt, der zu dem recht rabiaten Album-Titel führte. Es gilt hierbei ein ganzes Konzept zu erläutern, welches hinter diesem Schlagwort steht: "Im Booklet ist auch ein zweiseitiger Text dazu, der das ganze noch ein bisschen ausführlicher erklärt. Wir haben den Titel genommen, weil wir eigentlich etwas gesucht haben, was das Konzept der Platte, also die Texte und die Musik, vereint. Erstmal: Born From Pain ist halt harte aggressive Musik, groovig und immer nach vorn. Daher passt "War" als Titel auf der musikalischen Ebene. Aber eben auch auf der textlichen Seite, haben wir diesmal versucht noch stärker auf einem sozialkritischen Level die Texte zu schreiben. Wir haben gemerkt, dass heutzutage ziemlich viel heiße Luft kommt, ob nun im Hardcore, oder im Metal. Es geht um nichts mehr, außer vielleicht um gut aussehen und irgendwie ne tolle Show abzureißen. Das hat uns halt auch gestört. Eigentlich hatten wir ja auch schon immer sozialkritische Texte in dem Sinne gehabt, aber das wollten wir jetzt stärker denn je auch darauf fokussieren. Und darum geht's halt auch auf "War", vom persönlichen Krieg bis zu globalen Kriegen." Die persönlichen und die globalen Aspekte sind dabei nur zwei Seiten der gleichen Medaille. Aber man sollte die Dinge auch nicht immer nur von der schlechten Seite betrachten: "Es wird halt immer schwieriger heutzutage sich und seine Familie zu ernähren.

 

Die Kluft zwischen Arm und Reich wird immer größer, der Mittelstand verschwindet. Das sind jetzt nur mal so ein paar kleine Punkte. Wir fühlen halt, dass die Leute heut ständig einen Krieg führen müssen um voran zu kommen. Es hört sich ein bisschen abgedroschen an, vor allen Dingen, wenn man noch ein Dach über dem Kopf und was zu essen hat, aber nichts desto trotz merkt man in Deutschland und die anderen auch in Holland, dass es halt irgendwo schon bergab geht. Das ist dann die persönliche Seite der Dinge. Ich mein, die Welt scheint hoffnungslos verloren heutzutage, alles geht kaputt, die Leute schlagen sich die Köpfe nur noch ein, egal ob jetzt für Religion, oder für Macht und trotzdem versuchen wir auch immer noch ein bisschen Hoffnung zu geben. Und wir fanden "War" passt da als Titel für dieses ganze Konzept ziemlich gut." Gerade diese sozial-kritischen Momente lassen Born From Pain, neben ihrer Musik, aus dem Meer der Hardcore- und Metal-Bands positiv herausstechen. Das ist auch der Grund dafür, dass sie sich eher als Hardcore-Band bezeichnen: "Wir verstehen uns als Hardcore-Band, waren auch immer eine Hardcore-Band, nur um es nochmal ganz deutlich zu machen, dass es auch weiterhin so ist. Wir wollen uns nicht in irgendwelchen Metal-Klischees verlieren, weil das ist uns echt zu blöd."

Wo wir dann auch beim Musikalischen wären. Die Veränderung vom letzten Album zum neuen beschreibt Dominik dann auch sehr ausführlich, kann sie aber an einigen wenigen Aspekten festmachen: "Nicht geändert hat sich der Groove, würd ich sagen. Der Aggressionslevel, die Power, das ist eher noch mehr geworden. Aber es ist weiterhin typisch Born From Pain. Wir haben es jetzt noch weiter auf das Songwriting fokussiert. Haben richtige Songs im Sinne vom Hängenbleiben geschrieben. Wir haben nicht nur Riffs aneinandergeknallt. Das war auf den anderen Alben auch schon so, aber wir versuchen das immer mehr zu perfektionieren. Und wir haben noch ein bisschen mehr Melodie einfließen lassen. Es ist also etwas melodischer, aber eigentlich noch aggressiver ausgefallen. Es ist halt einfach dynamischer. Es gibt wieder schnellere Songs, als auf "In Love With The End"." Auch die verschiedenen Gastmusiker auf "War" lassen aufhorchen. Es befinden sich darunter Leute wie Lou Koller, hauptamtlicher Sänger bei Sick Of It All, oder Barney Greenway, der die gleiche Position bei den Grindern von Napalm Death ausübt. Zu der Zusammenarbeit kam es so: "Das sind alles Leute die wir ständig auf Tour getroffen haben, die dann Freunde geworden sind. Jeder von uns in der Band hat einen gewissen Kontakt zu diesen Personen. Und so ist das einfach entstanden. Wir kennen halt mittlerweile jede Menge Musiker und sind mit vielen Freunde geworden und deshalb hat uns das nicht große Überzeugungsarbeit gekostet. Wir haben die Leute gefragt und ein paar sind auf uns zugekommen und das hat gleich gepasst."

Born From Pain - Die Wiederentdeckung der Attitüde Seiten 1 2

 

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krawi
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