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Da die Norweger zum Zeitpunkt des Interviews bereits eine ganze Weile auf Tour mit Keep Of Kalessin und Insomnium waren, bot sich das natürlich als perfekter Gesprächseinstieg. "Die Tour läuft sehr gut, viele Leute kommen zu den Shows und macht diese Konzertserie zu der erfolgreichsten, die wir je gespielt haben! Die Leute gehen richtig ab und geben uns eine Menge Feedback, das steigerte sich von Show zu Show, das ist ein neues Level für uns und die neuen Songs werden sehr gut aufgenommen. Es fühlt sich immer wieder gut an, ein neues Album draußen zu haben, was für mich immer noch die Hauptpriorität ist, denn so kann man immer wieder live spielen und das ganze auch frisch halten, denn die alten Sachen werden irgendwann schon zur Routine, die neuen Sachen sind da für uns einfach frischer wie z.B. "King". Das ist der wichtigste Aspekt der Tour für uns. Die Bands verstehen sich auch gut untereinander und durch die verschiedenen Qualitäten und Stile der Bands bekommen die Fans auch eine Menge geboten. Keep Of Kalessin geben uns auch eine Menge Frische, es tut wirklich gut, mit ihnen zu touren." berichtet der freundliche, aber stets distanziert wirkende Norweger.
Erstaunlich ist die Zusammenstellung des Tourtrosses, da eine Death Metal-Band für zwei schwarzmetallische Geschosse eröffnet. "Ich denke unterschiedlich darüber, zum einen ist es gut für die Fans, ein abwechslungsreiches Programm zu haben, das verschiedene Gruppen anspricht. So können die Bands immer wieder neuen Fans ihren Sound vorstellen und vielleicht so auch für sich gewinnen und positiv überraschen. Andererseits kann so ein Package die Fans auch spalten, aber das ist hier auf Tour nicht möglich bzw. nicht passiert. Es kann aber sein, dass einige Fans einfach keine Death Metal-Band sehen wollen. Das passiert, wenn zwei Bands eine Stilrichtung vertreten und die andere Band für etwas anderes steht. Das ist meist eine interessante Erfahrung." äußert sich der gut gekleidete Schlagwerker zu möglichen Spannungen on the road.
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Satyricon bedeutet für die meisten Satyr und Frost, doch für die Tour haben die beiden wieder eine schlagkräftige, verlässliche Mannschaft zusammen gestellt. Das war in der Vergangenheit nicht immer so, da auf der US-Tour vor einigen Jahren zwei frühere Bandmitglieder wegen Vergewaltigungsvorwürfen verhaftet wurden. Habt ihr mittlerweile ein Händchen dafür entwickelt, die richtigen Leute auszusuchen? Denn ihr wirkt derzeit wie eine wirkliche Einheit. "Das sind wir auch!" bestätigt Frost. "Wir sind zu sechst auf Tour und mittlerweile auch schon einige Jahre zusammen. Wir haben ein stabiles Line Up, was uns ermöglicht, auf Tour zu gehen und ordentliche Arbeit abzuliefern. Die Jungs widmen sich der Band, der Musik, sie sind zudem auch exzellente Musiker. Ich glaube, das ist ein stabiles Fundament für die Zukunft, was wir da gelegt haben."
Während andere Bands auf Tour sich einen schier unglaublichen Fundus an verrückten Geschichten zulegen, herrscht dagegen im Satyricon-Lager diesbezüglich Ebbe. Die Professionalität fordert hier ihren Preis. "Wir sind nicht unbedingt eine Party-Band, wir trinken ein wenig und dann konzentrieren wir uns schon wieder auf die nächste Show, deswegen sind wir hier und nicht, um uns neue Freunde zu machen. Wenn wir trinken wollen, dann können wir das zu hause machen, wenn wir auf Tour sind, dann wollen wir den besten Job abliefern, den wir können. Wir haben strikte Restriktionen an uns auf Tour, um auch wirklich professionelle Arbeit und Shows abliefern zu können. Wir sind nicht wirklich eine spannende Band, mit der man auf Tour gehen kann, deswegen passieren uns auch nicht wirklich verrückte Sachen." bestätigt der besonnene Drummer.
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