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Zuvor hat die 21jährige Lauren Harris ihren großen Auftritt. Musikalisch kann man von einer Mischung aus Vixen und Lee Aaron sprechen, vor allem aber ist die attraktive Lauren die Tochter von Maiden-Bass und Boss Steve Harris. Wow! Dann folgen, heiß erwartet, Trivium, die den Vogel mit ihrem neuen Song "Anthem (We Are The Fire)" abschießen. Mit großen Fanfaren verschwenden die Kalifornier allerdings ein Drittel ihrer Showzeit. Allein die orchestrale Einleitung dauert 7 Minuten! Die Eisernen fassen sich etwas kürzer. Mit "Different World" beginnt dann das Spektakel. Die Single ist zugleich Opener des Nummer-Eins-Albums "A Matter Of Life And Death", das auf dieser Tour komplett gespielt wird. Während andere Bands damit werben, einen Klassiker vorzutragen, wählen Iron Maiden ihren aktuellen Longplayer, das ist souverän!
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Erstaunlicherweise schwingt Bruce bei "These Colours Don't Run" und im gesamten Verlauf der Show keine Flagge. Stattdessen dreht er im wahrsten Sinne des Wortes den Scheinwerfer. Mit den beiden rechts und links an der Bühne platzierten Teilen leuchtet er durch die seit Monaten ausverkaufte, vollgepackte Halle und sieht begeistert jubelnde Fans. Gut gelaunt verkündet Bruce, dass "A Matter Of Life And Death" in Kürze Goldstatus erreichen wird und bedankt sich artig dafür, dass zum ersten Mal in der Bandgeschichte ein Album auf Platz Eins der deutschen Charts stand. Die Auszeichnung haben Iron Maiden schon vor der Show erhalten.
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Der Longplayer ist also eingeschlagen wie eine Bombe, viele Fans singen Strophe für Strophe mit. Und doch ist nicht jeder begeistert, dass er das gesamte Album hören "muss". Tatsächlich hat "A Matter Of Life And Death" für geteilte Reaktionen unter den Fans gesorgt. So fordert mein Stehplatz-Nachbar Guido bereits nach der Hälfte: "Jetzt könnten sie auch mal eine von den alten Klamotten spielen." Er wird sich noch lange gedulden müssen. Doch bei großartigen Gänsehaut-Songs wie "The Reincarnation Of Benjamin Breeg" oder dem Epos "For The Greater Good Of God" vergeht die Zeit recht schnell. Einziger Tiefpunkt, wenn man davon sprechen kann, ist "Lord Of Light", schon auf der CD eher ein Füller als ein Knüller.
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Natürlich sind Iron Maiden in Topform. So kennt man Steve Harris und Co.! Janick Gers tanzt dabei mit seiner Gitarre wie ein Besessener umher. Wähnt er sich noch auf der letzten Tour ("Dance Of Death")? Mit "The Legacy" wird ein würdiger Schlusspunkt unter das Werk gesetzt. Dann folgen die echten Klassiker. Als wäre die Stimmung nicht schon gut genug gewesen, sorgt "Fear Of The Dark" geradezu für kollektive Extase! Ich persönlich würde darauf zur Abwechslung verzichten und gern mal "Afraid To Shoot Strangers" oder "Wasted Love" hören. Aber was soll's? Der Level der allgemeinen Begeisterung wird sogar noch getoppt. Als sich bei "Iron Maiden" (dem Song) die Bühne in einen gigantischen Panzer verwandelt, aus dessen Luke natürlich Eddie ins Publikum schaut, tobt die Menge.
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Mit "The Evil That Men Do" bekomme ich immerhin einen Song meines Lieblingsalbums ("Seventh Son Of A Seventh Son"). Bruce, der stimmlich bis ans Äußerste geht, wendet sich erneut an die Menge: "Nächstes Jahr wollen wir wiederkommen, um ein paar Open-Air-Gigs zu spielen, hättet Ihr Lust zu kommen?" Ein einheitliches Johlen erfüllt die Westfalenhalle. "Ok, unser Promoter ist irgendwo da unten. Ich klär das später mit ihm", vermeldet er. "Wir haben also eine Abmachung, ihr und wir, nächstes Jahr im Sommer!" Begeisterte Gesichter überall. Dass daraufhin mit "Hallowed Be Thy Name" nur noch ein einziger Song gespielt wird, verzeihen trotzdem nicht alle. Ein paar Klassiker mehr hätten es schon sein können! Es ist zudem der erste Maiden-Gig ohne "The Number Of The Beast", den ich erlebe. Na und? Der Abend war trotzdem ein schönes Metalfest. Wir sehen uns nächstes Jahr, Eddie!
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