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Bananafishbones - Country RockPop aus Bad Tölz

Die Band spielt seit über 10 Jahren erdigen Rock mit unverkennbarern Countryeinflüssen und verbindet eingängige Melodien mit tiefgängigen Texten und straighten Riffs. So spielen sie sich in die Herzen ihrer Fans und bringen dieses Jahr auch ihr selbst produziertes Album mit.

Jaja, die lieben Bananafishbones, die sich zum Einem von einem Lied von der "The Top"-Platte von The Cure zu ihrem Namen insperieren ließen, welches natürlich "Bananafishbones" hieß und zum Anderen von einer in der Schule gelesenen Kurzgeschichte vom J.D. Salinger ("Catcher In The Rye"), die hieß "A Perfect Day For A Bananafish" ....und der Name war geboren.

So "richtig" bekannt geworden ist das Trio allerdings erst durch einen Song aus der C&A-Werbung 1999 namens "Come To Sin". Nun sollte man natürlich nicht die Band und ihre Musik auf nur diesen einen Song reduzieren, aber dies passiert leider viel zu häufig. Wer mit offenen Augen durch die Welt läuft, erkennt jedoch bald, dass dies eines der einfachsten Mittel ist, die Menschheit zu polarisieren und sie somit zu beeinflussen und zu kontrollieren. Deswegen setzt die Band auf den gebildeten, aufgeklärten Geist, der hinter die Fassade guckt, und freuen sich um so mehr an jenen, die ihnen in ihrer Gesamtheit schätzen.

Erkennt man diese, ist es dennoch äußerst schwer die Bananafishbones in eine Schublade zu pressen. Eigentlich geht das gar nicht. Sie alle haben verschiedene Musikgeschmäcker. Flo kommt mehr aus der Jazz/Swing-Ecke, Peter mehr aus der Avantgarde-Gitarren-Ecke und Sebastian mehr aus der Grufti-Punk-Hardcore-Country-Ecke. Und all diese Musikstyles sind dann auch in den Songs des Trios wiederzufinden und vielleicht ist es ja auch gerade diese abwechslungsreiche Musik, die die Fans jedes Mal begeistert.

 

Nun legen uns die Jungs ihr neues Album "36 m²" vor. Drei Monate lang spielte sich das Leben der Bananafishbones inmitten feinster Technik im "Fishtankstudio" unter der Garage von Schlagzeuger Florian Rein in Bad Tölz ab. Der trommelte meist von 8 Uhr morgens an, dann kamen die Brüder Sebastian (Gesang, Bass) und Peter Horn (Gitarre, Gesang) dazu und tüftelten bis 3, 4 Uhr nachts an ihrem fünften Album. Nach drei Alben bei einem Major-Label fanden sie wieder völlig zu sich: Kein Stundenplan. Kein Druck. Keine Zensur. "Jeder abstruseste Gedanke war erlaubt, wir haben alles ausprobiert. Am Ende waren wir uns so einig wie noch nie", erzählt Sänger und Texter Sebastian Horn. "Wir waren super-entspannt, da wir sozusagen ja zu Hause aufnehmen konnten und kein Produzent oder Tontechniker uns irgendeine Form von Zeitplanung aufzwang. Jeder konnte arbeiten, wie und wann er wollte, und das hat echt Spaß gemacht."


Am 9. März waren sie dann auch im Berliner Magnet, wo wir sie wieder einmal live erleben durften und wenn ich sage "erleben", dann meine ich das auch so. Ob große oder kleine Bühne, es gibt immer was zu lachen, gute Unterhaltung, einen mörderisch guten Sound und drei Musiker, die musikalisch und technisch atemberaubend spielen. Zudem ist jedes Konzert anders. "Das ist es unter anderem, was unsere Shows ausmacht, dass kein Konzert je gleich sein wird. Peter wuselt und dudelt in Klangwelten rum, die uns als Rhytmusgruppe manchmal ganz schön ins Schwitzen bringen. Aber es ist live, es ist genial und es ist wirklich einmalig."

Präsentiert wurden Songs wie "Road To Nowhere", "Easy Day", "Come To Sin" und natürlich viele der neuen Scheibe "36 m²". Inhaltlich geht es bei den neuen Songs um emotionslosen Humor Einsteins, um eine Überdosis für Harry Potter, um Schneeflocken in der Hölle, um Menschen, die wie Socken in der Wäsche verschwinden, um Vaterschaften, Geldbeutelausschüttungen, den Schmerz, keinen Schmerz auf der Bühne zu erlauben, selbst erschaffene Monster, die eine Stadt zerstören, Pilze und natürlich die traurigste Comic-Figur der Welt, Jimmy Corrigan.

Die Menge tobte, der Magnet-Club war voll und die Stimmung ausgelassen heiter. Sebastian riss hier und Deine seine Sprüche, spielte mit dem Publikum oder machte seinen Bruder Peter blöd von der Seite an. Dieser wiederum spielte seine Akustik-Klampfe wie ein Gott und noch nie habe ich jemanden so gut E-Gitarre spielen gehört und auch gesehen, wie Peter auf seiner verzerrten Akustik-Gitarre. Respekt!

Also ein gelungener Abend, eine gelungene Platte, eine super Band. Hoffen wir, dass es so auch in Zukunft weitergeht.


 

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Jack_D
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