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Sabaton, Grave Digger und Therion - Zwischen Hausmannskost und rotem Teppich

Das nenn ich mal eine mutige Zusammenstellung: Während die 2. Weltkrieg-Metaller Sabaton und die Hau-Drauf-Geschichtshymnen-Kreatoren Grave Digger noch gut zusammen passen, fragt man sich, was deren Fans von den orchestralen Kompositionen Therions halten. Im Berliner Columbiaclub traten wir die Feldstudie an.

Wie zu erwarten zeigte sich das Publikum bunt gemischt, die jüngeren Kaliber schienen auf die Schweden zu setzen, während die ältere Fraktion fast einheitlich mit Grave Digger-Shirts und Kutten anrückte. Die Schweden Sabaton, die sich einem herrlich dramatischen, wuchtigen und eingängigen Power Metal verschrieben haben und diesen bevorzugt mit geschichtlicher Kriegslyrik und mit majestätischen Manowar-Chören versehen, trafen dabei den Geschmack beider Fanlager. Die sympathischen Nordlichter wirkten aufgedreht wie eine Horde Schulkinder auf Klassenfahrt, es wurde im großen Stil gepost, gebangt und das Publikum animiert, Spaß zu haben, was es auch ohne Aufforderung gehabt hätte. Besonders Frontmann Joakim wirkte wie unter Strom, als würden seine Metall-Applikationen auf der feschen Weste ihm immer wieder neue Impulse geben. So wurden beide Gitarristen bei ihren Solo-Darbietungen von ihm bescherzt, geknufft oder per Luftgitarre unterstützt. Ob der Opener "Panzer Bataillon", "Metal Machine", "Primo Victoria", das grandiose "Attero Dominatus" oder "Angels Calling", hier wurde gute Laune und großes Kino leidenschaftlich zelebriert. Berlin dürfte damit einen nicht zu ignorierenden Anreiz bekommen haben, die baldige Headliner-Tour der Skandinavier zu besuchen. Denn wer so coole Sonnenbrillen trägt wie Joakim, der kann kein schlechter Mensch sein.

 

Grave Digger punkteten bereits im Vorfeld mit ihrem aktuellen Output "Liberty Or Death", welches nach all den guten bis sehr guten Vorgängeralben nach "Tunes Of War" es schaffte, an die einmalige Atmosphäre des Schottland-Epos anzuknüpfen. Überraschungen gab es trotz der Routine von Grave Digger derer drei: Die Karlsruher traten VOR Therion auf, man verzichtete auf Bühnen-Requisiten und Bassist Jens Becker hat die Haare ab.

Beginnend mit "Liberty Or Death" mundete die schmackhafte metallische Hausmannskost mit jedem Gang, die beinharten Riffs von Mannie Schmidt, seine orgiastische Mimik bei jedem schneidenden Solo und der unverwechsliche Gesang von Chris Boltendahl bedeuten einfach nur perfekt servierte Kost. Jeder Song ein Hit, jede Strophe lautstark mitgesungen und zwei Zugaben bedeutete einfach nur an diesem Abend die maximale Menge Spaß. "In The Dark Of The Sun", "Excalibur", "Lionheart", "Morgana Lefay", "Knights Of The Cross", "Rebellion", "The Last Supper" und das unvermeidliche "Heavy Metal Breakdown" überzeugten einmal mehr von der Qualität der Heavy Metal-Instutition.

Dann wechselte das Publikum vor der Bühne, die beinharten Metaller zogen es vor, sich das folgende Spektakel von der Bar aus anzusehen, wanderten später jedoch wieder an den Bühnenrand, um die weiblichen Reize der beiden Sängerinnen zu bewundern. Überfordert waren nach der langen Umbaupause nur die Wenigsten (und wenn dann schwankten diese bereits aufgrund des Gerstensaft-Konsums), optisch wie akustisch wurde aus allen Rohren gefeuert. Kerzenhalter, dramatisches Licht und ein roter Teppich boten den würdigen Rahmen, um die Klangwelten des Christofer Johnsson auch visuell umzusetzen. "Der Mitternachtslöwe" eröffnete einen beeindruckenden Auftritt, bei dem auch auf schauspielerische Elemente wertgelegt wurde. Den Gesang teilten sich die bildschönen Katarina Lilja und Lori Lewis, ihre männlichen Gegenparts Mats Leven und Snowy Shaw bildeten den optischen wie auch vokalen Kontrast. So wurde wohl vielen nicht nur warm ums Herz, wenn beide Sängerinnen mit lasziven Blicken den roten Teppich hinunter wandelten oder Snowy Shaw fast schon beschwörend die Zeilen von "Schwarzalbenheim" aus einem dicken Wälzer rezitierte.

Das Set wilderte sich durch nahezu alle Alben, nur die wunderbare Früh-Knüppelphase der Band wurde nur sehr spärlich bedacht. Ob "The Blood Of Kingu", "Deggial", "Birth Of Venus Illegitima", "Rise Of Sodom And Gomorrah", "Ginnugagap" oder die Messlatte "To Mega Therion", Therion mit dem priesterlich wirkendem Bandkopf zeigten sich in bestechender Verfassung, gaben eine Lehrstunde in Sachen Entertainment und hinterließen schlicht und einfach Begeisterung und offene Münder. Danke für einen Abend, der wieder einmal zeigte, dass es nichts besseres gibt als epischen, brachialen Heavy Metal in jeglichen Facetten!


 

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Ingo
© 02/2007 whiskey-soda.de
 


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