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Längst ist der Weg zum Erfolg der Arctic Monkeys in die Bücher der Musikgeschichte eingetragen. Längst ist es eine wahre Legende, wie zunächst MP3s einer jungen, ruppigen Indie-Rock-Band aus Sheffield im Netz kursierten, bevor deren Album trotz der digitalen Verbreitung in Rekordstückzahlen über die britischen Ladentheken ging, was etwa den "Guardian" zu dem Etikette "Die ersten Download-Superstars" inspirierte. Tracks wie "I Bet You Look Good On The Dancefloor", "Dancing Shoes" oder "When The Sun Goes Down" machten "Whatever People Say I am, That's What I'm Not" zu einem der meist gefeierten Debüts in 2006.
Schaute man sich nun das Publikum an diesem Dienstagabend im großflächigen Obergeschoss des Postbahnhofs an, scheint wenig Zweifel daran berechtigt zu sein, dass der Hype um die spröden Knaben aus Nordengland auch mit dem zweiten Album "Favourite Worst Nightmare" weitergehen wird. Da wippten junge Mädchen zu E-Gitarren und Schlagzeug-Stakkato, die man optisch eher bei Justin Timberlake einsortiert hätte. Insgesamt hüpfte die Menge beim Auftritt von Alex Turner (voc, git), Jamie Cook (git), Matt Helder (drum) und Nick O'Malley (bass) sogar so stark, dass man sich um die Stabilität des schwankenden Bodens im etwas marode wirkenden Gebäude sorgen machen musste.
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Selbst von der Ekstase nicht vollends erfasst (da war ich allerdings nicht der Einzige), stellte ich mir die Frage, was diese Band eigentlich ausmacht. Warum ist gerade diese Band immer wieder in aller Munde, wo es aktuell doch mindestens ein Dutzend Bands von ähnlichem Schlage gibt. Ist es der Schülerband-Charme, den sich das unspektakulär verhaltende und konventionell gekleidete Quartett bewahrt hat? Ist es die Trotzigkeit, mit der sich die Stimme von Alex Turner einer Melodie verweigert? Das meist etwas hölzerne und rumpelige im Songwriting? Die rohe Energie der Grünschnäbel? Was immer das Geheimnis der Arctic Monkeys sein mag, ich für meinen Teil werde vermutlich nicht mehr so richtig dahinter kommen, was nicht bedeuten soll, dass der eine oder andere Kracher vom Debütalbum nicht auch mein Tanzbein in Schwingungen versetzt.
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Was den eigentlichen Zweck des Abends angeht, muss zu Protokoll gegeben werden, dass vermutlich die Wenigsten der Anwesenden nach dem gut eine Stunde dauernden Konzert (ohne jegliche Zugabe!) eine wirkliche Ahnung davon bekommen hatten, wie das im April erscheinende neue Album wohl klingen wird. Zu beiläufig waren die neuen Stücke mit Titeln wie "Fluorescent Adolescent" zwischen die dominanten Hits gestreut. Insofern bleibt vielleicht doch abzuwarten, ob die Erfolgsgeschichte der Arctic Monkeys auch mit dem schwierigen zweiten Album weitergeht. Eines steht fest: Den Status, in dem man sich als Band über möglichst viele Downloads aus dem Internet freut, hat die Truppe schon länger hinter sich gelassen.
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