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"Es ist bestimmt nicht leicht, ein Indiegott zu sein" singen Gallmucke zweistimmig ins Mikro. Das Publikum an der Bühne tanzt und pogt zur Musik. Der Power-Pop heizt der Menge bereits ab den ersten Songs mächtig ein. Bis zum Ende ihres Auftritts sorgt die Band mit ihren deutschsprachigen Liedern für ausgelassene Konzertstimmung. Inzwischen ist der Saal auch voll geworden.
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Anajo maschieren durch's Publikum auf die Bühne. Die letzten Zuschauer ergattern noch ein Plätzchen in Bühnennähe. Dann geht's los, oder wie die Augsburger im ersten Titel ihres Debüts sagen: "Vorhang auf". Nach dem zweiten oder dritten Song kommen aus dem Publikum Rufe nach Monika, womit der Titel "Monika Tanzband" von Anajo gemeint ist. Die Besucher feiern kräftig und die ersten Reihen tanzen wild. Stage diving steht ebenfalls auf der Tagesordnung. Nach 30 Minuten Spielzeit hat sich die Raumtemperatur auf gefühlte 40 Grad erhitzt. Die zaghaften Zuschauer haben den Tanzwütigen den Platz an der Bühne inzwischen komplett überlassen. Anajo spielen einen Hit nach dem anderen. Sie setzen auf eine gute Mischung aus Songs beider bisher veröffentlichten Alben, sodass das Publikum keine Mühen hat, immer wieder mitzusingen. Es ist trotzdem erstaunlich, dass fast jeder in dem Raum die Titel der Augsburger mitträllern kann. Das liegt wohl an den eingängigen Texten und häufigen Wortwiederholungen in den Pop-Songs von Anajo. An diesem Abend beweisen diese nämlich wieder, dass die Jungs sich die Bezeichnung "Pop-Band" redlich verdient haben.
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Nach ungefähr 45 Minuten halte ich die Hitze inmitten des Publikums nicht mehr aus und suche frische Luft in der letzten Reihe. Frisch ist die Luft hier zwar ebenso wenig, aber wenigstens ein paar Grad kühler. Jetzt spielen Anajo auch endlich "Monika Tanzband". Das Publikum flippt völlig aus und bis in die letzte Reihe wird getanzt. Schließlich beenden die Schwaben ihr Konzertprogramm. Sofort kommen Forderungen nach einer Zugabe von den Besuchern und die Band lässt sich nicht lange bitten: Kaum von der Bühne gegangen, stehen Anajo schon wieder an ihrem Platz. Die Zugabe wird dann ein kleines Zusatzkonzert. Die Band spielt nämlich noch mal vier Songs ihres Repertoires, zuletzt den Song "Amsterdam-Mann", in dem es um eine Begegnung mit einem schönen Mann in Amsterdam geht.
Die Zuschauer sind bis zuletzt euphorisiert, die Hitze nimmt im Saal erst ab, als die Band schon längst verschwunden ist. Nun hält die Normalität wieder Einzug in den Römer: Indie-Disco am Samstagabend, wahlweise mit einem kühlen Beck's oder Haake Beck.
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