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Kreator - Kein Massenmord in der Columbia Halle

Der Himmel über Berlin noch blau, die Sonne strahlt und die Vögel pfeifen - das ist doch mal wieder eine ganz neue Erfahrung für die konzertbesessene Meute Berlins, die sich am Donnerstagabend auf den Weg in den Columbia Club machte, um ein vielversprechendes Package der harten Töne zu genießen. Die Europatour der deutschen Thrash-Titanen Kreator machte Station in der Hauptstadt und brachte außer Mille & Co. noch Celtic Frost, Legion Of The Damned und Watain mit.

Nach dem oben bereits beschriebenen, frühlingshaften Weg zur Halle, war der Black Metal Opener des Abends fast wie ein Schlag in die Magengegend. In der noch recht spärlich gefüllten Location, bedienten Watain in zwanzig Minuten so ziemlich jedes Klischee dieses Metal-Genres. Mehr oder weniger künstlerisch angehauchten Corpsepaint, Nieten- und Stachelarmbänder, theatralisch erhobene Arme zur Anbetung des "Diaboli" und Songs wie "Sworn To The Dark" und "Storm Of The Antichrist". Die Reaktion der bereits Anwesenden, die nicht noch eben draußen die letzten Sonnenstrahlen bei einem Bierchen genossen, sondern von Anfang bis Ende dabei sein wollten, hielt sich in Grenzen und somit kam auch nicht wirklich der, von Sänger Erik Danielsson geforderte, "Pit of death" zustande.

 

Herrlich unkompliziert, weil ohne Schnickschnack, Schminke, Verkleidung und angesetzten Spinnweben, dadurch umso sympathischer, fegten die Niederländer "Legion Of The Damned" danach kompromisslos einmal über den Columbia Club hinweg und wieder zurück. Kein langatmiges Intro, sondern als Opener "Sons Of The Jackal" vom gleichnamigen, neuesten Album bekamen die Metalheads um und in die Ohren geblasen, gefolgt vom mächtigen "Werewolf Corpse". Spätestens ab diesem Moment war, zum ersten Mal an diesem Abend, Bewegung im Club und ein anständiger Moshpit konnte auch erspäht werden. Maurice und seine Mannen versprühten eine solche Power, Energie und Spaß mit den weiteren Titeln des aktuellen Albums "Sons Of The Jackal" wie beispielsweise "Infernal Wrath", das kaum jemand still stehen konnte. Beim finalen Brecher "Legion Of The Damned" hatte das Quartett es dann geschafft und die Sympathien der Berliner fast komplett auf seine Seite gezogen.

Man hätte den Eindruck bekommen können, dass die Länge der Umbaupausen ein Spiegel der Rangordnung der Bands sein könnte. Ging der Wechsel von Watain zu Legion Of The Damned doch recht fix, musste für Celtic Frost schon etwas mehr Aufwand betrieben werden der natürlich auch seine Zeit in Anspruch nahm. Mit einem sehr ruhigen, sphärisch angehauchten Intro wurde der Columbia Club auf Celtic Frost eingestimmt. Großmeister Fischer, der mit dem Wollkäppi weniger an Frühlingsanfang, als an das Popjüngelchen Ben erinnerte, umrahmt von seinen corpsegepainteten Bandkollegen ist schon ein einmaliger Anblick. Leider wählten die Schweizer Düstermetaller den sehr langsam, doomigen Song „Procreation (Of The Wicked)“ als Opener, so dass das von Legion Of The Damned geschürte Feuer leider nicht lange erhalten blieb und die Halle in Bewegungslosigkeit erstarrte. Glücklicherweise änderte sich das bei „Circle Of The Tyrants“ und es kam wieder so etwas wie Stimmung auf. Eingefleischte Celtic Frost Fans waren sicher im siebten Himmel denn bestritten die Herren doch die erste Clubtour seit nahezu 20 Jahren. Für alle anderen, waren die merkwürdigen Ansagen Anlass zu ratlosem Kopfschütteln, oder unterdrücktem Grinsen. Ein Beispiel: „Wir wollen Euch, die zukünftigen Toten, schreien hören!“ oder auch „Das letzte mal betete ich am Totenbett meiner Mutter, das ihre Träume wahr werden! Ich sage Euch: es gibt keinen Gott!“ Naja, gewöhnungsbedürftig eben, genau wie die Musik die sie zocken. An diesem Abend verwöhnten sie ihre Fans noch mit Klassikern wie „Dethroned Emperor“, „Morbid Tales“ oder „Into The Crypts Of Rays“. Aber auch die neueren Songs wurden nicht vergessen „Ain Elohim“ und „Ground“ ebneten den Weg für ein, wieder sehr zwiespältiges Ende, dass man mit dem 15-minütigen „Synagoga Satanae“ mehr als künstlich in die Länge zog.

Das Intro des heißersehnten Kreator Gigs wurde wunderschön vor den „Kre-ator, Kre-ator“ Sprechchören des, mittlerweile rappelvollen Columbia Clubs, untermalt. Die vorfreudige Anspannung entlud sich ein einem enthusiastischen Aufschrei und kollektiv in die Höhe gereckten Armen und zum Metalzeichen geballten Händen, als Mille Petrozza und seine Mitstreiter die, zu diesem Zweck komplett umgestaltete Bühne, beraten. Die Thrash Metal Maniacs legten mit „Violent Revolution“ und „Pleasure To Kill“ auch von Beginn an mit einem wahnsinnigen Brett los, so dass es kein Halten mehr gab. Ziemlich bald und irgendwie völlig ohne Zusammenhang, so als ob der charismatische Fronter es einfach nur los werden wollte, weil es jeder von ihm erwartete, kam die berühmte „Berlin, seid ihr bereit Euch gegenseitig umzubringen?“ Ansage. Außer die wieder einsetzenden Fanchöre, konnte jedoch keine weitere Reaktion und auch kein kollektiver Massenmord gesichtet werden!

 

Klang-, Licht- und Showtechnik dieses Abends waren anstandslos sauber, gut organisiert und auch das Bühnenbild war Kreator gerecht aufbereitet: Die Band wurde, von rechts und links von Skelett Bannern in eisblau eingerahmt und hinter Drummer Jürgen Rei flimmerten über eine große Leinwand Psychofilmchen und Videoclips die, auch ohne Ton, ein gewisses Gruseln erzeugten, vorausgesetzt man schenkte dem Beachtung, was über den Monitor flimmerte. Kreator zockten sich weiter routiniert und selbstsicher mit „People Of The Lie“, „Suicide Terrorist“ und „Awakening Of The Gods“ durch Ihr Set. Der alleinige Blickpunkt, Hingucker und Showmaster ist und bleibt aber der Sänger und Gitarrist des Quartetts: Mille ist es, der die tobende Meute zu seinen Füßen kontrolliert: „Ich will alle, von vorn bis hinten, in diesem scheiß Moshpit sehen!“; motiviert: „Berlin! Fühl Ihr Euch aggressiv?“; lobt: „Drei Generationen Metalheads auf einem Kreator Konzert! Was kann es Schöneres geben?“ aber auch ermahnt: „Es gibt eine neue Seuche in der Szene: Nazi-Metal! Wir haben eine Song darüber geschrieben! Fickt Euch!“. Dieser Ansage folge natürlich der Song, in dem Kreator ganz klar Stellung gegen rechts beziehen: „Europe After The Rain“. Es folgten Schlag auf Schlag „Phobia“, „Betrayer“, „Voices Of The Dead“ und mit „Reconquering The Throne“ war man auch schon am Ende des Hauptsets angekommen. Allerdings sind die Kreatoren nun auch schon zu lang im Geschäft, um sich lange um eine Zugabe bitte zu lassen und kamen bereits nach wenigen Minuten wieder auf die Stage zurück und prügelten die Fans mit „Impossible Brutality“, „Endless Pain“ und dem, noch einmal für mächtigen Fangesang sorgenden, „Flag Of Hate“ endgültig nach Hause.

Sicherlich wird es zu den Co’s, dieser als Co-Headliner Tour präsentierten Show, kontroverse Meinungen geben, da gerade mit Watain und Celtic Frost keine leichte, mainstreamtaugliche und everybodys Darling-Kost geboten wurde. Allen in allem war die Stimmung jedoch durchweg gut und die Qualität von Kreator ist ohnehin über jeden Zweifel erhaben! Auch, wenn die ein oder andere neue Ansage vielleicht ein bisschen frischen Wind in das sehr routinierte und durchgestylte Konzept bringen würde.

(Danke an TheBanshee für die Fotos)


 

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Baja
© 04/2007 whiskey-soda.de
 


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