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Den Anfang macht am Freitag Abend der Newcomer Ghosts im Mudd Club. Warum der Fünfer aus London derzeit so hoch gehandelt wird, dürfte nach diesem höflich beklatschten sieben Song-Auftritt leider auch nicht wirklich klar geworden sein. Haben Ghosts irgendetwas, dass Keane nicht haben? Nein, aber dafür Songs, die von einem Ohr ins andere flutschen und dabei keinerlei Spuren hinterlassen. Aber es ist Freitag Abend in einer Metropole und der Auftakt der zweiten British Music Week und dies ist eine hippe britische Band und so gibt man sich im Publikum bemüht euphorisch, was aber leider nicht immer klappt. Nicht wirklich schlecht, erst recht nicht wirklich gut, also eine schöne Einstimmung auf die nächsten Tage!
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Montag Abend dann in der Maria eine ganz andere Szenerie, ganz andere Leute. Es ist schon faszinierend wie sehr sich die übliche Indie-Crowd, die sich bei Ghosts drängte von dem abhebt was heute hier angerückt ist um...tja wen eigentlich? Den britischen Neu-Krautrock-Act Fujia & Miyagi zu begutachten? Oder vielleicht doch eher um sich von den kalifornischen !!! (chk chk chk) an die Wand drücken zu lassen? Enttäuscht wurden beide Fraktionen nicht, im Interesse des Publikums hätte man aber vielleicht die Bandreihenfolge ändern und Fujia & Miyagi lieber am Ende ein Chill-Out-Set spielen lassen sollen. Denn nach den zerrenden Soundexplosionen von !!! (chk chk chk) wäre ein kleines bisschen Ruhe doch eine sehr schöne Sache gewesen. Aber so läuft das Spiel nicht und wenn !!! (chk chk chk) dann nach gefühlten 90 Minuten mit einem fertig sind, kann man nur noch irritiert hinaus in die Nacht stolpern und Ruhe suchen. Die gibt es auch am nächsten Abend nicht, zumindest wenn man sich in den Magnet Club verirrte, wo The Horrors ihr "Strange House" aufgeschlagen hatten!
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Bevor es jedoch so weit war, kamen von der Bühne ganz andere Töne: The Voom Blooms unterstrichen den Eindruck, den man von ihren beiden EPs haben konnte , sehr nett, sehr treibend und live noch ein wenig mehr von beidem. Vor allem ein Song wie "Politics & Cigarettes" entfaltet beim Konzert erst sein ganzes Charisma. Und jetzt bitte schnell ein Album nachliefern, bevor Euere obligatorischen 15 Minuten um sind. Bei The Horrors dürfte das dagegen noch etwas länger dauern, die haben wahrscheinlich 15 Jahre zumindest glaubt die Band selbst das. Aber nichts Negatives über diese Jungs, !!! (chk chk chk) mögen einem zwar noch in den Knochen hängen, The Horrors sind jedoch ein sehr effektiver Exorzismus, vor allem wenn man einen Meter vor der Bühne steht und sich permanent in der Gefahr befindet, dass einen Sänger Ferris Badwan gleich in seine düster-manische Performace einbezieht. Der Rest ist Garage, eine unterhaltsame Zeitreise nach 1985 und ein Cover des Joy Division-Klassikers "No Love Lost". Und leider live (noch) ganz so zwingend wie auf dem hübschen Album. Aber kurzweilig und mit 30 Minuten auch sehr kurz. Und was nicht ist, kann ja noch werden. Und genau das wünschen wir der British Music Week auch. Sie hat ja noch ein paar Tage!
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