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Dabei fing alles noch ganz gut an, der Block aus "23", "Dr.Strangeluv" und "The Dress" klang zwar irgendwie "unfertig", lullte die Zuhörer aber angenehm ein und ließ nach der katastrophalen Vorband Klez.E Hoffnung aufkeimen. Umsonst leider, denn nach diesem netten Einstieg wurden Blonde Redhead zunehmend langweiliger, der optische Reiz, den die Zwillinge Amedeo und Simone Pace in Kombination mit Bassistin Kazu Makino auf der Bühne ausstrahlen verflog nur allzu schnell und an seine Stelle rückte eine unangenehme Leere. Das Problem? Ganz einfach: Die vielschichtigen Klangtexturen der letzten beiden Alben "Misery Is A Butterfly" und "23" lassen sich nicht so ohne weiteres zu dritt auf der Bühne reproduzieren. Die Drei starren zwar nicht auf ihre Schuhe aber da sie trotzdem nicht besonders kommunikativ sind, muss man sich irgendwie ablenken ...
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....und fängt an, über seltsame Dinge nachzudenken, die sich mit jeder zäh verfliessenden Minuten stärker in Bewusstsein drängen. Plötzlich fällt einem auf was für ein unglaublich bescheuerter "Reim" doch "Generals gathering in their masses, just like witches at black masses" ist und man fragt sich, ob Black Sabbath das 1970 nicht gemerkt haben als sie ihn in "War Pigs" einbauten. Oder wie veraltet doch die Sonic Youth-Textzeile "My friend Goo has a real tatoo" mittlerweile klingt. Ein echtes Tatoo! Wow! 1990 mag das tatsächlich noch irgendetwas - was auch immer! - bedeutet haben, 2007 finden sich sogar auf Blonde Redhead-Konzerten viele tätowierte Menschen. Die Band selbst selbstverständlich nicht, aber die besteht ja auch auf Nikotinabstinenz bei ihren Shows.
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So könnte man die Musik und das langatmige Konzert wunderbar ausblenden wären da nicht drei Studententypen, die entweder die falschen Drogen erwischt haben, seit Jahren keinen Sex hatten oder einfach schon lange nicht mehr auf einem Konzert waren. Wahrscheinlich treffen alle drei Dinge zu, Fakt ist jedoch, dass sie nicht nur völlig unästhetisch "tanzen" und damit die Umstehenden nerven, sondern auch noch den kleinsten Break in der Musik absolut überzogen bejubeln. Das gibt dann nach knapp 60 Minuten den Auslöser, den Ort des Geschehens zu verlassen, sich erst mal eine Zigarette anzustecken und das Blonde Redhead-Album "23" über iPod anzuhören. So klingt es plötzlich wieder richtig gut! Man muss ja nicht alles teilen!
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