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Die Queens Of The Stone Age hatten geladen und die "Blackberry-Generation" war folgsam und erschien zahlreich. Übertragen wurde das Konzert übrigens via Livestream im Internet unter www.vertigo.fm. Die Musiker um Josh Homme, Mastermind der Queens, alter Kyuss-Haudegen sowie musikalischer Gruppentherapeut bei den Desert Sessions und Eagles Of Death Metal, sind 1. Troy Van Leeuwen, zuständig für Gitarre, Keyboard und Gesang und 2. Joey Castillo am Schlagzeug. Die beiden Neuzugänge sind Dean Fertita, kompetent am Keyboard, Mikro und gelegentlich an der Gitarre und Michael Shuman, der Nick Oliveri nicht nur am Bass sondern auch in punkto Geschrei das Wasser reichen kann.
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Eröffnet wurde der Abend gegen 21:00 Uhr von den Kamikazee Queens, die ehemals Sin City Circus Ladies hießen und sowohl musikalisch als auch kostümlich irgendwo zwischen Transenrock und Turbonegro einzuordnen sind. Unter ihrem alten Namen haben sie bereits einige Shows für die Queens eröffnet. Mit ihrem wollüstigen Garagen-Rockabilly und ihrer exaltierten Bühnenshow heizten sie die Columbiahalle gut vor und dem geneigten Publikum ein.
Um 22:15 Uhr betraten dann die Queens Of The Stone Age die Bühne, ließen sich nicht lang bitten und intonierten mit "Regular John" sogleich einen ihrer klassischen Opener. Weiter ging es mit dem Gassenhauer "If Only", der wie sein Vorgänger ebenfalls vom ersten Album stammt. Während die Security von Beginn des Konzertes an, alle Hände voll zu tun hatte, den tobenden Mob zu bändigen und schweißnasse Fans aus dem Hexenkessel in den sicheren Photograben zu ziehen, stimmte die Band ihren "Feel Good Hit Of The Summer" an. Dieser passte eigentlich nicht so recht zu diesem verregneten Sommertag, der einem schon etwas aufs Gemüt schlagen konnte. Genau wie bei ihrem Konzert im Mai im Columbia Club improvisierte Josh Homme im Mittelteil des Feelgood Hits "Everybody knows you dance like you fuck, you dance like you fuck." und hatte die Lacher des teilweise aus grobmotorischen Körperkläusen bestehenden Pulks auf seiner Seite. Übrigens ist Bassist Michael Shuman eine sehr gute Wahl. Wenn er nicht Walkürenhaft über die Bühne tobt oder auf seinen Bass eindrischt, bereichert er die Songs mit herzhaften Schreiattacken. Damit füllt er die durch Nick Oliveris Weggang entstandene Lücke bei lautstarken Brüllpassagen wie im "Feel Good Hit Of The Summer" ausgezeichnet.
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Homme ist ein erfahrener Entertainer, auch wenn er bei Konzerten meist ohne lange Ansprachen auskommt, anfänglich etwas verhalten wirkt und erst ab der Mitte eines Konzertes kommunikativ wird und sich zu Sprüchen wie "You look good, turn on those lights, some sexy bitches out there!" hinreissen lässt. Dennoch weiß er was sein Publikum will und das bekommt es auch: schweißtreibenden Rock der einem einen Endorphinschock nach dem nächsten beschert. In seiner betont lässigen Art, geht Mr. Homme dann auch mit nach vorne geworfenen Getränkebechern um. Mit lasziver Geste reibt er das Wurfgeschoß einfach an seinem Schritt und gibt damit unmissverständlich zu verstehen wer hier der Chef im Ring ist und den längsten Puller hat. Souverän und resolut! Genauso wie "3's & 7's", der zweiten "Era Vulgaris"-Auskopplung, die zusammen mit den vom Überalbum "Songs For The Deaf" stammenden Stücken "Do It Again" und "Go With The Flow" die ersten Höhepunkte des Abends bildeten. Dass der Schwerpunkt des Konzertes auf "Era Vulgaris" lag und daher mit sieben Liedern am stärksten präsent war, störte niemanden. Mit "Misfit Love", "Into The Hollow", "River In The Road" und "Battery Acid" folgten die neuen, teilweise düster sowie elektronisch wirkenden Stücke.
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