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Befragt nach dem für ihn deutlichsten Unterschied zwischen seiner Zeit bei A Perfect Circle und dem Musizieren mit den Queens, antwortet Troy: "Maynard (James Keenan, Gesang), Billy (Howerdel) und Josh Freese, sind tolle Künstler und das Arbeiten mit ihnen macht spaß aber letztlich sind A Perfect Circle eher ein Projekt und die Queens haben für mich eine höhere Priorität. Maynard hat Tool und wenn er auf Tour mit ihnen war, dann saß ich nur rum, wartete und hatte nichts zu tun. Also lag es nahe zu den Queens zu gehen. Ich wollte das von ganzem Herzen machen und es hat sich herausgestellt, dass es hier eine größere Zukunft für mich gibt. Und jetzt bin ich hier!"
A Perfect Circle hatte immer eher einen Projektcharakter, schon wegen Tool, die bei Keenan immer Vorrang genossen als A Perfect Circle, außerdem entstanden die Songs nicht gemeinschaftlich, sondern sind in Alleinregie von Billy Howerdel entworfen worden, so dass Van Leeuwen eher der Job eines musikalischen Erfüllungsgehilfen zu Teil wurde. "A Perfect Circle ist Billy's Baby. Es ist sein geistiges Produkt. Er arbeitet derzeit übrigens an seiner neuen Platte, die dem Stil der A Perfect Circle Alben ähnlich sein wird. Nur das er statt Maynard singen wird. Auf einigen A Perfect Circle B-Seiten sowie bei der Akustikversion von "Orestes", die übrigens richtig cool ist, hat er auch schon gesungen. Darauf können sich die Leute schon mal freuen und Ausschau danach halten."
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Doch zurück zu den Queens Of The Stone Age und deren neuem Album "Era Vulgaris". Die Herangehensweise der Band an neue Studioalben variiert von Platte zu Platte: "Jedes Album wird anders angegangen. Bei diesem Album sind wir ins Studio gegangen ohne überhaupt etwas vorbereitet zu haben. Es gab also bis auf den Desert Sessions Track "I Wanna Make It Wit Chu" gar nichts. Also nahmen wir unser ganzes Equipment und gingen ins Studio fingen an gemeinsam zu spielen, experimentierten, machten Krach, nahmen Sachen auf, verwarfen sie wieder." Das Album aufzunehmen dauerte dann auch fünf Monate. "Zwei Monate lang brauchten wir um herauszufinden, welche Teile zusammenpassen; es war ein wenig wie im Labor von Dr. Frankenstein. "Era Vulgaris" klingt einfach anders als frühere Queens Alben. Das einzige was gleich geblieben ist, ist Joshs Stimme und die Philosophie erst die Musik zu machen." Lass es fliessen lautet die Devise, "der Rest kommt von selbst." Die deutlichsten Unterschiede im Vergleich von „Era Vulgaris“ einerseits und "Lullabies To Paralyze" sowie "Songs For The Deaf" andererseits bestehen darin, "Era Vulgaris" elektronischer ausfällt. Es gibt mehr noisige Stellen an denen die Gitarre als perkussives Instrument eingesetzt wird. Außerdem habe ich einige neue Synthesizern benutzt und live kommt seit einiger Zeit meine Fender Telecaster (72 Custom) häufiger zum Einsatz. Auf dem Album habe ich eine 62er Fender Jaguar gespielt. Die habe ich zwar immer dabei, aber da sie sehr wertvoll ist, will ich sie schonen und spiele sie nicht bei Konzerten. Auf der letzten Tour haben wir zum Beispiel ausschließlich Hollowbody-Gitarren benutzt."
Was nur wenige wissen der gute Troy hat auch bereits als Studiogitarrist an Alben von Depeche Mode und Korn mitgewirkt. Vielleicht lässt sich der neue, elektronische Einschlag damit erklären. Zumindest darf das Etikett "Robot Rock" getrost als überholt bezeichnet werden. "Ich denke mittlerweile ist es mehr eine Art betrunkener Robot Rock. Mein Lieblingssong auf "Era Vulgaris" ist "Battery Acid"". Bei dem Stück "I'm Designer" schieden sich wohl die Geister. "Das ist ein Song, bei dem wir alle dachten, sollen wir das echt mit aufs Album nehmen? Das ist ein sehr eigentümliches Lied, denn selbst Joshs Stimme klingt recht ungewohnt. Es ist nicht der typische Queens Song. Aber ich mag ihn."
Aber was kommt nach "Era Vulgaris" und der damit einhergehenden Mammut-Tour? "Wir werden weiter touren bis uns die Reifen abfallen! Danach bereiten wir vielleicht die Aufnahmen fürdas nächste Album vor, keine Ahnung." Als sehr rhythmusorientierte Band, ist es natürlich interessant zu erfahren was Troy für Unterschiede im Rhythmus der Menschen verschiedener großer Städte beobachtet hat. "London ist sehr teuer, New York ist ein schnelllebiger Ort, L.A. hingegen eher faul und verwöhnt aber dafür hast Du dort Sonne, Strand und alles was Du möchtest." Kein Wunder also, dass es die Band dorthin verschlagen hat.
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Während Michael Shuman im Gang seinen Bass unplugged und dennoch deutlich hörbar einslappt. Öffnet sich die Tür und eine gestylte Dame betritt den Raum, die sich nicht weiter vorstellt, sondern direkt auf die benachbarte Couch setzt und die Lippen nachzeichnet. Handelt es sich hierbei um Troys Freundin? Wir besitzen genügend Pietät, diese Frage nicht zu stellen.
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