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Berlin Festival - F*** The Rain Away

Es wird wohl immer ungeklärt bleiben, wie der plötzliche Sinneswandel kam. Doch Petrus ließ sich kurzum zur Räson bringen. So hat letztlich nur ein kurzer Regenguss die Frühaufsteher Jape getroffen, die ein Publikum von gefühlter Zwei-Mann-Stärke in Kauf nehmen mussten. Die Headliner samt Tocotronic, WhoMadeWho, Peaches und The Go! Team wähnten sich sicher im Trockenen. Ebenso das dankbare, wenn auch nie allzu zahlreiche Publikum.

Was das Berlin Festival in den ersten beiden Jahren des Bestehens für jung und alt interessant machte, war die Bandbreite der Popularität. Neben Noch-Geheimtipps, derer nur die Insider gewahr waren, trumpfte man früher mit Über-Kultkanonen wie Ian Brown, Echo & The Bunnymen oder The Undertones, die bereits seit, man betone, mehreren Jahrzehnten die Hörerherzen hüpfen ließen. Das Line-Up konnte man also gut und gerne als Generationen und Geschmäcker vereinend bezeichnen.
Jetzt mögen einige aufschreien und tönen: "Wenn Tocotronic und Peaches eine Bühne teilen, so ist das sehr wohl Geschmäcker vereinend".

Man mag das so sehen, da darf auch niemand widersprechen. Es verblieb jedoch das flaue Gefühl im Magen, dass jene, die mit Tocotronic noch nie viel Liebe zu machen vermochten, auch hier eher verloren am Rande des Festivalgeschehens rumstiefelten oder gleich der Bastard-Königin Princess Superstar samt Feuertänzerin ihr Aug und Ohr schenkten. Man wollte sich ja Mühe geben und wegen des vielfach gelobten neuen Tocotronic-Albums
"Kapitulation" einen Versuch der Annäherung starten. Es blieb leider beim Versuch, denn wann immer der alternde Sänger im weißen Hemd halbgare Verbrüderungssprüche ins Mikro scheuchte, wollten genau das nur die eingefleischten Fans hören. Die anderen nicht. Die rollten bei jedem Stimmabsacker und jeder falschen Note nur mit den Augen.
Wahrscheinlich gehörte man "früher" eben doch eher der Jugendbewegung an, die schon immer einen Technohit im Liedgut der Grunge-Legende Nirvana vermutete. Princess Superstar lieferte den Beweis mit erstklassiger Bastard-Disko, die vor keiner Genre-Grenze haltmachte und hervorragend zeigte, wie auf Seattle-Sound getanzt wird. Mit ziemlicher Sicherheit lag das Stimmungsbarometer an der abgelegenen, wenn auch irgendwie gemütlichen Vice-Stage weitaus höher als an der mit Deutschrock beschallten Mainstage. So endete der freitägliche Festivalabend zeitig, aber viel versprechend.

Dem Wetter den Kampf angesagt, quälte man sich nach durchzechter Nacht viel zu früh aus wohligen Gefilden. Dank der dickköpfigen Nachbarn, die auf ihre allabendliche Ruhe drängten, begann das Programm bereits gegen zwei. Da verzichtete sogar das Berlin-Mitte-Publikum auf pünktlichen Antritt und schlussendlich hätte man der Handvoll Besucher auch gemach persönlich Guten Morgen wünschen können. Aber je trockener, desto später, desto stärker füllte sich auch das Festivalgelände.

 

Bei den so niedlich süß verplanten Tele fanden sich dann auch die letzten Stilblüten in Neonpink zunehmend im Poststadion ein. Jene ließen sich jedoch lieber im Anschluss von den erwartungsgemäß charmanten Damen der Combo Au Revoir Simone bezirzen.
Große Hoffnungen schien das Publikum auf die Norweger Datarock zu setzen. Darüber, ob selbige den Erwartungen entsprachen, entzweite sich die Hörerschaft. Die Einen mögen gegröltes Chaos in uniformer Retrotrainingsbekleidung nun mal mehr als die Anderen. Der charmant-alte Casio-Synthesizer kam zum Ende des Gigs aber doch ausreichend zum Einsatz und "Fa-Fa-Fa" erklomm selbstbewusst den ersten Gipfel des Festival-Samstags.

 

Da setzten The Go! Team die Reise fort. Was die atemberaubende Sängerin Ninja an Energie auf der Bühne verbrannte, vermochte nicht einmal die großartige Peaches zu überbieten. Zwar wurde das neue Album "Proof Of Youth" massiv beworben, doch musste der gemeine Fan nicht auf Hits wie "Ladyflash" verzichten. Und wie viel Spaß hat es wohl gemacht, dabei auf samtweichen Rasenteppich zu herum zu springen?
So schön so ein Festival auch sein kann und so sehr man dann einmal vom Alltagsgedöns abschalten darf, so unsanft wurde man mit Einbruch der Dunkelheit vom beschwingten Freudentaumel heruntergeschubst. Denn wie im wahren Leben sollten nun harte Entscheidungen getroffen werden. "Peaches oder WhoMadeWho, eme mene mu?". Zwar ist Erstere die legitime Königin des diesjährigen Berlin Festivals, dennoch eilt auch der Kopenhagener Band ein unverzichtbarer Live-Ruf voraus. Herzbluten Hand in Hand mit Jubelsegen. Manch einer suchte des Dilemmas Lösung im Kompromiss. Da sich die Kanadierin bereits sehr zeitig sehr hitverdächtig gab, hegte ein Teil des Publikums die Hoffnung, nach "Two Guys For Every Girl" dem Konzert Genüge getan zu haben. Immerhin konnte man genügend Blicke auf einen leicht bekleideten Snax an den Keys werfen. Und Peaches hatte sich sowieso bereits einmal im Quasi-Superwomankostüm am gesamten Bühnengerüst herauf und wieder herunter geklettert.

WhoMadeWho erreichte man nach zielstrebigem Marsch und mit einem Bisschen an Glück rechtzeitig zu den ersten Takten vom Diskothekenliebling "Satisfaction". Mit einiger Erleichterung frönte man abschließend dem Namen gebenden ACDC-Cover und gab sich reichlich Mühe, das Trio zur Zugabe zu bitten. Angeblich mochten das wohl auch die Nachbarn und meckerten nicht weiter herum.
Diese haben hoffentlich auch ihren Teil für das nächste Jahr gelernt. Dann, wenn hoffentlich wieder ein gelungenes Berlin Festival stattfinden wird. Dann, wenn es hoffentlich ein bisschen lauter und kompromissloser werden darf.


 

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crimehild
© 08/2007 whiskey-soda.de
 


Kurzinfos: Princess Superstar

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- Berlin Festival - F*** The Rain Away

Kurzinfos: Au Revoir Simone

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- Tocotronic - live in der Arena Treptow
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