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Apocalyptica - John Lennon ruft nie zurück

Einen Tag nach dem der versammelten Presse zum ersten Mal das Material des am 14. September erscheinenden Apocalyptica-Albums "Worlds Collide" vorgestellt wurde, treffe ich Paavo und Schlagzeuger Mikko in der Lounge des Radisson Hotels in Berlin. Obwohl sie schon einige Interviewtermine hinter sich haben, sind die beiden gut gelaunt und auskunftsfreudig, so dass sich ein unterhaltsames Gespräch über die Arbeit am neuen Album, die Zusammenarbeit mit anderen Künstlern und Soundprobleme bei Livekonzerten mit Violincelli entwickelt.

Natürlich reden wir als erstes über die Listening Session des Vortags, denn dies war auch das erste Mal, das die Band ihre neuen Songs am Stück gehört hat. "Wir waren wirklich überrascht, dass viele Leute meinten, das Album wäre richtig heavy," zeigt sich Mikko erleichtert, "denn wir machten uns die ganze Zeit Sorgen, ob das Album nicht vielleicht viel zu poppig geworden ist." Davon kann jedoch tatsächlich keine Rede sein. Sicher gibt es auf "Worlds Collide" auch ruhigere Töne und ein paar poppige Melodien, doch die stehen in schönem Kontrast zu einigen sehr heftigen Passagen, wie vor allem der akustischen Abrissbirne "Last Hope" mit Dave Lombardo (Slayer) am Schlagzeug.

Paavu ergänzt, das es auch "wirklich toll ist, über das Album zu sprechen. Wenn du über dein eigenes Werk sprichst, beginnst du erst das Gesamtbild zu sehen. Wir sind also gerade dabei für uns selber herauszufinden, was wir da eigentlich fabriziert haben." Da sich das Ergebnis wirklich hören lassen kann, beginnt die Band auch langsam von ihrem neuesten Werk überzeugt zu sein. "Das Selbstvertrauen kommt allmählich. Bis jetzt schwankte die Stimmung immer zwischen 'wirklich gut' und 'verdammt unsicher'. Aber das ist wohl ein Teil des kreativen Prozesses", sinniert Paavu. Mittlerweile glaubt die Band daran, mit "Worlds Collide" Qualität abgeliefert zu haben. "Wir wollen mit jedem Album den nächsten Schritt in unserer Karriere machen. Diesmal haben wir versucht gleich zwei zu machen und vielleicht ist es uns so gelungen, tatsächlich einen zu schaffen", meint Mikko mit einem Lachen.

Allerdings steckt in dieser Aussage auch einiges an Wahrheit, denn Apocalyptica haben, so hat es Eicca am Vortag im Tonstudio bereits erzählt, ihren Arbeitsstil für das neue Album sehr verändert. "Wir haben gearbeitet. Das war das Neue", scherzt Mikko, bevor die beiden etwas ernsthafter die Arbeiten an "Worlds Collide" beschreiben. "Der Plan für dieses Album war es, einen Produzenten mit ins Boot zu nehmen, der eine starke Meinung hat und dem wir alle vertrauen können. Jemand, der im Studio unser großer Bruder sein kann." Dieser Jemand was kein geringerer als Rammstein-Produzent Jacob Hellner. "Der Hauptgrund warum wir einen Produzenten wollten und das Album nicht wie die beiden Vorgänger selber aufnehmen wollten war, das es bei den Aufnahmen so viele technische Aspekte zu beachten gibt, die vom kreativen Prozess ablenken. All das, was Jacob an technischen Details einbrachte hätten wir selbst niemals zustande bekommen. Aber auch die Demokratie innerhalb der Band verändert sich, wenn eine Art Headmaster mit im Studio ist. Und er brachte auch selber viele Dinge mit ein. Es ist so als seien wir das rohe Fleisch und Jacob die Gewürze", versucht Paavu einen Vergleich zur Kunst des Kochens zu ziehen.

 

Was genau es war, das Jacob Hellner bei den Aufnahmen einbrachte, erläutert Mikko etwas genauer: "Jeder von uns ist in seinen musikalischen Fähigkeiten begrenzt. Und mit den letzten Alben haben wir gemerkt, dass wir alleine nicht weiter vorankommen werden. Auch deshalb entschlossen wir uns einen 'Außenseiter' dazuzuholen, jemanden mit überzeugenden Ideen und Ansichten. Was Jacob dann am meisten gemacht hat war, uns Fragen zu stellen und auf Antworten zu bestehen. Ich denke auch, das es gut ist, Dinge in Frage zu stellen, dich jedesmal zu fragen 'ist das wirklich gut' oder 'kann das besser gemacht werden'. Eine unserer Schwächen ist beispielsweise die Tatsache, dass wir Songs so arrangieren, dass einfach zu viel in ihnen passiert." Paavu machte den klassischen Hintergrund der Bandmitglieder für diese Tendenz verantwortlich: "Da wir aus der klassischen Musik kommen, haben wir häufig fünf oder zehn verschieden Themen in einem Song und noch weitere kleine Details, so dass man schon mal den Fokus verlieren kann. Jacob hat uns dann immer gefragt: 'Was ist das Leitmotiv in diesem Song?' Er wollte, das wir die Dinge einfacher und einfacher gestalten. Aber wir dachten uns natürlich auch, das es nicht zu simple geraten darf", wischt Paavu etwaige Zweifel vom Tisch, das Apocalyptica zuviel an musikalischer Komplexität eingebüßt hätten.

Die Arbeiten am Album haben bereits im August 2006 begonnen, so dass unter dem Strich ein ganzes Jahr Arbeit in "Worlds Collide" steckt. Paavu erklärt, dass vor allem die Vorproduktion sehr viel Zeit in Anspruch nahm. "Was diesmal auch anders war, war die Tatsache, dass jeder von uns viel Musik komponiert hat. Wir alle haben zu Hause Demos produziert und uns dann gegenseitig vorgespielt. Also hatten wir jede Menge Musik und mussten die Sachen raussuchen, die sich zu einem Song kombinieren ließen oder die anderweitig etwas miteinander zu tun hatten, so dass wir den Gesamtsound des Albums entwickeln konnten. Schließlich probten wir etwa 25 Songs und arrangierten diese dabei neu, nahmen davon wieder Demos auf. Dann kam Jacob Hellner hinzu und wir arrangierten wieder einiges um und dann ging es zurück ins Studio. Es war also ein riesiger Arbeitsaufwand." Die eigentlichen Aufnahmen begannen dann erst Anfang März dieses Jahres. "Die Aufnahmen waren lang und sehr anspruchsvoll", berichtet Mikko. "Du bist jeden Tag 12 Stunden im Studio. Aber im Vergleich zur Vorproduktion mit all den Arrangements und der Songauswahl gingen die Aufnahmen wirklich schnell über die Bühne."

Obwohl sie als klassisch ausgebildete Musiker Noten lesen können, verzichten Apocalyptica beim Komponieren auf die Transkription ihrer Musik in Noten. "Es ist einfach zu langsam und einengend", erklärt mir Paavu. "Es ist natürlich eine gute Sache wenn man Noten lesen kann, aber es ist nicht immer hilfreich. Wir haben auch schon so gearbeitet, aber diesmal nicht. Auf Noten zu verzichten ist besser, wenn man ein hohes Energielevel in der Musik erreichen will, da man nicht in Strukturen gefangen ist. Ohne Noten nutzt man eher seine Ohren als seine Augen und das ist in der Musik natürlich besser."

Apocalyptica - John Lennon ruft nie zurück Seiten 1 2

 

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