|
Kurz darauf die Nachricht von der Bühne: Silverchair haben aus Krankheitsgründen abgesagt! Daraufhin wiederum die Frage: Wen juckts? Offenbar nicht viele, denn die enttäuschten Schreie bleiben aus. Schließlich wissen ja auch alle, was jetzt ansteht, ein Auftritt der berühmt berüchtigten Eagles Of Death Metal. Und so spielfreudig und gutgelaunt wie diese Herren dann wenig später auf der Bühne herumzappeln, allen voran natürlich Jesse "The Devil" Hughes, hat das heute noch keine Band getan. Jesse animiert das Publikum immer wieder, macht Komplimente und ist einfach schon die coolste Sau der Welt, wenn er nur zwei Schritte läuft. Von "I Only Want You" bis "Cherry Cola" werden alle Hits und Geheimfavoriten gespielt. Belohnt werden die Eagles dafür auch mit einem Publikum, das völlig außer Rand und Band ist. Ein gigantischer Auftritt!
|
|
 |
|
|
|
Einen solchen erhofft man sich eigentlich auch von den Headlinern Nofx. Die Spannung steigt ins Unermessliche, doch immer wieder watschelt ein Roadie mit einer Taschenlampe über die Bühne, ohne auch nur das allergeringste zu tun. Aber irgendwann ist es dann soweit. Die Urgesteine des Fun-Punk betreten die Bühne. Ein feierlicher Moment. Nach einem kurzen Intro plus Begrüßung ballern sie auch schon los mit "Dinosaurs Will Die". Dass Nofx arrogante Säcke sein könnten, hat wohl jeder geahnt aber heute Abend wird es bestätigt. Zwar durchaus nicht unlustig aber doch ziemlich abfällig wird über Bands des Festivals hergezogen. Besonders natürlich über Silverchair.
Generell hat man das Gefühl, am liebsten würden die Amis nur auf der Bühne stehen und quatschen. Die Songs erscheinen eher wie kurze Unterbrechungen in dem Nonstop-Gelaber von Fat Mike und co. Besonders dynamisch kommt der Auftritt daher nicht unbedingt daher, wenn auch unsterbliche Klassiker wie "Leave It Alone" und neue Nummern wie "Leaving Jesusland" von der Bühne schallen. Für Fans bestimmt ein Fest, für alle anderen enttäuschenderweise eher mäßig spannend.
|