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Dropkick Murphys - Placebo von der Bühne geblasen

Ohne Übertreibung kann man sagen, dass bezüglich der Dropkick Murphys über sämtliche Genregrenzen hinweg Konsens herrscht. Ob Hip Hop-Fan oder Gothic-Redakteur, der explosive, grundehrliche und extrem tanz- bzw. moshbare Mix aus Punkrock und Irish-Folk fährt fast jedem in die Glieder. Gibt es überhaupt einen besseren und passenderen Ort, um den Frontmann Al Barr auf einen kleinen Plausch zu treffen, als das Ramones-Museum in Berlin-Kreuzberg? Wohl kaum.


WS: Nette Location hier, oder?

Al Barr: Definitiv. Eine Menge Geschichte um uns herum.

WS: Denkst Du in 20 oder 30 Jahren wird es in Boston ein Dropkick Murphys Museum geben?

Al Barr: (lacht mit unvergleichlicher Reibeisen-Stimme) Da bin ich mir nicht sicher. Ich glaube kaum. Aber wer weiß. Das wäre ziemlich witzig. Ich hoffe, dass ich in 20 oder 30 Jahren noch am Leben bin! (lacht weiter)

Ich schiebe ihm die Äpfel rüber, die auf dem Tisch zwischen uns stehen, denn das hält bekanntlich den Arzt fern. Ein lockerer und ziemlich lustiger Einstieg in das Gespräch ist gelungen. Der ausgiebig tätowierte Sänger der Murphys hat zwar eine Stimme und eine Bühnenpräsenz, als würde er Milchgesichter wie mich gerne mal zum Frühstück verspeisen, entpuppt sich allerdings als sehr humorvoll und umgänglich.

WS: Ihr habt eine neue Platte gemacht: "The Meanest Of Times". Worum geht es dabei?

Al Barr: Es geht darum das Leben in all seinen Facetten zu zelebrieren - inklusive dem Tod. Es zelebriert Freunde, Familie, die geliebten Menschen. Lebe im Hier und Jetzt und schätze es. Dazu gehört eben auch die dunkle Seite des Lebens, die der Tod ist.

WS: Das überrascht mich etwas. Wenn man Eure Texte anschaut, wirkt es eher, als wären sie zum Großteil auf der pessimistischen Seite.

Al Barr: Ja, sie könnten schon pessimistisch wirken, aber es gibt immer zwei Seiten. Man muss sich beide Seiten der Medaille anschauen.

WS: Würdet Ihr Euch als politisch bezeichnen?

Al Barr: Die Dropkick Murphys sind nicht politisch im nationalen oder globalen Sinne. Eher so was wie Nachbarschaftspolitik. Wir erreichen damit mehr Menschen. Außerdem sind wir keine Politiker, sondern Musiker. Man kommt bei den Leuten besser an, wenn man über Dinge spricht, über die man bescheid weiß und die die Menschen direkter betreffen, anstelle von Aussagen wie "Das und das sollt ihr denken, so und so sollt ihr sein und handeln. Schließt Euch uns an!".

WS: Ihr seid also nicht Anti-Flag...

Al Barr (lacht schallend): Kein Kommentar. (schüttet sich weiter aus)

Nachdem er sich wieder gefangen hat, kann es weitergehen.

WS: Was habt Ihr anders gemacht auf dem neuen Album?

Al Barr: Naja, ich denke es ist ein typisches Dropkick Murphys-Album geworden, in dem Sinne, dass der Hörer Punkrock und Irish-Folk bekommt. Aber ich denke wir haben die beiden Teile besser miteinander vereinigt, als je zuvor. Auf den früheren Alben war es eher so nach dem Motto "Hier ist ein Punkrock-Song, dann kommt ein Irish-Folk-Song, der ein bisschen punkig gemacht ist". Nun sind die beiden Elemente besser fusioniert. Man kriegt nun beides in einem Song. Und was die Lyrics angeht: Der Unterschied zu früher ist, dass sie einfach so gekommen sind. Früher haben wir dafür viel länger gebraucht. Diesmal sprudelten sie nur so aus uns heraus. Wir haben Stunden in irgendwelchen Autos gesessen und geschrieben und geschrieben und geschrieben. Wir haben 22 Tracks aufgenommen und 15 für die Endversion ausgewählt. Zum ersten Mal mussten wir eine Auswahl für die Platte treffen. Früher hieß es immer "Wir brauchen noch einen verdammten Song für das Album".

WS: Schreibt Ihr zuerst die Lyrics und dann kommt der Rest?

Al Barr: Das ist ganz unterschiedlich. Mal haben wir die Lyrics und eine Idee, manchmal sind wir im Proberaum und die Gitarristen spielen was und ich denke: "Hey, da habe ich vielleicht ein paar Wörter für". Kommt immer drauf an. Mal so, mal so.

WS: Ich frage mich manchmal, ob es nicht schwer ist, diese Intensität und Energie, mit der Ihr Eure Shows spielt und Platten aufnehmt, aufrechtzuerhalten. Und auch so eine Art Wut.

 



Al Barr: Das sieht vielleicht manchmal nach Wut aus, aber ich würde es eher Leidenschaft nennen. Was die Shows angeht: Da speisen wir uns aus dem Publikum. Diese Energie inspiriert uns. Je wilder die Menge wird, desto wilder werden auch wir. Das ist ein Geben und Nehmen. Und was die Platten angeht: Wir geben da alles. Es ist nicht ein einziger Song drauf, in den ich nicht komplett Herz und Seele gesteckt hätte.

WS: Das ist halt manchmal schwer vorstellbar. Die meisten von Euch haben Familie, die Platten verkaufen sich gut. Da könnte doch mal ein Punkt kommen, an dem man sagt...

Al Barr: ...I don't care anymore. Ja ich verstehe was Du meinst. Wenn man an diesen Punkt kommt, sollte man die Band auflösen. Dann betrügt man die Leute, die die Platten kaufen. Wir nennen das "mailing it in". Wenn man nicht mehr bereit ist, 100% zu geben, verdient man den Status nicht mehr. Dann sollte man aufhören. Man verdient dann auch die Zeit der Leute, die die Platte kaufen und zur Show kommen nicht mehr.

WS: Ist das den Bosstones passiert. Erst haben sie ihre Shows mit Autopilot gespielt und dann kam der Break.

Al Barr: (zögert) Vielleicht ist ihnen das passiert. Ich weiß es nicht. Jede Band, die an den Punkt kommt, an dem sie 1 Million Platten verkauft, läuft sehr leicht Gefahr, sich auf den Lorbeeren auszuruhen. Ich sage das nicht notwendigerweise über die Bosstones, sondern im Allgemeinen. Man muss als Band versuchen vital zu bleiben. Die Musik verändert sich ständig, da muss man auf der Höhe bleiben. Man muss wie Joe Strummer jede Show spielen, als wäre es die letzte. Das ist die Art von Leidenschaft, die definitiv den Dropkick Murphys gegeben ist.

WS: Wo wir schon dabei sind: Weißt Du irgendwas über die Reunion-Gerüchte der Bosstones?

Al Barr: Es wäre auf jeden Fall Zeit für eine Reunion. Ich höre ihre Musik oft, sie sind einfach großartig. Die Leute vergessen oft, dass sie in Boston eine Band für über zehn Jahre waren und auf unzähligen Parties und in unzähligen Clubs gespielt haben, bevor sie national überhaupt bekannt waren. Dann passierte der Erfolg sehr schnell für sie. Plötzlich waren sie eine Adresse. Dann ist da die Gefahr, dass man anfängt, eine ganze Platte um einen Song herum zu schreiben. Wenn man erstmal einen Hit hatte, wird man in eine ganz andere Kategorie gesteckt. Alle denken, man sei ein One-Hit-Wonder, wenn man nicht mit einem weiteren Hit hinterher kommt. Es ist fast ein Fluch, einen Hit zu schreiben. Plötzlich denkt keiner mehr daran, was man davor alles gemacht hat. Man sollte daran denken, dass die Bosstones die erste Underground-Band war - ich spreche hier nicht über Aerosmith oder die Band Boston - die es aus Boston heraus geschafft hat. Und als der Durchbruch kam, nahmen sie drei völlig unbekannte Bands aus Boston mit auf eine landesweite Tour: Die Dropkick Murphys, die großartigen Royal Crowns und Bim Skala Bim! Kein Mensch kannte diese Bands. Das ist für mich Integrität! Das werde ich nie vergessen. Sollte es also eine Reunion geben: Gott segne sie! Ich wünsche ihnen alles Gute.

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Tobiohnebo
© 10/2007 whiskey-soda.de
 


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