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Overkill - Vorwärts in die Vergangenheit

Es gibt Bands, die sind nicht tot zu kriegen. Overkill gehören definitiv zu dieser Kategorie und im Falle ihres Sängers Bobby "Blitz" Ellsworth ist das sogar wörtlich zu verstehen. Der spindeldürre Frontmann hat schon eine Krebserkrankung und einen Schlaganfall hinter sich und rockt dennoch munter weiter. Im November wird die Band im Vorprogramm von Motörhead wieder in Deutschland spielen. Da gibt es sicher auch neue Songs vom vor kurzem erschienenen 15. Studioalbum "Immortalis" zu hören. Für eine nur in Deutschland der limitierten Digipack-Edition beiliegenden DVD hat die Band ihren Auftritt beim diesjährigen Wacken Open Air mitgeschnitten. Im schleswig-holsteinischen Metal-Mekka nahm sich Bassist und Gründungsmitglied D.D. Vernie die Zeit unsere Fragen zu beantworten.

Natürlich sprechen wir zuerst über den Auftritt der Band vom Vorabend, der für die Ewigkeit festgehalten wurde und Overkill in Bestform zeigte. "Der Auftritt hätte nicht besser laufen können", zeigt sich auch D.D. noch ganz begeistert von der erfolgreichen Show auf der Party Stage. "Und das obwohl er erst in letzter Sekunde zustande kam. Die Wacken-Leute riefen uns an und fragten, ob wir nicht eine spezielle Show für die Fans spielen wollen, ohne dass es vorher bekannt gegeben wird. Wir hielten das für eine tolle Idee also haben wir uns kurzfristig getroffen und gerade mal eine knappe Stunde geübt. Und dann haben wir eben auf der kleinen Party Stage gespielt, weil ja die Hauptbühnen schon seit Monaten ausgeplant waren. Und es war so verdammt voll vor der Bühne, der absolute Wahnsinn." Womit er aber indirekt auch ein Problem anspricht, dass viele Wacken-Besucher seit einiger Zeit kritisieren: es wird einfach zu voll. D.D. sieht das - aus seiner Position auch nachvollziehbar - etwas anders: "Ich hoffe es wird noch größer, macht es zur Wacken Week! Ich will nicht, dass jedes Festival jedes Jahr so groß ist, aber ich finde es großartig, dass Wacken so groß ist. Und die Organisatoren machen einen großartigen Job. Es wird jedes Jahr besser." Da kann man wohl drüber debattieren, aber wie heißt es so schön: "where you stand depends on where you sit."

Ohne jegliche Abstriche zustimmen kann ich aber der Einschätzung von D.D., warum so etwas wie Wacken in den USA kaum vorstellbar ist. "So etwas wie Wacken würde in den USA nicht funktionieren. So viele Leute in ihre Zelten auf den Camping-Plätzen; in den Staaten wäre das ein Schmelztiegel für schlimme Zwischenfälle, ich weiß nicht genau was, aber irgendwelche schlimmen Dinge würden passieren. In Europa ist das anders, vielleicht weil es hier schon so lange diese großen Open Air-Festivals gibt. Es gibt eine andere Art von Gemeinschaftsgefühl, hier hilft Dir Dein Zeltnachbar selbstverständlich aus, wenn bei Dir das Bier alle ist. Der Spirit ist ein anderer als in den USA. Ich denke in Amerika sind wir deswegen mit diesen großen Eintages-Festivals besser dran."

Womit wir gleich beim nächsten Thema wären, denn Overkill spielten letztes Jahr auf einer US-Tour, die fast als kleines Festival durchgehen konnte: der von Dave Mustaine (Megadeth) ins Leben gerufenen Gigantour. "Wir hatten mit Dave schon über die erste Gigantour gesprochen, aber aufgrund unserer Zeitpläne hat das leider nicht geklappt", erzählt mir D.D. "Aber wir haben schon damals gesagt, dass wir unbedingt dabei sein wollen, wenn er es noch einmal macht. Und als wir letztes Jahr in L.A. spielten riefen wir ihn an, er kam vorbei und meinte: 'Ich hätte neben Megadeth gerne noch eine andere Oldschool-Band dabei'. So landeten wir bei Gigantour und es hat Spaß gemacht."

Wo wir gerade bei Dave Mustaine sind: der Megadeth-Frontmann ist ja in den letzten Jahren nicht mit allen Leuten aus der Szene so prima zurechtgekommen. Allen voran mit Kerry King von Slayer gab es das ein oder andere verbale Scharmützel. D.D. kann angesichts solcher Kindereien aber nur mit den Schultern zucken. "Ich beachte das nicht weiter. Es gibt mal Ärger zwischen diesem und jenem Typen. Ich kenne die Jungs alle persönlich, es sind alles gute Jungs. Vielleicht hat einer mal etwas gesagt, was dem anderen nicht gefallen hat. Das kommt in jeder Familie vor und ich glaube es ist sowas in der Art. Dave und Kerry kennen sich seit Ewigkeiten, ich glaube nicht, dass es da ernsthafte Probleme gibt, das ist alles nur Bullshit, Familien-Scheiß."

Also Schwamm drüber und zurück zu Overkill. Neben ihrer Heimat, den USA, fühlt sich die Band ja vor allem auch in Deutschland sauwohl, wie mir D.D. bestätigt. "Deutschland hat uns immer begeistert angenommen. Ich glaube es war 1986 als wir das erste Mal hier spielten, zusammen mit Anthrax und Agent Steel", erinnert sich D.D. "Das war damals eine der ersten Thrash-Touren überhaupt hierzulande. Und seitdem fühlte sich Deutschland immer wie eine zweite Heimat für uns an. Wir haben auch verdammt viele Shows in Deutschland gespielt, beispielsweise mit Helloween auf der Tour zum ersten 'Keeper'-Album. Wir haben in jeder verdammten kleinen Stadt gespielt und ich glaube, dass hat uns hier einen festen Platz im Herzen der Fans gesichert."

 

Deutschland ist für seine loyalen (Metal-)Fans bekannt. In den USA hingegen mussten auch Overkill in den 90er Jahren unter dem Trendbewusstsein des jugendlichen Publikums leiden. Doch D.D. sieht in den letzten Jahren Verbesserungen an dieser Front. "Man kann ein gesteigertes Interesse an Heavy Metal in den Staaten erkennen. Nicht unbedingt, was den traditionellen Rock/Metal angeht, wie von Primal Fear, aber beim Thrashmetal ganz sicher. Viele junge Bands zeigen heute auf uns oder Exodus oder Testament. Das ist die Musik, mit der sie aufgewachsen sind und jetzt kommt es alles wieder hoch." Und natürlich fühlt es sich für den alten D.D. großartig an, wenn junge Musiker seine Band heute als Vorbild bezeichnen. "Wir haben damals sehr hart an diesen Alben gearbeit, unser ganzes Herzblut steckt in ihnen. Und wenn man heute jemanden trifft, der mittlerweile in seiner eigenen Band spielt und er erzählt dir, dass er mit 17 auf seinem Zimmer deine Musik gehört hat, fühlt sich das gut an. Zu wissen, dass deine Musik jemanden dazu bewegt hat, selber etwas auf die Beine zu stellen ist ein richtig tolles Gefühl."

Doch Overkill ruhen sich nicht auf alten Loorbeeren aus, sondern legen anno 2007 mit "Immortalis" ihr stärkstes Album seit langem vor (unsere Rezension könnt hier nachlesen). Bis das neue Album jedoch im Kasten war, floss verdammt viel Wasser den Fluss hinunter, wie mir D.D. erzählt. "Für 'Immortalis' habe ich die Demos schon im Juni 2006 aufgenommen. Doch dann kam Gigantour und wir verschoben die Aufnahmen. Als wir von der Tour zurückkamen, waren wir gerade dabei ein neues Label zu suchen und wussten nicht wohin es uns verschlagen würde. Als wir kurz davor standen einen neuen Vertrag zu unterschreiben rief uns in letzter Sekunde Johnny Zazula an. Johnny und Marsha Zazula haben jahrelang Megaforce geleitet, die hatten Metallica, Anthrax, Exodus, Overkill, King's X, S.O.D. unter Vertrag, im wesentlichen alle Bands, die geholfen haben, das Genre Thrashmetal zu erfinden."

Und so landeten Overkill bei Bodog, wo Johnny und Marsha jetzt die Metal-Abteilung leiten. "Beide haben sich nicht sehr verändert. Sie sind ein bisschen älter geworden, ein bisschen ruhiger", beschreibt D.D. seine neuen Eindrücke von seinen alten Freunden. "Es hat ein bisschen gedauert, bis wir uns wieder völlig daran gewöhnt hatten sie in unserem Leben zu haben. Mit ihnen ist es anders als mit anderen Labels, wo man mit Leuten arbeitet, die man vorher nicht kannte. Johnny und Marsha sind ein Teil unseres Lebens, wir reden oft miteinander, haben gemeinsame Barbecues. Sie sind unsere Buddies, meine Kinder spielen in ihrem Pool."

Bei so viel Eintracht überrascht es auch nicht, dass 'Immortalis" so gut ausgefallen ist. Vielleicht erklärt die Zusammenarbeit mit den Entdeckern der Band auch den Stil des Albums, der ein Stück weit in die Vergangenheit von Overkill weist. D.D. hat aber noch eine andere These: "'Immortalis' klingt im Endergebnis thrashiger, mehr nach Old-School als die Vorgänger. Das kann natürlich an Gigantour liegen und dem Old-School-Vibe, der dort mitschwang. Aber dann wiederum hatte ich die meisten Songs schon geschrieben bevor es auf diese Tour ging. Dennoch vergleichen es viele Leute mit unseren alten Sachen wie 'Horrorscope'. Den Leuten scheint es zu gefallen und das ist großartig zu hören." D.D. betont aber, dass die Band keine Agenda hat, was den Stil und den Klang ihrer Alben angeht. "Wir versuchen nicht gezielt eine Scheibe aufzunehmen, die besonders thrashy oder groove-betont ist. Wir haben unseren eigenen Stil und machen das, was sich gerade cool anfühlt. Wenn Du also das Album hörst, hörst Du die Songs, die sich damals in diesem Moment super angefühlt haben."

Overkill - Vorwärts in die Vergangenheit Seiten 1 2

 

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