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Oceansize - Das Wesen der Musik

Es ist eine Reise auf dem Weg nach oben, die man kaum besser beobachten könnte. In einem gut übersehbaren Zeitfenster von nur drei Album-Veröffentlichungen haben die fünf Jungs aus Manchester den Sprung vom Niemand über den gern erwähnten Geheimtip hin zum soliden Headliner geschafft. Dass dabei Fans mit recht unterschiedlichen musikalischen Hintergründen gemeinsam ins Oceansize-Boot sprangen, mag an der konsequenten Entwicklung liegen, welche bei der Band einen so hohen Stellenwert zu haben scheint. Nachdem sie letztes Jahr noch als Support für Porcupine Tree tourten, genießen Oceansize nun ihren Status als Main-Act. Auf ihrem Zwischenstop in Berlin sprachen wir mit Sänger Mike Vennart über Myspace, Fortschritt und den Sinn der Musik.


 

Genüsslich fließt Vennart in die Couch, während er mich begrüßt. Sein Gesicht, das er unter einer Wollmütze zu verstecken versucht, wirkt trotz aller Müdigkeit zufrieden.
"Mir geht es sehr gut, obwohl ich etwas müde bin." erklärt er gähnend. Das Tourleben bietet kaum Zeit für Entspannung, und erst recht keine Zeit für Kultur.
"Ich hätte gern ein bisschen was von Berlin gesehen, aber es geht immer nur: Direkt rein, direkt raus!"
Trotzdem genießt der Musiker, jeden Abend vor neuem Publikum zu spielen. "Die Tour war bisher fantastisch! Wirklich, sehr, sehr gut! Ich könnte zwar bei so vielen Shows nicht sagen, welche bisher die beste war, aber wir hatten insgesamt schon einen sehr hohen Standard."

Vennart gähnt wieder. Er versucht sich zu erinnern, doch besondere Ereignisse während der Tour gehen schnell wieder unter: "Es gab nicht wirklich besondere Situationen. Wir hatten allerdings ein paar Probleme mit Leuten, die uns verprügeln wollten. In Städten wie Bristol, gibt es Menschen, die sich gerne in Pubs treffen, um besoffen zu werden und sich zu schlagen. Diese Typen sprangen auf den Tour-Bus. Während wir in der oberen Etage saßen, kamen sie rein und klauten unten all unser Bier."

Was nimmt man nicht alles auf sich, um vor seinen Fans aufzutreten. Doch ist das Spielen vor Menschen, die bereits begeistert von der Band sind, überhaupt das Spannendste, oder ist es aufregender, als Support einer anderen Gruppe deren Fans von den eigenen Qualitäten zu überzeugen? "Naja, beides hat so seine Pluspunkte. Es ist schon toll, vor Leuten zu spielen, die deine Arbeit kennen und schon mit einer optimistischen Grundhaltung zur Show kommen. Das Spielen vor fremdem Publikum ist mitunter spannend und irritierend zugleich. Beim Support für Porcupine Tree im vergangenen Jahr lief es zum Beispiel ganz gut. Scheinbar haben wir in den Ohren der Leute vieles mit Porcupine Tree gemeinsam. Grundsätzlich kann es schon ganz gut klappen, eine andere Band zu supporten. Aber gut, man weiß das vorher nie so genau. Das Publikum besteht von Stadt zu Stadt aus anderen Menschen. Es lässt sich also nicht so pauschal sagen, dass die Porcupine Tree-Fans uns mögen. In jeder Stadt gibt es andere Porcupine Tree-Fans."

Trotz all der empfundenen Ähnlichkeit zu Steven Wilsons Progressive-Rock-Band mögen es Oceansize nicht, in eine Sparte wie Prog-Rock gesteckt zu werden. Vennarts Müdigkeit setzt für einen Moment aus, als die Frage fällt, in welche Schublade er seine Musik ordnen würde, wenn er gezwungen wäre. "Wir sind eine Band, die einfach Musik macht! Auf jeden Fall haben wir nichts mit Prog-Rock zu tun. Der Begriff Progressive-Rock ist verknüpft mit ewigen technischen Spielereien. Sowas wie Dream Theater! Man hat dort nun schon jedes verfluchte Riff verfluchte 1800 mal gesehen! Das ist etwas, wo wir nicht hin gehören. Da geht es um Techniker, nicht um Musiker. Es enthält keine Emotion und keine Seele. Alles was wir machen, hat mit der Seele zu tun!"
Entgegen der Mehrheit empfindet er Oceansize also nicht als progressiv?
"Die Sex Pistols waren progressiv! Sie haben den Rock vorwärts getrieben!"

Wenigstens lässt sich nicht abstreiten, dass man im Hause Oceansize keine Angst vor Veränderungen hat. Ganz im Gegenteil, die Jungs fürchten Veränderung so wenig, dass sie nach eigener Aussage sogar Entscheidungen fällen, die von außen betrachtet geradezu dumm erscheinen. "Wir sind zum dritten Album vom alten Label abgesprungen, weil wir es dort einfach nicht mehr aufnehmen wollten. Vielleicht ist das eine ziemlich dumme, erbärmliche Entscheidung! Wir sprachen mit den Leuten bei Beggars Banquet. Sie konnten uns nicht anflehen und wollten natürlich auch nicht, dass wir am Ende nur Mist fabrizieren, also ließen sie uns gehen.

Zum Glück war Superball Music sofort interessiert. Wir sind sehr froh darüber! Sehr gutes Label, sehr gute Leute dort!
Ich meine, sie haben uns komplette künstlerische Freiheit gegeben, sodass wir genau das Album machen konnten, was wir im Sinn hatten.
Ich schätze, sie vermuteten, wir würden ein zweites "Everyone Into Position" liefern. Deshalb waren sie etwas "freaked out", als wir ihnen das Demo reichten. Sie ließen uns trotzdem freie Hand und am Ende mochten sie den Sound."


Dass sich die Band diesmal nicht selbst kopierte, dürfte zum Teil auch am Ausstieg des langjährigen Bassisten Jon Ellis liegen. Vennart wusste, die Frage nach dem "Warum?" würde fallen. "Irgendwie eigenartig, es sind schon zwei Jahre vergangen seit er uns verließ, und ich rede noch immer darüber." Die Leute wollen es wissen. Dabei steckt hinter der Trennung weder böses Blut noch irgendein dunkles Geheimnis. "Wenn man älter wird, und Alles, was man aufbringen kann, in diese Band investiert, kommt man irgendwann zu diesem Punkt. Es geht doch auch darum, dein Haus zu bezahlen, dein Essen und das Essen, welches im Mund deiner Kinder landet! Nach einer Weile, wenn du drei bis vier Monate im Jahr auf Tour getrennt von deiner Familie verbracht hast und das Geld doch nicht reicht, um was zurückzulegen..."Für einen Moment ringt Vennart nach Worten. "Ich glaube, er dachte einfach: Fuck this! Er liebte den Job. Er liebte es, in der Band zu sein, aber er setzte halt Prioritäten!"

Steht der Kontakt zu Ellis trotz Trennung weiterhin?
"Klar, seine Schwester dürfte hier jede Minute auftauchen. Sie lebt in Berlin und kommt uns besuchen, wenn sie kann."

Die hinterlassene Lücke wurde nach langer und intensiver Suche durch Steven Hodson gefüllt, der zuvor schon bei Kong, dem Hardcore-Projekt des Oceansize-Drummers Mark Heron, am Bass glänzte. Mit seinem Hardcore/Punk-Hintergrund brachte er neuen Wind in die Band, weshalb er beim Songwriting sofort voll integriert wurde."Steve hätte nicht mehr involviert sein können! Schon bei der Hörprobe brachten wir ein paar eigenartige Riffs ein, mit denen wir nichts anzufangen wussten. Ein Jahr später verwandelten sie sich Dank Steve in "Unfamiliar". Er brachte auch die Idee für den Song "The Frame". Er ließ uns seine Anwesenheit sofort spüren! Bei uns dreht es sich schon immer darum, sich selbst einzubringen. Jeder muss seine Sachen beisteuern. Man darf nicht eine Person lauter brüllen lassen als alle anderen. Es ist doch die Verantwortung von jedem Einzelnen, sich um die Musik zu kümmern. Wer das nicht tut, bekommt von uns eine verfluchte Standpauke zu hören! Deshalb gibt es im Grunde keinen Haupt-Songwriter bei Oceansize, auch wenn ich am Ende nochmal versuche die Stücke zusammenhängender erscheinen zu lassen."

Oceansize - Das Wesen der Musik Seiten 1 2 3

 

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Kurzinfos: Oceansize

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