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Black Mountain - Die Befreiung des Universums aus der Nussschale

Was haben 1.743.577 Hamburger am Abend des 25.11.2007 gemacht? Sie spazierten im nasskalten Novemberwetter über den Hamburger Dom, ärgerten sich am Stammtisch über die Fußballergebnisse oder strömten ins Docks zum Interpol-Konzert. Vielleicht saßen sie auch chipsmampfend vor "Fluch der Karibik" oder haben einfach nur einen fragwürdigen Musikgeschmack. 1.743.577 Hamburger haben auf jeden Fall etwas verpasst. Die restlichen 50 Einwohner nämlich waren schlauer und kamen zum Black Mountain-Konzert ins Uebel & Gefährlich.

Als Vorband spielten Urlaub in Polen, und wem aufgrund des Bandnamens erst Assoziationen mit Wir sind Helden und Holiday On Ice in den Sinn kamen, der erlebte eine schöne Überraschung: Nur zu zweit, mit Gitarre, Schlagzeug und einer Moog-Zaubermaschine, die große Töne spuckte, erzeugten Georg Brenner und Jan Philipp Janzen hypnotisierende Beats und betäubende Klangwände mit elektronischen Elementen. Beeindruckend.

Erst gegen kurz vor elf begann der Hauptact. Ohne viel Federlesens kamen Black Mountain auf die Bühne, mit Frontmann Stephen McBean an der Gitarre, Matt Camirand am Bass, Jeremy Schmidt an den Keyboards und Joshua Wells am Schlagzeug. Stephen und Bandkollegin Amber Webber übernahmen die Vocals.

 

Nach dem erfolgreichen ersten Album "Black Mountain" folgt im Januar der Nachfolger "In the Future", und so gaben die fünf Kanadier dem Publikum einen Vorgeschmack auf die neuen Songs. Vom Erstlingswerk kamen nur drei Lieder zum Zuge, auch das wunderbare "Set us free" und natürlich der Hit "Druganaut", zu dem alle Besucher wie auf Kommando ein synchrones Kopfnicken und Hüftknicken begannen. (Diese einzige dumpf-meditative Bewegung, die man zu dem Lied halt fabrizieren kann und die vor niemandem Halt macht. Die Theorie, dass diese Bewegung umso authentischer ausfällt, je zugedröhnter der Hörer ist, wurde noch nicht wissenschaftlich nachgewiesen.)

Allein die Vocals kamen an diesem Abend im Uebel & Gefährlich nicht so schön durch wie auf der CD; schade, denn Ambers Sirenenstimme sucht ihresgleichen.
Interessanterweise veränderten sich einige Elemente des Klangs zum Positiven, als die zarten Mädchenohren dann mit Schaumstoff zugestöpselt wurden: Die Stimmen kamen deutlicher zur Geltung, und zuvor untergegangene Töne von Handrasseln und Schellenkranz traten diskret hervor und gaben den bekannten Songs einen würzigen Beigeschmack.
Zu einer immerhin extralangen Zugabe kamen Black Mountain nach dem letzten Lied noch einmal auf die Bühne und beendeten dann kurz nach Mitternacht ihr Gastspiel in Hamburg.

Wirklich schade, dass nur etwa 50 Leute - und da sind die Barkeeper, Roadies und Inhaber von Gästelistenplätzen schon inkludiert - zu diesem Konzert gekommen sind! Vielleicht ist der Paralleltermin zu Interpol nicht gerade eine glückliche Wahl gewesen. Dennoch haben Black Mountain auch vor kleinem Publikum großartige Musik gemacht und lassen uns zurück in spannender Erwartung ihres nächsten Albums.


 

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kilda73
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