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Berlin Allstarz - Härter die Glocken nie klangen

Wenn Weihnachten und Geburtstag auf einen Tag fallen, dann sind die Betroffenen meist nicht ganz so gut dran, denn durch die allgemeinen Feierlichkeiten fallen die Geschenke meist nicht so üppig aus, als wenn man mitten im Jahr Geburtstag hätte und auch der verbundene End-Jahresstress zieht eine Menge der Aufmerksamkeit vom Jubilar ab. Ganz anders jedoch beim 10. Geburtstag von Berlin Allstarz: Beschenkt wurden die anwesenden Gäste und Musiker nicht nur reichlich mit harten Stoff (musikalischer Natur) und viel Applaus, die Veranstalter mit viel Respekt und Anerkennung, sondern es gab auch viele Gewinner bei Jubiläumsverlosungen. Eine fette After-Show-Party rundete das ganze Spektakel ab, bei dem alles unter einem Motto stand: Weg mit der rührseeligen Besinnlichkeit der Festtage, Gitarren eingestöpselt und immer auf die 12! Härter die Glocken nie klangen im SO36...

Draußen war es arschkalt, im SO36 rappelvoll. Berlin Allstarz hat sich zu einer angesagten Marke entwickelt, die hält was sie verspricht: Keine Abzocke, sondern Leidenschaft und Engagement. Welch organisatorischen Aufwand es bedarf, 135 beteiligte Musiker mit 75 Crew- und Orga-Mitgliedern unter einen Hut zu bekommen, kann sich wohl jeder leicht vorstellen, denn die Gattung der Musikusse ist mitunter schwerer zu kontrollieren als auch Sack voll Flöhe. Hochachtung also, wie reibungslos alles auf der Bühne von statten ging, die Umbaupausen gestalteten sich kurz, so dass es Schlag auf Schlag ging und keine Langeweile im ausverkauften Rund aufkommen wollte. Die Veranstalter, in schick-weißem Zwirn gekleidet, moderierten angenehm zurückhaltend und charmant die rockige Nacht, heilige Nacht, heizten das Publikum an und verlosten mit aberwitzigen Contents eine Menge Preise bei einer Veranstaltung, die betont keinen Profit machen will. Der Fan-freundliche Eintrittspreis von acht Euro spricht dafür.

 

Musikalisch wurden nur Hits aufgelegt und interpretiert, angenehmerweise in individuellen Facetten und meist in aggressiveren Varianten, oft mit liebevoll-abgedreht ausstaffierten Musikern, so dass der optische Spaßfaktor ebenfalls nicht zu kurz kam. 43 mal Musikhistorie wurde dargeboten, der genaue Ablauf und welche Stücke überhaupt zu Gehör kamen, waren bis zuletzt Top Secret. Die stets neu zusammen gewürfelten Konstellationen auf der Bühne überzeugten durch Spielsicherheit und gute Harmonie, dass man dem gesamten Abend eine große Vielfalt und keinen Ausfall bescheinigen konnte. Schon zu Beginn gab es mit Korns "Blind" ordentlich auf die Mütze, gleich danach wurden die Lauscher mit Panteras "Cowboys From Hell" zum Glühen gebracht. Dank der Taktik, während eines Stückes das Equipment der nächsten Band vorzubereiten, wurden die Pausen minimiert und der "Schundersong" von Ärzte wurde gleich danach in Ska-Manier intoniert. Falco fand mit "Rock Me Amadeus" seine Auferstehung, durch die erlesenen Perrücken und waschechten Austria-Dialekt kam die Darbeitung gleich noch authentischer daher. Hatebreed mit "I Will Be Heard" und Drowning Pool mit "Bodies" schüttelten das SO36 ordentlich durch, bevor es mit Johnny Cashs "Hurt" Gänsehaut gab. Slayers "Disciple", Snapcases "Zombie Prescription" und Marianne Rosenbergs "Er gehört zu mir" bildeten einen äußerst unterhaltsamen Block, besonders als bei "Marianne" die Perrücke fiel und der guturale Vokalpart einsetzte, zeigte sich, wieviel Metal eigentlich Madame Rosenberg ist.

The Darkness mit "I Believe In A Thing Called Love", die Rocky Horror Picture Show mit "Time Warp" und fesch gestylten Sängerinnen als auch Depeche Modes "Personal Jesus" überzeugten durch gelungene Bearbeitungen. Mit Metallica ("One"), The Ataris ("Boys Of Summer"), Guano Apes ("Open Your Eyes"), Pokemon ("Pokemon Theme", sehr Emo-Lastig dargeboten!!), Kyuss mit einem Medley, Helmet ("In The Meantime"), Slipknot mit Medley, Sepultura ("Refuse/Resist"), Rihanna ("Umbrella"), Alien Ant Farm ("Smooth Criminal") hielten die Stimmungsfahne weiter hoch, bis bei den Beastie Boys und ihrer Hymne "Fight For Your Right (To Party)" Auserwählte aus dem Publikum die Frontsau geben durften.

Limp Bizkit ("Rollin'"), Killswitch Engage ("The End Of Heartache"), Jimmy Eat World ("Bleed American"), Incubus ("Anna Molly"), Deichkind ("Remmidemmi"), Refused ("New Noise"), Abba ("Mamma Mia"), Beatsteaks ("Let Me In"), Placebo ("The Bitter End"), Parkway Drive ("Romance Is Dead"), Haste The Day ("American Love"), Metallica ("...And Justice For All"),Korn ft. Amy Lee ("Freak On A Leash"), Pearl Jam ("Alive"), Rage Against The Machine ("Killing In The Name"), A-HA/Emil Bulls ("Take On Me"), Enter Shikari ("Sorry, You're Not A Winner") und Skindred ("Nobody") ergaben ein Hit-Feuerwerk, welches die gut 900 Besucher restlos begeisterten. Passend zum Ort ließ das "Kreuzberger Nächte" der Gebrüder Blattschuss den ersten Teil der Sause ausklingen, dessen Abschluss mit der anschließenden Party ein gebührendes Ende fand. Wir freuen uns schon auf die 16. Auflage dieser herrlich unterhaltsamen Partyreihe!


 

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Ingo
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