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Black Rebel Motorcycle Club - Modern Life Is Rubbish

Ende November sorgt das Wetter meist dafür, dass Berlin besonders "berlinerisch" wird und vor allem grau und wenig inspirierend wirkt. Die Parkanlagen liegen verwaist, feucht und irgendwie "nackt" auf dem schmutzigen Laken und die gefallenen Blätter offenbaren die Reste des Sommers, die sich mittlerweile in den unterschiedlichsten Stadien des Zerfalles befinden. Anderswo in der Stadt bricht sich Neonlicht auf nassem Asphalt und erleuchtet Fassaden, welche ihr Bestes geben die Geheimnisse der Großstadt zu verbergen. Und dazwischen wuseln Menschen umher, die - winzigen Blutzellen gleich - durch die Bahnen des gigantischen Organismuses gepumpt werden. Eine Stadt, deren Flair immer wieder Künstler dazu inspirierte, sich kreativ mit ihr zu messen. Man denke an David Bowie, Lou Reed oder Rufus Wainwright und neuerdings auch Black Rebel Motorcycle Club, welche im September die Single "Berlin" veröffentlichten! Und auch wenn sie früher beteuerten, niemals an den Ort des Verbrechens zurückzukehren: An diesem Dienstag im November sind sie wieder dort, wo der Song beim Soundcheck 2005 entstand!


 

Berlin, Ost: An der Stralauer Allee stehen noch die letzten Überreste dessen, was uns anno 89 mehr oder weniger alle ganz schön mitgenommen hat. Unweit davon entfernt befindet sich der Postbahnhof, in dem ich mit Robert Levon Been von Black Rebel Motorcycle Club auf ein Gespräch verabredet bin. In einer schummrigen Ecke der Konzerthalle finden wir Platz und ob seiner gewohnt schwarzen Kleidung muss ich ihn erst einmal vor dem Hintergrund ausmachen "Oh man, meine Jacke fällt gleich auseinander. Irgendwie fällt hier gerade sowieso alles auseinander!" Die einleitenden Worte des Bassisten, Sängers und Songwriters verheißen mir schnell: Wir können ruhig auch über die Revolution und andere weltpolitisch relevante Themen reden. Was denn nun damit passiert ist - wie der "Berlin"-Refrain fragt - kann Mr. Been ziemlich genau erklären:"Der Song handelt von unserer Generation, die einfach nicht kämpfen will. Über Freunde und Bekannte, die einfach aufgeben und sich ihre Energien und Stimme selber nehmen. Und zwar bevor es ein anderer tun kann! Ich mag die Zeiten auch nicht, in denen wir leben. Diese modernen Zeiten. Natürlich schreiben wir dann darüber, es ist ja auch das Einzige, worüber wir wirklich etwas sagen können. Trotzdem hoffe ich immer noch, dass es Generationen von Künstlern und Musikern geben wird, die sich ihrer Bedeutung ein wenig mehr bewusst sein werden und ihren Wünschen mehr Ausdruck verleihen. Leute, die einfach weiter denken als Paris Hilton oder die andere, wie hieß die noch mal..." Denkt kurz nach und wischt seine - fruchtlosen - Überlegungen mit einem verächtlichen Schnauben weg:"Ach, keine Ahnung!"

Die verpatzte Revolution und den - angeblich "einfachen" - Selbstmord sollten die Berliner also nicht persönlich nehmen. Nur wie um alles auf der Welt kam die Band zur geographischen Verortung des Liedes? Er grinst:"Der Chorus und die Bridge sind uns genau in diesem Raum eingefallen, bei dem Soundcheck auf dem Konzert vor zwei Jahren eingefallen. Dann wollten wir das immer wieder bei den Proben spielen, weil wir den Song richtig gut fanden. 'Lasst uns noch mal den aus Berlin spielen!'. Als es dann um unser Album ging, fiel uns einfach kein passenderer Name als 'Berlin' ein. Wir schreiben unglaublich viele Songs auf Tour da sollte wenigstens ein Stück übrig bleiben, welches das auch dokumentiert. Für die Platte kamen dabei nur dieses Lied und 'Windows' in Frage!" Auf meinen fragenden Blick hin lächelt er:"Das ist in Paris entstanden. Und jetzt siehst du, wo das Problem liegt: Man kann einfach keinen Song 'Paris' nennen. Das wäre schon wieder eine Anspielung auf die Dame, von der ich gerade sprach! Sie wäre ein zu leichtes Ziel."


Ein Song als Souvenir an die Stadt. Aber war die Band sich bewusst darüber, dass Berlin bereits sehr häufig popmusikalisch als Inspirationsquelle angestrengt wurde? Robert hebt den Blick vom Boden, den er die meiste Zeit fixiert und wirkt sichtlich amüsiert:"Natürlich war uns klar, dass wir nicht die ersten sind, aber Berlin hat eben auch diese coole Subkultur, die auf uns ziemlich exotisch wirkt. Ich meine, wir stammen immerhin aus Kalifornien! Mich interessiert dieser Aspekt sehr und ich denke, dass das auch der Grund ist, warum so viele Songs über die Stadt geschrieben wurden. Ähnlich muss sich Van Morrison gefühlt haben, als er über das Mississippi-Delta schrieb. Für jemand aus den Südstaaten ist das kein großes Ding, aber Morrison kommt aus Nord-Irland und für ihn war das unglaublich exotisch und neu!" "Exotisch" ist auch der Titel des neuen BRMC-Albums ("Baby 81"), da er weniger auf heiße New Wave-Bräute anspielt, als auf eine zartbittere Anekdote aus dem Chaos des Tsunamis, der 2004 in Thailand wütete. Sage und schreibe neun Eltern stritten sich um ein überlebendes Baby und bis ein Gentest über die wirkliche Vaterschaft Auskunft gab, erhielt das Kind prophylaktisch den Namen "Baby 81". Ob es bei der Band ähnliche Erlebnisse des Verlierens und Wiederfindens gab, mag Robert leider nicht erklären:"Die gab es tatsächlich, aber ehrlich gesagt will ich darüber nicht so gerne reden. Die persönliche Ebene ist doch auch nicht so wichtig, vielmehr ging es uns um die Assoziationen, welche der Titel bei den Hörern weckt!. Wir haben vorher Freunde gefragt, was sie davon halten und es war überraschend, wie viele verschiedene Interpretationen es gab. Teilweise waren die viel cooler als die wahre Geschichte dahinter. Ich finde, ein Albumtitel sollte immer auch die Fantasie der Leute anregen. Natürlich wollen Plattenfirmen immer, dass man einen selbsterklärenden Albumtitel findet, über den man sprechen kann. Aber ich wollte es doch lieber ein bisschen geheim halten!"

Black Rebel Motorcycle Club - Modern Life Is Rubbish Seiten 1 2

 

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