whisky-soda Musikmagazin whisky-soda Musikmagazin whisky-soda Musikmagazin
Musikmagazin - Home whisky-soda Musikmagazin
whisky-soda Musikmagazin whisky-soda Musikmagazin whisky-soda Musikmagazin
whisky-soda Musikmagazin zur Startseite whisky-soda Musikmagazin zur Story Seite whisky-soda Musikmagazin zur Rezensionen Seite whisky-soda Musikmagazin Livekonzerte und -Interviews whisky-soda Musikmagazin Community und Forum whisky-soda Musikmagazin whisky-soda Musikmagazin einfach mal suchen whisky-soda Musikmagazin
News   
Reviews   
Stories   
Live (WS-TV)   
WS Präsentiert   
Forum   
Facebook   
Story-Archiv   
 

      registrieren  

Melting Sun
Lantlôs
Melting Sun
(Post-Rock)

Leprosy (Re-Release)
Death
Leprosy (Re-Release)
(Deathmetal)

Tearing Down The Walls
H.e.a.t.
Tearing Down The Walls
(Hardrock)

Amphetamine Ballads
The Amazing Snakeheads
Amphetamine Ballads
(Garage-Rock)

In A Mirror Darkly
Mekong Delta
In A Mirror Darkly
(Progressive Metal)

Space Police - Defenders Of The Crown
Edguy
Space Police - Defenders Of The Crown
(Powermetal)

No Deal
Melanie De Biasio
No Deal
(Pop)

Hylas
Thomas Azier
Hylas
(Elektro-Pop)

Melana Chasmata
Triptykon
Melana Chasmata
(Doommetal)

Yav
Arkona
Yav
(Vikingmetal)



Behemoth - Wir wollen den ganzen Kuchen

Kaum eine Band aus dem ganz extremen Metalsektor hat in den letzten Jahren ähnlich hohe Wellen geschlagen wie Behemoth aus Polen. Am Exotenbonus wird es wohl nur zum kleinen Teil liegen, hat unser östlicher Nachbar doch schon mit Vader eine Band hervorgebracht, die aus der Welt des Deathmetal nicht mehr wegzudenken ist. Vielleicht liegt es also doch an Faktoren wie guter Musik, tonnenweise intensive Liveshows und einer interessanten Optik? Das Gespräch mit Frontmann und Bandkopf Nergal macht auf jeden Fall eines deutlich: an gesundem Selbstbewusstsein und Entschlossenheit mangelt es dem Ungeheuer Behemoth sicher nicht.

Ich spreche mit Frontmann Nergal, der mit bürgerlichem Namen Adam Michal Darski heißt, kurz vor dem Auftritt der Band im Berliner K 17. Dort haben sich ein paar hundert Fans versammelt, denen man auf Anhieb ansieht zu was einer Art von Konzert sie gehen. Das war bei der Teilnahme der Band an der kostenlosen Ozzfest-Tour durch die USA noch ganz anders gewesen, wie man an den unzähligen Livemitschnitten bei YouTube erkennen kann. Da fanden sich doch sehr viele Basecap-tragende Highschool- und College-Kids im Publikum, die taufrisch der neuesten US-Teenie-Sex-Komödie hätten entsprungen sein können. "Das war ja genau der Sinn der Sache," bestätigt Nergal meinen Eindruck. "Wir wollten dorthin gehen und den Leuten echten Metal näher zu bringen. Es war ein ziemliches Mainstream-Publikum, viele eher zufällige Besucher weil es ja ein kostenloses Festival war. Es waren viele normale Leute da, die einfach mal Ozzy sehen wollten. Wenn Du dann 5.000 bis 10.000 normale Fans vor dir hast, dann bleibt dir nur eines übrig: to fucking blast the shit out of them! Du musst sie dazu bringen, extremen Metal zu lieben. Und ich denke wir waren da sehr erfolgreich, wenn man sich die Zahlen anschaut, das Merchandise und die CDs, die wir in den Staaten verkauft haben." Da hat er Recht. So verkaufte sich das aktuelle Album "The Apostasy" in den Staaten in der ersten Woche gleich 5.000 mal, womit die Band sogar die Albumcharts knackte. Für eine polnische Extremmetal-Band ist das tatsächlich mehr als beachtlich.

Fast noch beeindruckender ist jedoch auch die Reaktion der Presse in Übersee. Sogar die New York Times rezensierte (positiv) "The Apostasy" und fand auch in einem langen Ozzfest-Artikel nur lobende Worte über die Deathmetaller aus Gdansk. "Aus irgendeinem Grund schätzen die Leute dort drüben, das, was wir tun," versucht sich Nergal an einer Erklärung für die gute Presse. "Sie mögen unsere Musik und sie sehen auch, dass wir eine hart arbeitende Band sind. Ich denke sie erkennen die Tatsache an, dass wir aus dem Nichts gekommen sind und jetzt sehr fordernd auftreten. Wir sind gekommen dieses Markt zu erobern, wir machen keine Gefangenen. Wir fragen nicht höflich nach einem Stück des Kuchens, wir wollen den ganzen Kuchen für uns!" bringt Nergal die Einstellung seiner Band lachend auf den Punkt. "Ich denke, viele Leute respektieren diesen kompromisslosen Ansatz. Und am wichtigsten ist sicherlich die Musik, die Qualität und die Ehrlichkeit, mit der wir sie betreiben."

Behemoth gehören heutzutage zur Speerspitze der Deathmetal-Szene. Schaut man sich aber die Diskographie der Band an, sieht man da Anfang der 90er Jahre eine lupenreine Blackmetal-Band. Heute finden sich die schwarzmetallischen Wurzeln zumindest noch in der Optik der Band wieder. Grund genug, mit Nergal noch einmal über die frühen Einflüsse seiner Band zu sprechen, was er auch gerne tut. "Ich war ein großer Blackmetal-Fan Anfang der 90er Jahre. Das war die Zeit als ich die erste EP und die ersten Demos von Samael in die Finger bekam und Sachen von Blasphemy und anderen Bands. Ich war begeistert von dieser Musik, es gab nichts Extremeres und ich wollte diese Musik weiter für mich entdecken. Dann erfuhr ich von der norwegischen Szene und den Kirchenbränden. Ich hörte über diese Leute, die nur ihren Instinkten folgten. Aber wichtiger für mich war die großartige Musik, die sie machten: das erste Emperor-Album, das zweite Album von Darkthrone, Mayhem - das war eine Erfahrung, die mir die Augen öffnete." Als wesentliche Einflüsse für Behemoth nennt Nergal neben Mayhem noch Morbid Angel und Slayer, "im wesentlichen also all die Bands, die für jede Extremmetal-Band wichtig sind," wie er amüsiert feststellt. "Ich könnte noch etwas tiefer graben und würde noch Dissection und Deicide nennen; das erste Arcturus-Album war auch sehr wichtig, es ist ein zeitloses Werk."

 

Es wird Zeit über die Musik von Behemoth zu sprechen. Zum Zeitpunkt des Interviews ist das Album schon eine Weile auf dem Markt. Zeit genug also für Nergal über das Album mit etwas Abstand zu reflektieren. "Keines unserer Alben ist am Ende so, wie ich es mir vorgestellt hatte," gesteht er ein. "Aus irgendwelchen Gründen ist es sehr schwierig mich zufrieden zu stellen. Aber 'The Apostasy' hat wie eine Bombe eingeschlagen und das befriedigt mich sehr. Wir haben ein Album gemacht, das nicht ignoriert wird. Und es hat gute Reviews bekommen, besser als ich erwartet habe. Denn wir haben mit diesem Album erneut einen neuen Weg eigeschlagen, neue Elemente verarbeitet und ich habe erwartet, dass viele Leute sich darüber beschweren werden. Ich bin sehr dankbar dafür, dass dieses Album so viel Eindruck bei den Leuten hinterlassen hat. Ich glaube es ist bislang das ultimative Behemoth-Album. Es ist sehr abwechslungsreich und verbindet viele verschiedene Einflüsse miteinander."

Wir unterhalten uns etwas detaillierter über den Inhalt des Albums und kommen auf zwei Songs zu sprechen, die aus verschiedenen Gründen hervorstechen. Der eine ist "Inner Sanctum" bei dem Warrel Dane, der Sänger von Nevermore, einen Gastauftritt hat. "Ich bin ein großer Fan und habe ihn einfach gefragt und er meinte nur 'Fuck Yeah!'", erzählt Nergal, wie einfach es war mit dem Nevermore-Frontmann eine Zusammenarbeit einzufädeln. "Ich finde das Ergebnis klingt großartig und viele Leute meinen auch es wäre der beste Songs des Albums. Was etwas seltsam ist, denn er unterscheidet sich schon sehr von all den anderen Songs, er klingt nicht wirklich wie ein Behemoth-Song. Aber wenn es den Leuten gefällt ist es gut. Es ist auch ein sehr persönlicher Song, fast schon bewegend könnte man sagen, auch ein bisschen beunruhigend. Es geht ja im Wesentlichen um mich, also muss es ja beunruhigend sein." Sagt's und lacht dreckig dazu. Ein weiterer Song des Album erregt allein schon aufgrund seines Titels Aufmerksamkeit: "Kriegsphilosophie". Nergal zeigt sich enthusiastisch über seine Titelwahl: "Ich liebe diesen Titel, er klingt phantastisch. Es ist ein sehr starker und ungewöhnlicher Titel. Es ist auch eine Metapher für das Leben. Im Leben muss man ständig kämpfen und sich anstrengen um etwas zu erreichen. Man kann das Leben in gewisser Weise also mit Krieg gleichsetzen und darum geht es in diesem Song."

Behemoth - Wir wollen den ganzen Kuchen Seiten 1 2

 

Artikel empfehlen/mailen      Artikel drucken

Antal
© 01/2008 whiskey-soda.de
 


Kurzinfos: Behemoth

Homepage:
- Behemoth
- MySpace-Seite

Artikel:
- Behemoth - Futter für die Löwen
- Behemoth - Wir wollen den ganzen Kuchen
- Behemoth - Die frohe Botschaft für die Welt

Rezensionen:
- Demigod
- The Apostasy
- At The Arena Ov Aion - Live Apostasy
- Live Eschaton - The Art Of Rebellion
- Evangelion
- The Satanist

Kurzinfos: Vader

Homepage:
- Vader

Artikel:
- Vader, Rotting Christ und Co. - The Army Of The Damned live in Stockholm
- Vader - Grandioser Death Metal Abend im K17
- Vader - Jetzt können wir immer noch schreien, aber wir machen das nun weiser!

Rezensionen:
- Revelations
- Blood
- Impressions In Blood
- Necropolis

Mediathek:
- Cold Demons

Kurzinfos: The Hives

Homepage:
- The Hives

Artikel:
- The Hives - Mit drei Spatenstichen in die 60er
- The Hives - Raus aus den Schubladen
- The Hives - Ein Abend in der Columbiahalle oder warum Schweden einfach nur geil ist.
- Die Toten Hosen & The Hives rockten den Bodensee

Rezensionen:
- Your New Favourite Band
- The Black And White Album

Kurzinfos: The Hellacopters

Homepage:
- Hellacopters

Artikel:
- The Hellacopters - Im Namen der Backyard Babies
- The Hellacopters - High Energy Rock'n'Roll auf Sparflamme?
- The Hellacopters - höllisch heiß und göttlich live
- Death Breath - Death Metal powered by The Hellacopters

Rezensionen:
- By The Grace Of God
- High Visibility
- Goodnight Cleveland
- Rock'N'Roll Is Dead

Mediathek:
- By The Grace Of God

Kurzinfos: Slayer

Homepage:
-
-
- offizielle Homepage
- Slayer- MySpace-Seite

Artikel:
- Caliban - Die Differenzierung zu Slayer
- Slayer - Ungewöhnlich geschäftig
- Slayer - Berlin Painted Blood
- Slayer - Musik mit Gefühl

Rezensionen:
- God Hates Us All
- Diabolus In Musica
- War At The Warfield
- Christ Illusion
- World Painted Blood


whiskey-soda RSS Feed

FACEBOOK

whiskey-soda auf twitter

CD des Monats 04/14
Gamma Ray - Empire Of The Undead
Gamma Ray - Empire Of The Undead


alle Reviews hier



   
Seite/ Inhalt gefällt mir
whiskey-soda als Bookmark bei: Mr. Wong whiskey-soda als Bookmark bei: Webnews whiskey-soda als Bookmark bei: Facebook whiskey-soda als Bookmark bei: Icio whiskey-soda als Bookmark bei: Linkarena whiskey-soda als Bookmark bei: Favoriten whiskey-soda als Bookmark bei: BoniTrust whiskey-soda als Bookmark bei: Favit whiskey-soda als Bookmark bei: Linksilo whiskey-soda als Bookmark bei: Readster whiskey-soda als Bookmark bei: Folkd whiskey-soda als Bookmark bei: Yigg whiskey-soda als Bookmark bei: Digg whiskey-soda als Bookmark bei: Del.icio.us whiskey-soda als Bookmark bei: Reddit whiskey-soda als Bookmark bei: StumbleUpon whiskey-soda als Bookmark bei: Blinklist whiskey-soda als Bookmark bei: Technorati whiskey-soda als Bookmark bei: Newsvine Information


Home | News | Stories | Reviews | Live | Forum | Community | Impressum | B2B

Newsarchiv | Storyarchiv | Reviewarchiv

1995-2013 © whiskey-soda.de