whisky-soda Musikmagazin whisky-soda Musikmagazin whisky-soda Musikmagazin
Musikmagazin - Home whisky-soda Musikmagazin
whisky-soda Musikmagazin whisky-soda Musikmagazin whisky-soda Musikmagazin
whisky-soda Musikmagazin zur Startseite whisky-soda Musikmagazin zur Story Seite whisky-soda Musikmagazin zur Rezensionen Seite whisky-soda Musikmagazin Livekonzerte und -Interviews whisky-soda Musikmagazin Community und Forum whisky-soda Musikmagazin whisky-soda Musikmagazin einfach mal suchen whisky-soda Musikmagazin
News   
Reviews   
Stories   
Live (WS-TV)   
WS Präsentiert   
Forum   
Facebook   
Story-Archiv   
 

      registrieren  

Camílle
Tiemo Hauer
Camílle
(Indie-Pop)

The Final Nightmare
Overdrive
The Final Nightmare
(Metal)

A Tribute To Nils Koppruch + Fink
V.A.
A Tribute To Nils Koppruch + Fink
(Alternative Country)

Death Sentence
Those Who Fear
Death Sentence
(Hardcore)

Fair Youth
Maybeshewill
Fair Youth
(Post-Rock)

Sunbather
Deafheaven
Sunbather
(Blackmetal)

Darkest Hour
Darkest Hour
Darkest Hour
(Metalcore)

Science & Survival
I Am Giant
Science & Survival
(Alternative)

Electric Soul
Marlon Roudette
Electric Soul
(Elektro-Pop)

The Energy Of Soul
Twilightfall
The Energy Of Soul
(Melodic/Progressive)



Brainstorm - No Sleep 'till Wolfsburg

Mit beeindruckender Beständigkeit legten die Süddeutschen Power Metaller Brainstorm zuletzt stets hochklassige Alben vor, zuletzt auf "Liquid Monster" sogar mit einem echten Hit ("All Those Words") versehen. Warum also etwas ändern? Doch kreative Unzufriedenheit sowie mentale Probleme des Frontmanns bewegten die Band dazu, festgefahrene Wege zu verlassen und neue Pfade zu beschreiten. Mit dem aktuellen Output "Downburst" sind die Fans und auch die die Musiker rundum glücklich, wie uns Sänger Andy B. Franck bescheinigte.

"Wir geben schon seit einiger Zeit etliche Interviews, wenn Du mir langweilige Fragen stellst, schreib ich Dir ein schlechtes Review, haha." startet ein gut aufgelegter Sänger das Interview zu einer mehr als beeindruckenden Platte. Grund genug hat er, allerorts wird "Downburst" abgefeiert und mit "Fire Walk With Me" ist die Band sogar in Ungarn auf Platz Eins geschossen und dürfte so den Erfolg von "All Those Words" egalisiert haben. Eine ereignisreiche Zeit liegt also hinter der Band. "Ich würde diese Zeit als lehrreich beschreiben. Es war der Abschnitt unserer Karriere, der für uns am entscheidendsten war, wir haben den Schritt von Support Act zum Headliner absolviert, das ist ein Schritt, der vielen Bands das Genick bricht und wir haben den gut überstanden, wir konnten uns auf die über Jahre erarbeiteten Fans verlassen. Diese Basis haben wir mit "Liquid Monster" gefestigt und werden die hoffentlich mit "Downburst" deutlich ausbauen." so der sympathische Sänger. Neben den Touren stehen auch diverse Festivals auf dem Programm, die der Popularität der Band zuträglich sein sollten. "Dann steht noch Amerika und Japan auf dem Programm und dann ist das Jahr auch rum." blickt der US-Fan Andy voraus. "Nur werde ich diesmal nicht mehr heulen, wenn ich die Verkehrsschilder sehe, die man aus dem Fernsehen kennt und ich stopf mich auch nicht mehr mit irgendwelchen Burgern sinnlos voll, das hat sich mittlerweile relativiert! Man kann an einem freien Tag entweder kaufen oder fressen, mehr passiert da nicht." lacht der singende Familienvater. Doch auf Japan freut man sich im Hause Brainstorm besonders. "Ich denke, das wird noch einmal für große Augen sorgen! Darauf freuen wir uns sehr." heißt es. Doch was ist mit den beengten Wohnverhältnissen, von denen man immer hört? Japan ist nicht unbedingt für weitläufige Hotelzimmer bekannt. "Mein hauptsächliches Problem dürften die Betten sein, wenn die so klein wie die Zimmer sind, dann Gute Nacht!" bedenkt der hochgewachsene Vokalist.

Bedenken gab es auch, wie der Nachfolger von "Liquid Monster" aussehen sollte. So konnte man lesen, dass man auf dem Vorgänger zu "Downburst" kurz davor war, sich selbst zu kopieren. "Das stimmt! Beim genaueren Durchhören von "Liquid Monster" hatte ich das Gefühl, dass wir Gefahr laufen, uns irgendwann selbst zu kopieren und waren ein klein wenig auf dem Weg dahin, weil es doch Songs gab, die auch auf "Soul Temptation" oder "Metus Mortis" hätten stehen können. Ich finde "Liquid Monster" nach wie vor ein extrem gutes Album, aber ich sage auch ganz ehrlich, dass sich das Album nicht sehr deutlich vom Vorgänger abgegrenzt hat. Das ist etwas, was ich wichtig finde. Dass man vom Sound und den Songstrukturen erkennt, dass es ein anderes Album ist von der gleichen Band!" gibt Andy offen zu. Soweit der erste Schritt der Selbsterkenntnis, der zweite war, etwas verändern zu wollen. "Die meisten Songs haben wir bei letzten Mal auf Tour geschrieben, diesmal haben wir, um den Kopf freizubekommen, eine Art Auszeit genommen, haben die Tour und die Festivals getrennt voneinander gespielt und haben uns dann im Proberaum langfristig auf das Album vorbereitet. Das war notwendig und hat auch sehr gut funktioniert, ohne dass wir auf der faulen Haut gelegen haben. Mit meiner anderen Band (Symphorce, A.d.V.) habe ich eine Platte herausgebracht, die anderen Jungs haben ihre ersten beiden Platten re-released und wir haben die Doppel-DVD herausgebracht, die eine Heidenarbeit nötig hatte. Wir wollten das Maximum mit den neuen Songs herausholen und es war uns wichtig, dass sich die neue Platte von dem Vorgänger unterscheidet!" erklärt Andy, wie es Brainstorm geschafft haben, zu dokumentieren, wo die Band 2008 steht.

 

Dass sich diese Vorgehensweise gelohnt hat, dokumentiert der Nummer Eins-Hit der Scheibe, "Fire Walk With Me", hatte denn da auch das Label durchblicken lassen, dass es von einer ähnlich erfolgreichen Nummer wie "All Those Words" erpicht wäre? "Überhaupt nicht, das Label war das letzte, was Vertrauen in die Nummer hatte. Die Single herauszubringen und zu haben war ganz klar unser Wunsch. Das war eine Ego-Frage und viele Fans wollten ganz einfach vorab was haben." überrascht die Antwort. Ein weiterer Kandidat für eine Single wäre unbedingt "How Do You Feel". "Da scheiden sich die Geister bei uns, mein Favorit wäre der Song auch, andere wollen wieder andere Nummern. Mittlerweile bin ich der Meinung, dass wir ein Video zu "Fire Walk With Me" drehen sollten und doch eher live das Album betouren sollten." berichtet Andy. Jedenfalls lässt sich der Platte attestieren, dass man immer noch nach Brainstorm klingt, die neuen Stücke aber irgendwie eindringlicher und intensiver klingen. "Ich finde, die Scheibe kommt schneller auf den Punkt, wir haben die Songs geschrieben und mit Sascha Paeth zusammen im Studio arrangiert und umgeschrieben, neue Teile eingebaut und alte Teile rausgeschmissen. Was auf CD gelandet ist, kommt jetzt deutlich schneller zum Wesentlichen, viel musikalisches Blabla haben wir über Bord geschmissen und uns auf die eigentlichen Stärken konzentriert. Was sich für uns als Musiker toll anhört, aber an der Masse, dem Fan, völlig vorbeigeht, haben wir so eliminiert." erzählt der Mann mit der markanten Stimme. Klingt aber so, als musste viel Ego zurückstehen. "Überhaupt nicht! Wir haben so viele Platten im House of Music-Studio aufgenommen, immer mit Achim Köhler zusammen, was für unsere Karriere wichtig und förderlich war, doch es war an der Zeit, nicht direkt vor der Haustür aufzunehmen. Wir konnten so in Wolfsburg 24 Stunden lang am Tag für anderthalb Monate uns nur auf die Platte konzentrieren. Wolfsburg ist eine fürchterlich langweilige Stadt, aber für uns war es genau das richtige, weil wir uns nur auf die Musik konzentrieren konnten. Sascha hat uns da geholfen, auch auf ein höheres Level zu kommen! Man lernt jemand neues kennen und dann geht das Kräftmessen los: Was kann ich machen, was sollte ich machen? Wir haben dann die Köpfe aneinander hoch gerieben, aber die Arbeit hat immer Früchte getragen und es war eine hervorragende Zusammenarbeit!" lobt Andy den neuen Produzenten, der bereits auch Edguy auf ein anderes Level in der Vergangenheit hob.

Brainstorm - No Sleep 'till Wolfsburg Seiten 1 2

 

Artikel empfehlen/mailen      Artikel drucken

Ingo
© 01/2008 whiskey-soda.de