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A Dead Lament - Der Death-Thrash-Gothic-Mix im klassizistischen Hardcore-Rock-Melting Pott

Spannende Rockmusik findet immer seine Fans, so auch im Falle der Bruchsaler Band A Dead Lament, die durch eine schmeichelnde Mixtur aus Metalcore, Gothic und Duettgesang ihre Anhänger ein eingängiges, abwechslungsreiches und intensives Hörvergnügen bescheren. Ihre aktuelle EP zeugt davon und hat das Potential, die hörende Basis der Baden-Württemberger zu erweitern. Die beiden im Livebericht zum The Destiny Program-Gig sträflichst vernachlässigten Gitarristen Nikolai und Milan haben nun die Gelegenheit, sich ausgiebig zu den Aktivitäten der Band, Vergangenheit und Zukunft zu äußern.

Für alle, die A Dead Lament noch nicht kennen, stellen Nikolai und Milan nun alle Beteiligten vor: "Die Band besteht aus Samira Dahl an der Front, den Gitarristen Milan Pešl und Nikolai Tauscher links und rechts, sowie dem Bassist Manuel Müller etwas mehr mittig und Tobias Trautmann an der Battery. So jedenfalls die Aufstellung auf der Bühne. Milan, Manuel und Tobias sind zudem mit Mikros bewaffnet und liefern die Backingvocals." erklärt Nikolai. Seinem Saitenpartner Milan obliegt es, die Historie kurz zu umreißen: "Puh, die Bandgeschichte... das wäre hier denke ich etwas ausufernd. fassen wir's doch kurz. Nach diversen Besetzungswechseln spielen wir seit einiger Zeit in diesem Lineup und sind sehr zufrieden damit. Es macht 'ne ganze Menge Spaß zusammen Musik zu verbrechen.".

"Gegründet wurde die Band 2003 von Tobias und mir. Wir spielten bereits vorher zusammen in einer Skatepunk/Hardcore-Band und wollten nach dem Split der Band weiter zusammen lärmen. Nach kurzer Suche waren wir dann mit Bass und Gesang auch erstmal komplett, trennten uns dann jedoch bald wieder von unserem damaligen Sänger. Kurz darauf stieß Milan zur Band und wir bewegten uns musikalisch immer weiter weg vom ursprünglichen Skatepunk hin zu eher metallischen Gefilden." erinnert sich Nikolai an die Anfänge von A Dead Lament. "Das war auch bitter nötig..." fügt Milan augenzwinkernd hinzu. "Man wird älter und anspruchsloser, da landet man schon auch mal beim Metal..." scherzt Nikolai, mit dem Nebeneffekt, dass sich Freunde von beherzter und schwermütiger Klänge bei dieser Band gern zuhause fühlen dürfen.

 

Und obwohl man beim Metal gelandet ist, lässt der Bandname eine gewisse Resignation vermuten, bei der die sich die beteiligten Musiker aus traurigen Weltzweiflern zusammensetzen könnte, die als klischeetriefende Gothic Metal Band begonnen hat. "Haha, weder noch, würde ich jedenfalls behaupten – und hoffen. Nein, wir sind eigentlich eine ziemlich fidele Band, und ich denke mit Gothic kann niemand von uns so richtig etwas anfangen." beschwört Milan. "Bis vielleicht eine gewisse Vorliebe für Poetisches und Melancholisches. Resignation jedoch halte ich für etwas sehr destruktives, der Bandname stellt daher für mich keine Resignation dar. Ich würde es eher mit einer Art Hilflosigkeit vergleichen, die einen bei manchen Themen und Produkten unserer Gesellschaft beschleicht." merkt sein Kompagnon an. Der Genuss von Songs wie "The Tide" oder "Ravens Feast" bezeugt diese flammenden Worte, denn kraftvoll, aber auch wundervoll melancholisch packen diese Stücke direkt am Ohr zu.

Damit die weiteren Bandmitglieder nicht zu kurz kommen, dürfen die beiden Riffmeister nun kurz ihre Kollegen vorstellen: "Ha, das ist einfach. Unser Multitalent Tobias ist die One-Man-Band." weiß Nikolai den Drummer zu charakterisieren. "Der Kerl kann zu unserem Leidwesen neben Schlagzeug rein zufällig auch Gitarre und Bass spielen, und singen noch dazu. Sowas ist unverschämt." fügt Milan hinzu. "Unser Basser D'Artagnan bringt sich gern mit recht exotischen Metal-Elementen und möglichst vielen Effekten ein, ebenfalls zu meinem Leidwesen..." "beklagt" sich Nikolai, "...und zu meiner Freude." schiebt Milan noch schnell hinterher. "Von Milan kommt dann noch das Thrashmetal-Riffing – mehr Leidwesen geht gar nicht – und Samira rettet das Gebräu zum Glück am Ende dann durch Elfengesang. Was ich tue ist mir bis heute unklar." beschließt Nikolai lachend den Vorstellungsreigen.

Die prägendsten Momente in der Geschichte einer Rockband sind immer die Höhen und Tiefen, beginnen wir mit dem schönsten Moment. "Sonderlich lange ist diese Karriere noch nicht, aber wirklich toll war es für mich persönlich mit The Destiny Program spielen zu können. Eine sehr wichtige Band, wie ich finde, "The Tracy Chapter" ist eines meiner Alltime-Top10-Alben." sinniert Nikolai, Milan stimmt zu: "Ja, live spielen ist jedesmal ein Highlight. Das sagen 90% aller Musiker, aber es ist einfach wahr. Zudem finde ich die Studiophasen sehr geil. Die Arbeit der vergangenen Monate in ein Soundkonzept zu bringen macht mir enorm Spaß.". Mit dem Aushängeschild einer Band, dem Sänger, verbinden sich dagegen aufgrund der Vergangenheit nicht nur positive Erinnerungen. "Puh, das war sicherlich die Suche nach einer Stimme für die Band. Traurigerweise haben wir schon einiges an Sängern verschlissen. Irgendwo hat’s dann immer nicht gepasst... Das war streckenweise extrem frustrierend. Und wir drehten uns andauernd im Kreis und kamen nicht voran mit dem was wir eigentlich machen wollten. Nämlich Musik." so Milan. "Ganz besonders ärgerlich war, dass wir einen Supportslot bei Darkest Hour absagen mussten, das Konzert hätte mir viel bedeutet. Aber wird schon auch so nochmal klappen." bleibt Nikolai optimistisch.

A Dead Lament kombinieren Rock-Frauenpower mit Hardcore-Gesang und Death Metal-Grunts, wie viel Freiheit gibt Euch die stimmliche Vielfalt? "Viel. Definitiv. Finde ich. Sowas ist ja immer sehr stark Geschmackssache – klar, wie alles in der Musik." stimmt Nikolai kurz der These zu. "Ich persönlich finde unseren Mix sehr individuell und "frei" - ohne dadurch jetzt auch gleich eine musikalische Wertung vornehmen zu wollen. Diese Kombi gibt uns die Möglichkeit in so viele verschiedene Richtungen zu gehen. Es kristallisiert sich immer mehr heraus, dass uns dies sehr wichtig ist. Die eigenen Limitierungen so gering wie möglich halten." definiert Milan den Bandeigenen Anspruch. Passend dazu passt es, das A Dead Lament musikalisch auf mehreren Hochzeiten zuhause sind, Death Metal-Riffs treffen auf klassischen Rock-Sound bzw. fast schon Crossover. "Das wächst ganz automatisch aus den enorm unterschiedlichen Einflüsse der verschiedenen Bandmitglieder." erklärt Milan. "Wir haben zwar zu großen Teilen geschmackliche Überschneidungen, aber es gibt letztendlich wahrscheinlich keine einzige Band, die tatsächlich alle von uns so richtig geil finden. Irgendjemand tanzt immer aus der Reihe. Und so kommt es dann auch, dass beim Songwriting Welten aufeinander prallen die erst in langer Diskussion verschmolzen werden wollen." lacht Nikolai und schaut vorwurfsvoll zu Milan herüber. Dieser stimmt zu: "Ja, das ist nicht immer einfach und oft langwierig. Aber am Ende stehen die Chancen gut, dass was Neues daraus entsteht." Die verschiedenen privaten Geschmäcker sorgen dafür, dass eben genau dieses angesprochene Neue entsteht. Milan klärt auf: "Grob gesagt gibt es zwei Lager. Das straightere und das progressivere. Nikolai und Samira sind immer sehr darauf bedacht, dass es gut nach vorne geht und mächtig abrockt - dass die Songs nicht auseinanderfallen. Manuel und ich gehen wohl eher in Richtung experimentellere Gefilde. Irgendwo dazwischen sitzt dann Tobias hinter seiner Schiessbude und hilft zu ordnen.". Da kann Nikolai nur zustimmen: "Milans Worte in Gottes Ohr." Aktuell kommen dann noch Streicher und klassische Instrumente zum Einsatz, die der Band weitere Möglichkeiten eröffnen. "Das sind wunderbare Möglichkeiten dem Sound weitere Farben hinzuzufügen." erklärt Milan und Nikolai fügt hinzu: "Wir versuchen diesbezüglich möglichst viel davon auch live umzusetzen. Deswegen gibt’s Einspieler vom Sampler. Desto weiter das Klangspektrum, desto interessanter für uns."

Die Texte stehen dieser spannenden Melange nicht nach, ein oberflächlicher Konsum würde die Tiefe der Worte nicht komplett erschließen. "Sie sind zu großen Teilen metaphorisch. In den seltensten Fällen sind sie naturalistisch geschrieben. Es geht hauptsächlich um Gefühlszustände, was ich persönlich eh als das spannendste im Leben empfinde." verrät Milan. "Wütend anklagen tun wir demnach nix. Ich halte das auch für wenig konstruktiv. Was das Dunkle angeht... Hmmm, ja, vielleicht ein bisschen. Aber da es meistens um greifbare Dinge geht bleiben die Problematiken immer nachvollziehbar, oder regen zumindest die Phantasie an." fügt Nikolai hinzu. "So jedenfalls der Plan..." überlegt Milan laut. Der musikalische Zukunftsplan ist jedenfalls ebenso greifbar formuliert für A Dead Lament wie der Anspruch an die eigenen Lyrics. In welche Richtungen wollt Ihr musikalisch noch tendieren? "Oh, in so viele wie möglich." hofft Milan. "Nein, sowas ist ja eh nicht planbar. Wir werden die Musik machen die uns wichtig erscheint und die uns interessiert. Was dabei raus kommt werden wir sehen. Und da bei uns fast alles im Proberaum entsteht oder zumindest diese Mühle durchläuft ist das Ergebnis ein Mix aus fünf verschiedenen musikalischen Inputs." weiß der Gitarrist. "Wir würden gerne im Laufe des Jahres auf eine kleine Tour gehen. Das ist aber noch sehr vage." blickt Nikolai voraus. "Unsere aktuelle Promo-EP ist zurzeit auf dem Weg durch die Lande und wir erhoffen uns darauf natürlich gute Reaktionen. Gegen 'nen Label hätten wir zur Zeit auch nix einzuwenden." wünscht sich Milan. "Ja. Aber live spielen steht bei uns immer ganz oben auf der Prioritätenliste." beschließt Nikolai die Fragestunde. Wir dürfen gespannt sein, was sich noch alles für die beiden und A Dead Lament erfüllen wird.


 

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Ingo
© 02/2008 whiskey-soda.de
 


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